Kurze Wege, lange N├Ąchte ÔÇô das Greifswalder Wochenende im ├ťberblick #36

Der Sommer geht allm├Ąhlich zur Neige und wird an diesem Wochenende mit zwei famili├Ąren Open-Air-Veranstaltungen verabschiedet. Wer stattdessen lieber ins Theater will, hat die Qual der Wahl zwischen Theater Vorpommern und dem Caf├ę Koeppen.

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Spendenaufrufe in Greifswald: Performance-Kunst mit den „Weird Girls“ und alte Bekannte im Koeppenhaus

Derzeit bem├╝hen sich zwei Greifswalder Initiativen um Spenden f├╝r die Verwirklichung kultureller Projektideen. Aus dem Umfeld des Nordischen Klangs erwuchs vor einigen Wochen ein Aufruf beim Crowdfunding-Portal Startnext, um Mittel f├╝r die Produktion einer Episode des Weird Girl Project in der Hansestadt zu akquirieren. In einem anderen, gestern gestarteten Spendenersuch geht es um die Finanzierung eines Theaterst├╝cks von Sarah Kane im Koeppenhaus.

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Intendantenwechsel: Ein Ensemble verabschiedet sich

Vor gut einer Woche verabschiedeten sich die nichtverl├Ąngerten Mitglieder des Ensembles nach der letzten Vorstellung der Koschel-Inszenierung Das Fest von ihrer Spielst├Ątte und vom Greifswalder Publikum. Mit dem Arbeitsbeginn des neuen Intendanten Dirk L├Âschner endet ihr Engagement am Theater Vorpommern.

TOSENDER BEIFALL ZUR LETZEN EHRE

theater vorpommern greifswaldDer Regionalsender Greifswald TV zeichnet in einem ungewohnt umfangreichen Portrait ihr Wirken nach. Darin sind auch die emotionalen Abschiedsszenen festgehalten, in denen nach der letzten Auff├╝hrung ein sichtlich ergriffenes Publikum „ihr“ scheidendes Ensemble — unter anderem┬á Eva-Maria Blumenrath, Marta Dittrich, Anke Neubauer sowie Grian Duesberg — feierte.

Diese Aufnahmen wurden mit Archivmaterial erg├Ąnzt und mit aktuelleren Interviews verwoben, in denen die Schauspieler Katja Klemt, Hannes Rittig und Christian Holm sowie die Dramaturgin Catrin Darr und Schauspieldirektor Matthias Nagatis auf ihre Arbeit in Greifswald zur├╝ckblicken, eine Prognose zur Zukunft des Schauspielhauses jedoch vermeiden und ├╝ber die eigene wenig zu sagen verm├Âgen. Willkommen in der Prekarit├Ąt!

Bessere Nachrichten als das Besch├Ąftigungsende dieser Menschen gibt es indes f├╝r die Freundinnen des TresenLesens: Die seit 2004 im Caf├ę Koeppen beheimatete Lesereihe bleibt erhalten und wird unter anderem Namen weitergef├╝hrt. Katja Klemt, Hannes Rittig, Christian Holm, Eva-Maria Blumenrath, Marta Dittrich, Anke Neubauer und Grian Duesberg bleiben dann also vorerst doch noch zu erleben sein.
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L├ľSCHNER WIRD BRELIEREN

Unterdessen pr├Ąsentierte das Theater Vorpommern das vom Illustratoren Michael Hahn neuentwickelte Design. Er wird ab der kommenden Spielzeit alle grafischen Arbeiten des Theaters verantworten.

Passend zur thematischen Leitlinie dieser Spielzeit, kein risiko, soll das neue Logo f├╝r einen „ebenso anspruchsvollen wie risikobereiten Umgang mit dem schwer zu b├Ąndigenden Element Feuer“ stehen. So richtig mag der Funke allerdings nicht ├╝berspringen.

kein risiko theater

Das Programm f├╝r die kommende Spielzeit steht bereits fest. Die beiden L├Âschners bringen mehrere St├╝cke aus Stendal mit — hervorhebenswert dabei der Auftritt des Intendanten selbst, der sich in seiner Rolle als┬áJaques Brel-Chanteur bereits in Stendal bew├Ąhrte. Und wer unmittelbar nach der TanZZeiT 2013 mit Bandscheibenvorfall, einem „Abend f├╝r Leute mit Haltungssch├Ąden“, aufwartet, beweist wenigstens Humor.

(Abbildungen: Michael Hahn, Theater Vorpommern)

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