Das ging unter die Haut — Swinx beendet P365

Am 30. Oktober war Schluss. Die dauercollagierende Künstlerin Swinx hat ihr Ziel erreicht, nachdem sie mit einem Selbstportrait ihr Projekt P365 beendete. Das Foto zeigt sie in einem Zustand sichtlicher Ermattung. Die könnte unter anderem daher rühren, dass sie genau ein Jahr vorher mit so etwas wie einem Art-Blog begann, den sie mit der täglichen Veröffentlichung einer künstlerischen Arbeit vorantrieb.

„Am Anfang steht die Idee. Ist sie nicht da, muss man suchen. Und dann kommt der nächste Tag.“

Die dabei entstandenen Werke sind Kleinode des Alltäglichen, in denen sich Humor und Feinsinn die Hand reichen. Den größten Teil der Arbeiten stellen Collagen dar, die der inwischen verstetigten Bildsprache der Künstlerin treu bleiben. Dazu kommen Fotografien mit dem Blick auf’s Große im Kleinen, Musikstücke und kurze Videos. In ihrer Gesamtheit lesen sich viele dieser Kleinode wie ein Katalog an Fragen nach der eigenen Rolle in dieser absurden Welt.

Wenn einen das Vorhaben umtreibt, jeden Tag etwas zu schaffen und diese Ergebnisse zu veröffentlichen, dann stellt sich früher oder später eine Art Publikationsdruck ein, der fortwährend Kreativität und Energie einfordert. Swinx drückt das in einem Text, den sie zum Abschluss des Projekts schrieb, folgendermaßen aus:

Swinx Tatoo

„Zeitweise hatte ich das Gefühl, wieder und wieder auf den Zehnmeterturm zu steigen, obwohl ich mich eigentlich vor dem Sprung fürchtete. Dann stand ich doch dort oben und sprang einfach – den Rausch des Fluges genießend, ohne darüber nachzudenken, ob und wie ich landen würde: elegant ins Wasser eintauchend, um dann loszuschwimmen – oder mit einem Bauchklatscher. Wenn es ein Bauchklatscher wurde, versuchte ich es noch einmal und noch einmal – bis ich endlich wusste, dass ich einen ansehnlichen Sprung hingelegt hatte. Dann kam der nächste Tag.“

Dreihundertfünfundsechzigmal Selbstüberwindung 

Das ging ein Jahr lang in diesem Takt, dann schloss Swinx mit P365 ab — zumindest vorerst. Doch in Vergessenheit geraten wird das Projekt damit sicher nicht. Der Künstlerin bleibt es nun als mahnende Erinnerung an ihrem Ringfinger. Als Souvenir an „Dreihundertfünfundsechzigmal Selbstüberwindung, Suche und Realisierung“.

Alle im Rahmen von P365 entstandenen Arbeiten können auf der Website von Swinx abgerufen werden und liegen dort — nach Monaten sortiert — vor.

(alle Fotos: Swinx, keine CC-Lizenz)

Internetrevolution beim Greifswalder „Dokumentationskollektiv urbaner Kunst“

Da sich heute die zweite Internetrevolution dieser Woche ereignete, eine kleine Randnotiz in Sachen Greifswalder Streetart: Das örtliche Dokumentationskollektiv Daklebtwat, dessen Fundstücke hier seit langem den Fuß der Navigationsleiste am rechten Seitenrand zieren und bereichern, ist ab jetzt auch auf facebook unterwegs und unterhält dort von nun an eine eigene Präsenz.

cdu streetart

 (Abbildung: Arvid & Felix)

Dort geht es etwas interaktiver zu als bei Flickr. Es werden beispielsweise Kochrezepte diskutiert, die seit mehreren Wochen an öffentlichen Plätzen in Greifswald geklebt werden, und das Publikum kann auch selbst mal an der Kaffeemühle stehen und eigene Fotos publizieren. Wer hierorts Streetart fotografiert hat, kann diese dem Dokumentationskollektiv aber auch klassisch per E-Mail schicken. Entsprechende Zusendungen sind an daklebtwas [at] rocketmail.com zu adressieren.

Mehr zu daklebtwat: 

Intern: Datenschutz und Social Media Buttons #2

Nachdem sich bei einer Umfrage im November 2011 eine deutliche Mehrheit der Teilnehmenden für eine datenschutzkonformere Einbindung der Social Media Buttons auf dem Fleischervorstadt-Blog ausgesprochen hatte, wird diesem Ergebnis nach rekordverdächtigen drei Monaten endlich Rechnung getragen.

umfrage social buttons

Jetzt ist der bisherige Facebook-Button verschwunden und die eingeblendeten Schaltflächen funken nicht mehr von alleine nach Burg Zuckerberg, sondern erst, nachdem sie manuell aktiviert wurden. Das kommt nicht nur dem Datenschutz zugute, sondern verkürzt auch die Ladezeiten des Blogs.

Die angebotenen Verbreitungswege der geteilten Beiträge wurden um den Microblogging-Dienst Twitter und das soziale Netzwerk GooglePlus ergänzt.

social buttons

Ursprünglich sollte hierfür das WordPress-Plugin 2-Click Social Media Buttons von H.-Peter Pfeufer zum Einsatz kommen, dessen Funktionsumfang inzwischen sogar um den Micropayment-Dienst Flattr und das Karrierenetzwerk Xing erweitert wurde. Da es allerdings nicht so recht in das schmale Layout dieses Blogs passen wollte, wird die Einbindung der Schaltflächen vorerst mit dem Plugin Social Opt In von Fritz Mielert realisiert.

