Die Antifaschistische Aktion Greifswald hat gehörige Anstrengungen unternommen, eine informative wie ambitionierte Kampagne in der Stadt zu starten. Unter dem Titel „Tu Wat“ locken die VeranstalterInnen mit einer Fülle von Aktionen und Veranstaltungen, Vorträgen und Workshops.
Die Kampagne ist ein thematischer Rundumschlag auf allen linken Aktionsfeldern: Antifaschismus, Antisemitismus, Konsumkritik, Antisexismus, aber auch Streetart und mehr. Hier findet sich die gelungene Broschüre der Kampagne, die begründet und das Themenfeld absteckt.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos und auf die folgenden zwei sei noch explizit hingewiesen: Dienstag um 19:00 findet im Haus für Kultur und Bildung (Stralsunder Str.46) um 19:00 Uhr ein Vortrag mit dem Titel Freiheit stirbt mit Sicherheit – Gegen Überwachungsstaat und Repression statt. Anschliessend wird ein Film gezeigt. Da die lokale CDU-Mannschaft nicht aufhört, den öffentlichen Raum videoüberwacht gestalten zu wollen, genießt das Thema auch lokalpolitisch eine unerfreuliche Aktualität.
Am Mittwoch wird im IKUWO eine Veranstaltung unter dem Titel Old Shit. New Style – Lifestyle, Symbole und Codes der extremen Rechten stattfinden. Ab 20:00 Uhr sind alle Interessierten eingeladen.
Morgen wird um 13 Uhr eine alternative Stadtführung stattfinden. Interessierten werden alternative Kneipen, der Umsonstladen, linke Projekte und Ökoläden gezeigt.
Als Treffpunkt für den Spaziergang ist die Europakreuzung ausgewiesen.
Das AJUCA hat nicht in erster Linie etwas mit Greifswald zu tun, dennoch sei auf diese Veranstaltung hingewiesen. Alternatives Jugendcamp meint eine Woche Diskurs, Workshops, Vernetzung, Kultur, Selbstbestimmtheit und gemeinsames Leben unter einer normativen Regenjacke, die vor Rechtsextremismus, Sexismus und deren kleinen Brüdern und Schwestern schützen soll. Diese Veranstaltung wird vom 05. bis zum 10. August in Lärz stattfinden, jenem Ort, der durch das Fusion Festival berühmt wurde. In der nächsten Zeit sollen detailliertere Informationen zur Anmeldung auf der AJUCA-Seite verfügbar sein.
Es könnten die Korken knallen gelassen werden, wäre der Anlass, der zur Gründung der Bürgerinitiative Stralsunder Straße 10 führte, nicht so dramatisch. Über den Auszug der BewohnerInnen und Initiativen wurde hier schon geschrieben.
Die aktuellen Ereignisse wurden heute auf dem Lokalblog Ryck-Blick gut zusammengefasst. Die Bürgerinitiative hat sich gegründet, am Wochenende gab es die ersten Aktionen. Eine Website wurde eingerichtet, bzw. ist stellenweise noch in der Einrichtung begriffen und es scheint eine Menge Energie mobilisiert zu werden. Hoffen wir, dass der Atem lang genug sein wird. Spekulanten zu Spekulatius!
Heimlich still und leise werden die Pläne für die Zukunft der Straze verändert.
War ursprünglich noch von einem intergenerativen Wohnvorhaben die Rede, scheint sich inzwischen der Abriss des Hauses abzuzeichnen. Besonders ärgerlich ist dabei der Verlust des wunderschönen Saals.
Damit wir nicht das nächste exorbitant teure Stahl-Glas-Beton-Studenten-Silo am Stadteingang ertragen müssen, formiert sich mittlerweile eine Bürgerinitiative gegen den Abriss. Diese trifft sich diesen Donnerstag (29.05.) um 19:30 im Falladahaus (Steinstr. 59). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, hier mitzuwirken.
Am kommenden Dienstag ist es endlich soweit: Das IKUWO öffnet nach der abgeschlossenen Sanierung die Türen zur Wiedereröffnung. Die mit Abstand wichtigste Neuerung hierbei ist das Schallschutzkonzept, das zukünftig einen lebendigen und unterbrechungsresistenten Kulturbetrieb garantieren soll.
