Very Charming: Sons of Anarchy Greifswald

Motorradclubs — eine medial erzählte Subkultur aus Riffrock und Lederwaren, ein nach Öl riechender Männerbund, eine Familie, in der Respekt und Loyalität noch zählen. Strukturen dieser Art, denen der Ruf beweglicher Grenzen zwischen Kriminalität und Ökonomie sowie ein oftmals eher undeutliches Verhältnis zu Gewalt vorauseilt, bieten den Erzählstoff für die seit 2008 produzierte Serie Sons of Anarchy (SoA), ein Drama, das die Geschichte des fiktiven Motorcycle Club Redwood Original aufbereitet — Gangromantik und bagatellisierte Gesetzlosigkeit inklusive. Weiterlesen

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Festgehalten: Das niedlichste Tiervideo des gesamten Internets

Sicher, ohne lustige Tiervideos — insbesondere ohne jene, die junge Katzen in taperndem Aktionismus zeigen — wäre das Internet nicht das, was es heute ist.

Waschbär Tierpark GreifswaldDoch inzwischen lauern Die zehn lustigsten Katzenvideos, Die witzigste Katze der Welt und Freche Katzen klauen dem Hund sein Bett hinter jeder zweiten Ecke des Internets und verleiten dort ahnungslose Nutzer zu Innehaltung und Müßiggang. Aber überlebt sich das nicht irgendwann einmal?

Höchste Zeit also, zumindest für einen kurzen Augenblick das Standardobjekt der Entzückung zu wechseln und von Katze auf Waschbär umzuschalten — #racoontent aus dem Greifswalder Tierpark ist angesagt und außerdem das erste Niedliche-Tiere-Video auf dem Fleischervorstadt-Blog.

(Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2013)

Wer mit diesen possierlichen Tierchen schon warm ist, beginne gleich bei 00:44!

Video (01:56)

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Pop am Wochenende: Versierte Wutschmelze — [broːm] “fuse”

Eine Musikbesprechung von Ferdinand Fantastilius

Das Post-Indierock-Quartett [bro:m] hat fünf Stücke aufgenommen und veröffentlicht diese am 18. Juli auf seiner Vinyl-EP fuse. Die Platte ist ein klassisches DIY-Projekt und vermag mit ihrer Musik, der Klangwucht und den Nichtworten den schon abgeschrieben geglaubten, sogenannten “Indie” wieder zu rehabilitieren. Im Folgenden möchte ich einen ebenso persönlichen wie ausgiebigen Annäherungsversuch wagen.

Bro:m Logo

[bro:m] spielen einen eleganten Mid-Tempo-Post-Rock mit Ausflügen ins Schwelgerische und Ausbrüchen ins Noisehafte. Die Band, deren personelle Connections und Querverästelungen zu verschiedenen, auch in Greifswald wurzelnden, Bands und Projekten wie Diametral, The Splendid Ghetto Pipers, Krach und Naked Neighbours on TV reichen, hat sich als Quartett im Herbst 2012 zusammengefunden und spielt mit Gong, Synthesizern und einem Gerüst aus ebenso dringlichem wie groovigem Bass und mathrock-melancholischer Gitarre einen verwehten Genreclash — treibend und rhythmisch kühn, Haken mit Breaks und Tempowechseln schlagend.

WUTSCHMELZE IM SCHMERZGEBIRGE Weiterlesen

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Pop am Wochenende: Philipp Priebe forscht auf seinem Debütalbum “The Being of the Beautiful” nach dem Wesen des Schönen

Eine Musikbesprechung von Ferdinand Fantastilius

Wer schon länger als einen Bachelor in Greifswald weilt und in den letzten Jahren auf dem discohousigen Ohr nicht komplett taub war, wird seinen Namen sicher irgendwoher kennen. Mit seinen Live-Sets bespielte Philipp Priebe in ausgewählter Seltenheit diverse Orte des örtlichen Techno-Nachtlebens, hier und da erschienen von ihm angefertigte Remixe zu Stücken anderer Leute auf verschiedenen Ton(daten)trägern und als DJ Matula beschallte er vor geraumer Zeit gar die Indie-Diskotheken der Stadt. Jetzt veröffentlicht Priebe sein erstes Deep-House-Album.

Philipp Priebe

TRANSZENDENTALE RINNSALE: MELANCHO-HOUSE IM FLUSS

The Being of the Beautiful erscheint am 12. Mai 2014 beim japanischen Label IL Y A. Im Spätherbst 2013 tourte Philipp Priebe hierzu passend mit seinen neuen Stücken bereits im Labelland, nun erscheint das Langspieldebüt des Wahlgreifswalders endlich in den Plattenläden und auf digitalen Vertriebswegen. Ähnlich wie Christian Löffler auf seinem vor eineinhalb Jahren in Usedomer Abgeschiedenheit aufgenommenen Album A Forest (Rezension) zieht auch Philipp Priebe inspirierende Impulse aus der hiesigen Landschaftslage nah am Wasser. Die elf Stücke des Albums tragen ein Gespür für Weite und den Hang zur Fließwassermetaphorik in sich. Alles plätschert und pritschelt hier organisch um eine eigene Idee von House-Musik — mal wie algiger Süßwasserstrudel, mal smooth wie in bassige Buchten laufende Ozeankämme. Weiterlesen

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