Blöd gelaufen: Dekodieb lässt Smartphone zurück

Dekodiebe entwendeten Weihnachtsbeleuchung und lassen dafür ihr Smartphone zurück. Die Geschädigte meldete sich inzwischen auf Facebook und lud den oder die mutmaßlichen Täter zum Klärungsgespräch ein.

Zugegeben, die extensive Lichtverschmutzung der Vorweihnachtszeit nervt schwer und ist ökologischer wie ökonomischer Humbug. Die Erfahrung lehrt, dass sich dieses Problem in den nächsten Wochen eher verschärfen als entspannen wird. Doch so penetrant die Belästigung durch elektrischen Lichtschmuck auch sein mag, sie berechtigt niemanden, anderer Leute Weihnachtsbeleuchtung aus ihren Vorgärten zu entführen. So geschehen Sonntagnacht, als bei einer „überhasteten Diebestour“ alle adventlichen Illuminatoren aus einem Greifswalder Vorgarten entwendet wurden. 

facebook weihnachtsbeleuchtung

(Screenshot Facebook)

Die bestohlene Betreiberin der Weihnachtsbeleuchtung meldete sich nun gestern in einer Greifswalder Facebook-Gruppe und machte dort ihrem Ärger Luft. Bevor sie zur Polizei gehen und Anzeige erstatten will, räumte sie allerdings erstmal die Gelegenheit zu einem entschuldigenden Gespräch ein. Und dabei kann sie auf ein starkes Druckmittel verweisen, denn der mutmaßliche Täter hat bei seinem Ausflug in den erleuchteten Garten sein Telefon verloren, das sogar noch bei Facebook eingeloggt gewesen sein soll. Blöd gelaufen, möchte man meinen. Der entsprechende Eintrag wurde inzwischen aus der Facebook-Gruppe entfernt.

Freifunk Greifswald: Freies WLAN auf dem Marktplatz

Pünktlich zum Weihnachtsmarkt gibt es seit vergangener Woche auf dem Greifswalder Marktplatz kostenloses Internet.

Ein Aufkleber an der Tür zur Stadtinformation im Rathaus macht seit letzter Woche darauf aufmerksam, dass sich von nun an auf dem Marktplatz das kostenlose WLAN des Greifswalder Freifunk-Netzwerks nutzen lässt. Nach wochenlanger Planungsarbeit und zahlreichen Stunden auf dem Dachboden und dem Turm des Rathauses konnte das Netzwerk pünktlich vor dem Weihnachtsmarkt freigegeben werden. Nun kann sich dort jede, ganz gleich ob Anwohnerin oder Touristin, mit dem offenen Netzwerk verbinden und surfen, bis die Frustration über die zuweilen etwas behäbige Geschwindigkeit überhand nimmt. „Greifswald hat im Vergleich zu anderen Städten Nachholbedarf beim freien WLAN, darum bin ich froh, dass wir diesen kostenlosen Service jetzt auf dem Marktplatz anbieten können“, so Oberbürgermeister Stefan Fassbinder. „Das freie WLAN kommt Einheimischen und Gästen zugute. Urlauber können jetzt ihre Fotos unkompliziert nach Hause schicken, Geschäftsleute ihre Unterlagen herunterladen.“ „Freifunk Greifswald: Freies WLAN auf dem Marktplatz“ weiterlesen

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Klarschiff: Tut sich was?

Ein Gastbeitrag von Jörg Neubert

Greifswalder können seit gut einem Jahr auf dem Internetplattform Klarschiff als Blockwart auftreten und defekte Straßenlampen oder Falschparker melden. Neu ist nun, dass auch konstruktive Ideen eingebracht werden können. Wer beispielsweise gerne einen Zebrastreifen vor der Haustür hätte, kann diese Idee bei Klarschiff anmelden. Bislang gibt es noch nicht viele Vorschläge, doch von den bislang eingegangenen gehen einige bereits über das Niveau von Alltagspetitessen hinaus.

klarschiff greifswald karte

Barrierefreie Gestaltung der Stadtbibliothek

Die bis dato erfolgreichste Initiative fordert beispielsweise eine barrierefreie Gestaltung der Stadtbibliothek ein – hier geht es also grundlegend um den gleichberechtigten Zugang zu Informationen. „Klarschiff: Tut sich was?“ weiterlesen

„Pokémon Go“ in Greifswald: Dumm gelaufen…

Das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ hat voll eingeschlagen und erfreut auch in Greifswald eine große Anhängerschaft, die seit gut einer Woche zu fast jeder Tag- und Nachtzeit durch die Straßen der Hansestadt schlurft und nach virtuellen Monstern Ausschau hält, um sie einzufangen.

