Gehacktes: Türkische Hacker übernehmen Webseite der Uni Greifswald

Während der Pfingsttage wurde das Karriereportal der Universität Greifswald von türkischen Hackern übernommen. Danach wurden Gäste der Seite von türkischer Musik und einem Begrüßungsbild erwartet.

Wer am Pfingstsonntag das Karriereportal der Universität Greifswald besuchen wollte, wird sich gewundert haben. Nach dem Laden der Adresse erschienen dort keineswegs wie gewohnt die inserierten Stellenausschreibungen. Statt der Jobbörse wurde ein Standbild mit türkischen Botschaften eingeblendet, dazu gab es gleichsam ungefragt die passende musikalische Untermalung.

Uni Greifswald gehacked(Screenshot)

Schlimm: Ayyıldız Tim behinderten über die Pfingstfeiertage die Karrierechancen zahlreicher Studierender

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Vortrag über digitale Gewalt und die Struktur diskreditierender Online-Diskurse

Heute Abend spricht Prof. Dr. Konstanze Marx im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg über diskreditierende Online-Diskurse und digitale Gewalt in der technisch vermittelten Gegenwart.

Die Deutung und Besetzung des Begriffs Fünfte Gewalt ist nicht eindeutig. Während die einen den spät ergänzten Bürzel der Gewaltenteilung dem organisierten Lobbyismus zuschreiben und dem Mediensystem den Platz der Vierten Gewalt zuweisen, empfinden andere die Rolle der organisierten Interessenvertreter als überbewertet. Professorin Dr. Konstanze Marx, die heute Abend im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg über die Struktur und Funktion diskreditierender Online-Diskurse sprechen wird, stellt ihrem Vortrag die Frage voran, ob nicht mittlerweile die digitale Gewalt der vielen dem Lobbyismus als Fünfte Gewalt den Rang abgelaufen hat.

Konstanze Marx

(Foto: Konstanze Marx)

Professorin Dr. Konstanze Marx (Universität Mannheim) versteht digitale Gewalt im Zeitalter sozialer Medien als diejenige Gewalt, die üblicherweise sprachlich ausgeübt wird und dadurch zu einem linguistischen Forschungsgegenstand wird. Ihr Vortrag basiert auf der qualitativen und quantitativen Analyse von als Shitstorms und HateSpeech deklarierten diskursiven Ereignissen. „Zuschreibungen wie Shitstorm oder HateSpeech erfolgen allerdings oftmals im Diskurs selbst und tendieren zum einen oder anderen Extrem: entweder wird HateSpeech unter dem Deckmantel berechtigter Kritik verharmlost oder konstruktive Kritik wird mit einer Shitstorm-Etikettierung aus dem Diskurs verbannt.“ „Vortrag über digitale Gewalt und die Struktur diskreditierender Online-Diskurse“ weiterlesen

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Blöd gelaufen: Dekodieb lässt Smartphone zurück

Dekodiebe entwendeten Weihnachtsbeleuchung und lassen dafür ihr Smartphone zurück. Die Geschädigte meldete sich inzwischen auf Facebook und lud den oder die mutmaßlichen Täter zum Klärungsgespräch ein.

Zugegeben, die extensive Lichtverschmutzung der Vorweihnachtszeit nervt schwer und ist ökologischer wie ökonomischer Humbug. Die Erfahrung lehrt, dass sich dieses Problem in den nächsten Wochen eher verschärfen als entspannen wird. Doch so penetrant die Belästigung durch elektrischen Lichtschmuck auch sein mag, sie berechtigt niemanden, anderer Leute Weihnachtsbeleuchtung aus ihren Vorgärten zu entführen. So geschehen Sonntagnacht, als bei einer „überhasteten Diebestour“ alle adventlichen Illuminatoren aus einem Greifswalder Vorgarten entwendet wurden. 

facebook weihnachtsbeleuchtung

(Screenshot Facebook)

Die bestohlene Betreiberin der Weihnachtsbeleuchtung meldete sich nun gestern in einer Greifswalder Facebook-Gruppe und machte dort ihrem Ärger Luft. Bevor sie zur Polizei gehen und Anzeige erstatten will, räumte sie allerdings erstmal die Gelegenheit zu einem entschuldigenden Gespräch ein. Und dabei kann sie auf ein starkes Druckmittel verweisen, denn der mutmaßliche Täter hat bei seinem Ausflug in den erleuchteten Garten sein Telefon verloren, das sogar noch bei Facebook eingeloggt gewesen sein soll. Blöd gelaufen, möchte man meinen. Der entsprechende Eintrag wurde inzwischen aus der Facebook-Gruppe entfernt.

