Zwischen Äpfeln, Appetithäppchen und menschlichen Abgründen — Hannes Hametner verabschiedet sich mit Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ vom Theater Vorpommern

Eine Theaterkritik von Florian Leiffheidt

Was kann es Schöneres geben, als Freunde zu einem gemütlichen gemeinsamen Abend einzuladen? Was kann es Schöneres geben, als bei gutem Essen und erlesenem Wein über wichtige wie alltägliche Themen zu diskutieren? Und was kann es Schlimmeres geben, wenn ein so vorhergesehener Abend vollends aus dem Ruder gerät? Diesen Fragen spürt Hannes Hametner in seiner Inszenierung des Schauspiels „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza auf ebenso eindrucksvolle wie leichtfüßig-unterhaltsame Art und Weise nach.

"Drei Mal Leben" am Theater Vorpommern

Aus Kommunikation wird Kampf

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Medienkünstler Maix Mayer über Fiktion und Realität

Der Leipziger Konzept- und Medienkünstler Maix Mayer stellt im Caspar-David-Friedrich-Zentrum seine filmischen und fotografischen Arbeiten vor.

Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald und dem Kulturreferat für Pommern und Ostbrandenburg findet heute ein Vortrag mit dem Leipziger Konzept- und Medienkünstler Maix Mayer statt. Mayer, der gegenwärtig eine Gastprofessur an der Kunstakademie Szczecin inne hat, tritt im Kontext des Greifswalder Kunstprojekts „Eine Reise von Stettin nach Greifswald“ auf und wird im Caspar-David-Friedrich-Zentrum seine fotografischen- und filmischen Arbeiten vorstellen.

Maix Mayer

Filmstill aus „habitat“ (2008) / Maix Mayer (Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin)

„In seinen Arbeiten und Installationen untersucht Maix Mayer unterschiedliche narrative Modelle von Fiktion und Realität. Als immer wieder neu hergestellte Matrize wird dabei das Zusammenspiel von Medien/Kunst und Architektur benutzt. Ausgehend von seiner naturwissenschaftlichen Ausbildung bilden seine Arrangements mediale Versuchsanordnungen zur Wahrnehmung von Zeit und Raum und Geschichte. Unterer besonderer Beobachtung stehen dabei die Transformationen unserer Gesellschaft am Beispiel urbaner Räume und der damit verbundenen Versinnbildlichung von Architektur als soziale Utopie.“

Maix Mayer studierte an der Universität Rostock Marine Ökologie sowie Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Er wird von der Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin vertreten.

Fakten: 18.05. | 17 Uhr | Caspar-David-Friedrich-Zentrum

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Aktionswochen gegen Homo-, Inter- und Transphobie 2017

Weltweit wird heute der Internationale Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie gefeiert. In Greifswald ist dieses Datum zugleich Startschuss für mehrere Aktionswochen und zahlreiche Veranstaltungen zu diesem Thema. 

Mit dem international begangenen Feiertag wird am 17. Mai weltweit gegen Homo-, Inter- und Transphobie demonstriert. Das besondere Datum geht auf den 17. Mai 1990 zurück, an dem die WHO Homosexualität als Krankheit aus ihrem Diagnoseschlüssel strich. Diesen Tag haben sich unterschiedliche Gruppen und Einzelpersonen aus Greifswald zum Anlass genommen, um vom 17. Mai bis zum 14. Juni 2017 vier Aktionswochen auf die Beine zu stellen, mit denen für ein gesellschaftliches Klima eingetreten werden soll, in dem sich Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und Begehren wohl und sicher fühlen können.

Aktionswochen gegen Homophobie

Im Rahmen der Aktionswochen finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Den Auftakt bildet heute eine Kundgebung auf dem Greifswalder Fischmarkt. Wenig später ist im IKUWO die Sex-Aufklärerin und Lachforscherin Dr. Laura Méritt zu erleben. Die sexpositive Feministin hielt bereits 2010 einen sehr anschaulichen und mitreißenden Vortrag in Greifswald und sollte auf keinen Fall verpasst werden. In ihrem Vortrag beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von sexpositivem Feminismus und Sprache. 