Entschuldigt bitte die späte Umsetzung und amüsiert euch mit den neuen Buttons!

Wer kann Hinweise zu vermisster Person geben?

Seit der Nacht vom 16. zum 17. Dezember wird der 36-jährige Mathias Hagen aus Kräpelin bei Greifswald vermisst. Angehörige und Bekannte haben vorgestern damit begonnen, mit Aushängen und via Facebook nach dem Vermissten zu suchen, der das letzte Mal am 17.12. gegen 1 Uhr dabei gesehen wurde, wie er in betrunkenem Zustand die Cocktailbar Comix (Steinbeckerstraße) mit unbekanntem Ziel verließ.

Der Gesuchte ist 1,89m groß, von kräftiger Gestalt und hat dunkles kurzgeschnittenes Haar. Er trug einen beigen Anorak (REPLAY) mit Fellkapuze, blaue Jeans, braune Schuhe und ein grün-weiß gestreiftes Hemd. Die Polizei ermittelt nach eigener Aussage in alle Richtungen und geht auch Hinweisen nach, wonach die vermisste Person am Sonntagvormittag in der Innenstadt gesehen worden sei. Nach polizeilichen Erkenntnissen gäbe es keine Anhaltspunkte auf suizidale Absichten.

vermisst in greifswald

Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Vermissten machen können, werden gebeten, sich bei der Familie beziehungsweise bei der Greifswalder Polizei unter der Nummer 03834-5400 zu melden.

Intern: Datenschutz und Social Media Buttons

Facebook und Datenschutz, das ist nach wie vor ein dauerhaft diskutiertes Thema. Zuletzt rückte der Like-Button des größten sozialen Netzwerks ins Zentrum der Auseinandersetzung.

DAMIT SIE NICHT UNGEFRAGT NACH HAUSE TELEFONIEREN…

Die beliebten blaufarbenen Schaltflächen vereinfachen das Streuen von Inhalten in erheblichem Maße; das Weitertragen von Informationen ist mit diesen Knöpfchen binnen zwei Klicks erledigt. Allerdings birgt dieses Werkzeug auch einige Probleme, von denen nicht nur Nutzerinnen betroffen sind, die einen Facebook-Account unterhalten. So werden zum Beispiel beim Betrachten der Website — also auch des Fleischervorstadt-Blogs — nicht nur die jeweiligen Buttons von Facebook geladen, sondern gleichzeitig auch Informationen an das Unternehmen gesendet.

Das Nachrichtenportal heise online hat vor zwei Monaten ein zweistufiges Modell entworfen, das die praktischen Social Buttons  datenschutzkonformer gestaltet und den Lesenden die Möglichkeit einräumt, selbst über die Weitergabe bestimmter Informationen zu entscheiden. Ein kurz darauf entwickeltes Plugin, das sich stetiger Überarbeitetung erfreut, bietet diese Option nicht nur für Facebook an, sondern bedient auch gleichzeitig Googleplus, Twitter und den Micropaymentdienst Flattr, denn all diese Dienste und Plattformen sind grundsätzlich von diesem Problem betroffen.

ENTSCHEIDEN SOLL, WEN ES BETRIFFT

Die Optik dieser neuen Lösung kann leider nicht mit ihrer Funktionalität mithalten und macht erstmal noch einen etwas verschrobenen Eindruck, der im folgenden Screenshot fixiert wurde.

2 click social media buttons

Da die Einbindung dieser Lösung auf dem Fleischervorstadt-Blog nicht gänzlich ohne Aufwand zu bewerkstelligen ist, soll vorab und an dieser Stelle der tatsächliche Bedarf dafür ermittelt werden, um keine Zeit mit einer eventuell ungeliebten Neuerung zu vergeuden.

Deswegen läuft hier bis zum Wochenende eine Abstimmung darüber, ob die Vorteile schnellerer Ladezeiten und gezügelteren Datenappetits die Nachteile der etwas murkligen Optik und der bedauerlichen Tatsache, dass die neuen Buttons noch auf den Einzelartikelansichten und nicht mehr wie bisher auf der Startseite eingebunden sind, überwiegen.

Sollen Social Media Buttons auf dem Fleischervorstadt-Blog zukünftig datenschutzkonform eingebunden werden?

  • Ja (88%, 71 Votes)
  • Nein (12%, 10 Votes)

Total Voters: 81

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Empfohlene Lektüre:

  • Das Like-Problem. Was Facebooks Gefällt-Mir-Buttons verraten (20.04.11, heise.de)
  • 2 Klicks für mehr Datenschutz (01.09.11, c’t)

Absahnen #15: Kostenlosen Thermobecher abgreifen

Die beiden Fachbuchverläge Beck und Vahlen führen derzeit eine Geschenk-Aktion durch, in deren Verlauf sie Thermobecher verschenken. Um eines dieser Hellwach genannten Trinkgefäße zu ergattern, muss man nicht viel mehr tun, als den Coupon auszudrucken und ihn in einer Buchhandlung einlösen.

coupon hellwach

Die Aktion findet bundesweit statt, in Greifswald kooperieren die Verlage mit den beiden Buchhandlungen Weiland (Am Markt 20) und Rats- und Universitätsbuchhandlung (Lange Str. 77). Auf dem Sparblog und der Facebook-Seite Jurastudent/in Hellwach findet sich außerdem eine Liste mit beteiligten Buchhandlungen in anderen Städten.

Eigentlich sollte man erst Fan dieser Seite werden, ehe man zum Coupon gelangt, der Gutschein ist allerdings auch hier als pdf-Dokument abruf- und ausdruckbar.