Freifunk Greifswald: Freies WLAN auf dem Marktplatz

Pünktlich zum Weihnachtsmarkt gibt es seit vergangener Woche auf dem Greifswalder Marktplatz kostenloses Internet.

Ein Aufkleber an der Tür zur Stadtinformation im Rathaus macht seit letzter Woche darauf aufmerksam, dass sich von nun an auf dem Marktplatz das kostenlose WLAN des Greifswalder Freifunk-Netzwerks nutzen lässt. Nach wochenlanger Planungsarbeit und zahlreichen Stunden auf dem Dachboden und dem Turm des Rathauses konnte das Netzwerk pünktlich vor dem Weihnachtsmarkt freigegeben werden. Nun kann sich dort jede, ganz gleich ob Anwohnerin oder Touristin, mit dem offenen Netzwerk verbinden und surfen, bis die Frustration über die zuweilen etwas behäbige Geschwindigkeit überhand nimmt. „Greifswald hat im Vergleich zu anderen Städten Nachholbedarf beim freien WLAN, darum bin ich froh, dass wir diesen kostenlosen Service jetzt auf dem Marktplatz anbieten können“, so Oberbürgermeister Stefan Fassbinder. „Das freie WLAN kommt Einheimischen und Gästen zugute. Urlauber können jetzt ihre Fotos unkompliziert nach Hause schicken, Geschäftsleute ihre Unterlagen herunterladen.“ „Freifunk Greifswald: Freies WLAN auf dem Marktplatz“ weiterlesen

Klarschiff: Tut sich was?

Ein Gastbeitrag von Jörg Neubert

Greifswalder können seit gut einem Jahr auf dem Internetplattform Klarschiff als Blockwart auftreten und defekte Straßenlampen oder Falschparker melden. Neu ist nun, dass auch konstruktive Ideen eingebracht werden können. Wer beispielsweise gerne einen Zebrastreifen vor der Haustür hätte, kann diese Idee bei Klarschiff anmelden. Bislang gibt es noch nicht viele Vorschläge, doch von den bislang eingegangenen gehen einige bereits über das Niveau von Alltagspetitessen hinaus.

klarschiff greifswald karte

Barrierefreie Gestaltung der Stadtbibliothek

Die bis dato erfolgreichste Initiative fordert beispielsweise eine barrierefreie Gestaltung der Stadtbibliothek ein – hier geht es also grundlegend um den gleichberechtigten Zugang zu Informationen. „Klarschiff: Tut sich was?“ weiterlesen

„Pokémon Go“ in Greifswald: Dumm gelaufen…

Das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ hat voll eingeschlagen und erfreut auch in Greifswald eine große Anhängerschaft, die seit gut einer Woche zu fast jeder Tag- und Nachtzeit durch die Straßen der Hansestadt schlurft und nach virtuellen Monstern Ausschau hält, um sie einzufangen.

Was für die einen nach einem fruchtlosen Einsatz von Energie und Lebenszeit klingt, bedeutet den anderen (endlich) eine auf virtueller Realität aufbauende Spielidee, die ein bisschen Sonne in den grautrüben Alltag zu bringen vermag. Selbstverständlich gibt es Beklagenswerteres als junge Menschen, die sich verstärkt wieder an der frischen Luft aufhalten und sich dort im Idealfall sogar mit Gleichgesinnten zu einer virtuellen Jagdgemeinschaft zusammenschließen, Waidmanns Dank dafür!  „„Pokémon Go“ in Greifswald: Dumm gelaufen…“ weiterlesen