Lann Hornscheidt, QueerFilmFest & homosexuelle Männer in der DDR

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Und seid ihr nicht willig, dann brauch ich Gewalt! Wie die CDU Greifswald eine Stadt für ihre politischen Ziele in Geiselhaft nimmt

Ein Gastbeitrag von Erik von Malottki

Prolog

Erik von Malottki, GreifswaldAnlass dieses Gastbeitrages ist die Bürgerschaftssitzung vom vergangenen Montag, die vor allem durch eine weitere Episode des CDU-geführten Kleinkrieges gegen den gewählten Oberbürgermeister Schlagzeilen machte. Der Grund dieses Mal: Ein Missverständnis über die Höhe der von der CDU erwirkten Kürzungen im Personalbereich, die in ihrer vollen Höhe zu Lasten des Bürgerservices gehen würden. Weitgehend unbeachtet von der Berichterstattung versuchte die CDU, eine Blockade des städtischen Haushaltes mit gravierenden Folgen für die dringend benötigten neuen Schulen und für Vereine der Jugend- und Schulsozialarbeit durchzusetzen.

Bisher war diese Art von Politik nur aus den Obstruktionsmaßnahmen von Tea Party Republikanern gegen Präsident Obama im sogenannten „Gouvernment Shutdown“ bekannt. Eine ganze Stadt in Geiselhaft der CDU? Am Ende scheiterte der Versuch, langfristig eine vorläufige Haushaltsführung zu erzwingen. Also alles nur ein Sturm im Wasserglas?

(Foto: webMoritz, Bearbeitung: Fleischervorstadt-Blog)

1. Akt „Die unbotmäßige Bevölkerung“

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Fleischervorstadt-Flohmarkt 2017: Infos und Laufpläne

Am Sonntag findet der 9. Fleischervorstadt-Flohmarkt statt. Alle Infos über die größte Veranstaltung der Fleischervorstadt im Überblick.

Wenn an einem Sonntagnachmittag im Quartier keine Spur von Verschlafenheit zu erkennen ist und auffällig viele Spaziergänger durchs Viertel flanieren, dann ist wohl Fleischervorstadt-Flohmarkt. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Mehr als 150 Stände beteiligen sich in diesem Jahr am größten Freiluft-Flohmarkt Greifswalds und bieten vor ihren Wohnhäusern und in ihren Höfen und Gärten gebrauchte Waren und allerlei Liebhaberstücke feil.

Fleischervorstadt-Flohmarkt 2017

Laufplan (Gestaltung: Stefan Schwandt und Iva Cale | Medien- und Informatikschule Greifswald)

Fleischervorstadt-Flohmarkt 2017 mit vielen Anmeldungen und neuen Hürden

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Verein kauft ehemaliges „Café Pariser“ und will dort Jugendtreff etablieren

Das ehemalige „Café Pariser“ ist seit eineinhalb Jahren geschlossen und steht leer. Nun wird das Haus an einen Verein verkauft, der dort einen Jugendtreff schaffen möchte.

Im Oktober 2015 wurde das „Café Pariser“ in der Kapaunenstraße zum letzten Mal geöffnet. Mit dem sperrigen Jugendwohnzimmer kam eine subkulturelle Institution Greifswalds abhanden, für die es bis heute leider keinen Ersatz gibt. Nach eineinhalb Jahren Leerstand wird das Haus nun an den Greifswalder Verein „Jugend kann Bewegen“ verkauft, der das frühere „Pari“ wieder in einen Ort der Begegnung verwandeln möchte. Der Verein ist ein Netzwerk verschiedener Gruppen aus der hiesigen Kultur-, Jugend- und Bildungsarbeitsszene.

Café Pariser

Fotogen: das Café Pariser in der Kapaunenstraße (Foto: privat)

Rettung des Parisers mit einem bitteren Wehmutstropfen

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