Was für die einen nach einem fruchtlosen Einsatz von Energie und Lebenszeit klingt, bedeutet den anderen (endlich) eine auf virtueller Realität aufbauende Spielidee, die ein bisschen Sonne in den grautrüben Alltag zu bringen vermag. Selbstverständlich gibt es Beklagenswerteres als junge Menschen, die sich verstärkt wieder an der frischen Luft aufhalten und sich dort im Idealfall sogar mit Gleichgesinnten zu einer virtuellen Jagdgemeinschaft zusammenschließen, Waidmanns Dank dafür!  „„Pokémon Go“ in Greifswald: Dumm gelaufen…“ weiterlesen

Freifunk im Begegnungszentrum Mole

Das Begegnungszentrum Mole in der Gustebiner Wende ist seit kurzem an das Greifswalder Freifunk-Netzwerk angeschlossen und bietet seinen Gästen nun einen freien Internetzugang.

Seit etwa einer Woche hat das offene Netzwerk der Greifswalder Freifunker einen Knotenpunkt mehr in Schönwalde I. Der hinter dem Netzwerk stehende Verein hat dafür zwei von der Firma TP-Link gespendete Router mit spezieller Software ausgestattet, die dort nun das kostenlose WLAN greifswald.freifunk.net zur Verfügung stellen.

begegnungszentrum mole greifswaldJens Schleede, Jessica Barth (Foto: Freifunk Greifswald)

Jessica Barth vom Begegnungszentrum Mole freut sich über den kostenlosen Internetzugang im Haus: „Freifunk ist für uns vorteilhaft, weil wir keine Zugänge verteilen müssen. Für unsere Gäste ist ein Internetzugang wichtig, um Teilhabe in unserer Gesellschaft zu erlangen. Er ermöglicht nicht nur die Kommunikation mit anderen, sondern erlaubt vor allem auch die eigenständige Versorgung mit Informationen.“

Die Greifswalder Freifunk-Initiative, die sich dem Aufbau eines freien Bürgernetzes verschrieben hat, begann ihre Arbeit im Sommer 2014. Seit etwa einem halben Jahr ist die Gruppe als Verein organisiert, dem gegenwärtig 16 Mitglieder angehören. Das offene Netzwerk ist in dieser Zeit stetig gewachsen und verfügt heute über etwa 70 Knotenpunkte, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Bis zu 1000 Personen wählen sich inzwischen täglich bei greifswald.freifunk.net ein und verschaffen sich so einen unkomplizierten Zugang ins Internet. Mehr über die Idee des Freifunks und den Arbeitsstand der Greifswalder Netzwerker ist in diesem ausführlichen Interview zu erfahren.

Greifswalder Freifunker gründen Verein

Die Greifswalder Freifunk-Initiative institutionalisiert sich und wird am Dienstagabend einen Verein gründen. Eingeladen sind aktive FreifunkerInnen und Menschen, die sich für die Idee eines offenes Bürgerinnennetzwerks interessieren.

Wer mit einem offenen Auge für offene WLANs durch Greifswald wandelt, hat sicher schon von dem offenen Netzwerk Notiz genommen, das seit knapp anderthalb Jahren von der Initiative Freifunk Greifswald unter diesem Namen betrieben wird. Ziel der Initiative ist die Etablierung eines freien Internetzugangs an möglichst vielen Orten in der Universitätsstadt.

freifunk greifswald

Heute gibt bereits etwa 70 Knotenpunkte, über die man sich kostenlos über das Drahtlosnetzwerk mit dem Internet verbinden kann. „Täglich wählen sich etwa 700 NutzerInnen in das WLAN „greifswald.freifunk.net“ ein. Damit das Greifswalder Freifunknetz weiter wächst, soll ein Verein als Fundament dienen. Wir erhoffen uns so eine solidere Position bei der Vertretung unserer Interessen und möchten insbesondere als lokale Initiative einer weltweiten Bewegung wahrgenommen werden“, erklärt Lorenz Wenner, Begründer der Initiative. Die Gründungsveranstaltung des Vereins findet am Dienstagabendim „Sofa“ statt.

Mehr über die Idee des Freifunks und den Arbeitsstand der Greifswalder Netzwerker ist in diesem ausführlichen Interview zu erfahren.

Fakten: 08.12. | 19 Uhr | Das Sofa (Brüggstr. 29)