Baumaßnahmen sind noch in Gang
Im Haus wird derzeit noch gesägt, gehämmert, geschweisst, geräumt und gesäubert; kurzgesagt arbeiten viele AktivistInnen unter Hochdruck an und in den neuen Räumen. Es wird sich zeigen, inwieweit die Gruppe in der Lage sein wird, der DIN-gerechten Sterilität den gewohnt wie geliebten Charme des Hauses abzutrotzen.
Eindrücke von den Umbauarbeiten sollen niemandem vergönnt bleiben und ich möchte an dieser Stelle nachdrücklich den Besuch der Eröffnungswoche empfehlen, denn das RETURN OF SUPER IKUWO! ist eine ganze Batterie von Paukenschlägen, mit denen man sich in der kulturellen Öffentlichkeit der Stadt zurückmeldet:
// Dienstag, 27.Mai, 20.00 Uhr KARL HLAMKIN& OGNEOPASNO ORKESTR (Moskau/RUS) //
Balkan-Melodien und jüdische Weisen, kubanische Rumba-Rhythmik, ukrainischer Folk, jamaikanischer Ska und vieles andere mehr – verrührt zu einem unwiderstehlichen Partymix po russki.
// Mittwoch, 28. Mai, 20.00 Uhr POLNISCHE UND DEUTSCHE KLASSIK //
Ein klassisches Konzert am Flügel. Der Pianist Karol Masternak versteht es, mit unglaublicher Hingabe, Virtuosität und Musikalität in den Klavier-Werken von Frédéric Chopin zu vereinen. Klavierstücke des großen Romantikers Chopin und des Spätromantikers Johannes Brahms werden den Abend zu einem einzigartigen Klangerlebnis machen.
// Donnerstag, 29. Mai, 21.00 Uhr IMPROVISATIONSTHEATER-BATTLE //
Noch vor Beginn der Fußball-EM kommt Greifswald in den Genuss einer Sportveranstaltung der ganz besonderen Art.
Die Disziplin: Theater. Die Teams: Improsant (StuThe, HGW) gegen die SundGuerilla (StiCer, HST). Public Viewing in der IKuWo-Arena. Spiel um Spiel fordern sich die Kontrahenten in den verschiedensten Disziplinen des Improvisationstheaters heraus. Das Publikum ist hier nicht nur für die nötige Stadionatmosphäre verantwortlich, sondern gestaltet maßgeblich mit, was auf der Bühne passieren soll und welches Team die Punkte bekommt.
// Freitag, 30. Mai, 20.00 Uhr UNGEHALTENE REDEN UNGEHALTENER FRAUEN //
Monologe von Christine Brückner. Katja Klemt, Schauspielerin am Theater Vorpommern, als Gudrun Ensslin und Eva Hitler, geb. Braun. Die Bühne ist ein Kubus – der Assoziationsraum zweier Texte, ablesbar als Gefängnis wie Bunkerraum. Plexiglasscheiben lassen zudem die Wände verspiegelt erscheinen und öffnen den Blick noch weiter. „Die Banalität des Bösen“ bei Eva Hitler sowie das bittere Erkennen Gudrun Ensslins, dass es – wie bei Kafkas Hungerkünstler – „kein Denkmal“ für sie geben wird, erspielt sich Katja Klemt beim Lesen.
// Samstag, 31. Mai, 19.00 Uhr GRISTUF-COUNTDOWN Live-Vertonung von „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ (Walther Ruttmann, 1927) & Party //
Das vom 13. – 22. Juni stattfindende Studentenfestival wird auch dieses Jahr wieder mit Countdownveranstaltungen eingeläutet. Gäste des Abends sind das Leipziger Wanderkino, das sich darauf spezialisiert hat, in der Tradition des ganz frühen Kinos Live-Vertonungen zu Stummfilm-Klassikern zu präsentieren. Mit Walther Ruttmanns „Berlin. Die Sinfonie der Großstadt“ von 1927 haben sie ein besonders faszinierendes Werk ausgewählt – ein panoramaartiges Portrait der pulsierenden Großstadt Ende der 20er, die mit ihren verschiedenen Facetten Rhythmus und Handlung bestimmt, verfolgt über einen ganzen Tag.Danach spielen die IKUWO-Allstars zur ersten großen Party auf mit einer Mischung quer durch die Stile und Grooves.
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