Im Gespräch mit den Gender Bender Action Days

Am 17. Mai beginnt mit den Gender Bender Action Days (G*B*A*D) ein viertägiger Veranstaltungsmarathon mit Vorträgen, Workshops, Parties und Konzerten, der dieses Jahr in nunmehr zweiter Auflage stattfinden wird. Neun Tage sind es noch bis zur Auftakt-Party — Zeit genug, um mit den beiden Mitorganisatorinnen Piet und Charly über verbogene Rollen, Polyamorie und Selbstverteidigung zu sprechen.

gender bender

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Rechtsstreit: Frauenfeind Mario Barth rückt der Linksjugend M-V zu Leibe

War das wirklich ernst gemeint? Der Rechtsanwalt Christian Schertz schickte der Linksjugend [’solid] Mecklenburg-Vorpommern unlängst eine Unterlassungserklärung, die darauf abzielte, dass der linke Jugendverband nie wieder den Steinzeithumoristen Mario Barth abbilden dürfe und die veröffentlichten Druckvorlagen umgehend von der Internetseite des Verbands zu entfernen habe.

Zur Vorgeschichte: Die Linksjugend veröffentlichte unlängst Materialien mit dem Konterfei des durch seinen frauenfeindlichen Humor berühmt gewordenen Komödianten, die von der Feststellung „sexistische Rollenklischees haben so einen Barth“ flankiert wurden.

„GEH DOCH SELBER SCHUHE KAUFEN!“

Der Verband unterschrieb die Unterlassungserklärung nicht, bemühte stattdessen selbst einen Anwalt und hob die Druckvorlage nach kurzweiliger Löschung wieder zurück auf die Homepage. In einer Pressemitteilung erklärte [’solid]:

Im Kampf um Gleichberechtigung stellen Verunglimpfungen, und seien sie noch so unernst gemeint, immer einen Teil der Unterdrückung dar. Solche Äußerungen stellen im politischen Ringen der vielen Frauenrechtsorganisationen, Gleichstellungsbeauftragten, und auch politischen Organisationen, wie der unseren, eine Positionierung dar.

Mario Barth reduziert ein ganzes Geschlecht, die Hälfte der menschlichen Weltbevölkerung auf Schuhe, Einkauf und sonstige, als „frauentypisch“ angesehene Eigenschaften. Diese sind meist negativ behaftet und sprechen Frauen Kompetenzen ab. Sie stellen den Mann über die Frau und zementieren die derzeit herrschenden gesellschaftlichen Mechanismen.

(Bild: Druckvorlage Linksjugend M-V)

Der Verband teilt in seiner Pressemitteilung außerdem mit, dass er auch weiterhin gegen die Verbreitung sexistischer Rollenklischees vorgehen werde. In Kürze soll ein thematischer Flyer veröffentlicht werden, der sich inhaltlich mit den durch Mario Barth bedienten Rollenklischees auseinandersetzen wird. Darüber hinaus wird eine Veranstaltungsreihe angekündigt, in der sexistische Unterdrückungsmechanismen in den Medien in den Fokus gerückt werden sollen.

Podiumsdiskussion: If I can’t dance

Kein Einlass für Idioten im Thor-Steinar-Kostüm, keinen Raum für Sexismen, keine Lust auf Macker und ihren Unfug! Aber wo beginnt der eigene Anspruch, wenn es um Partys geht? Und wo hört er auf? Dazu findet heute Abend im IKUWO eine Podiumsdiskussion statt, zu der nicht nur Akteure aus Leipzig, Berlin und Rostock kommen werden, sondern auch Vertreterinnen der Greifswalder Sektion der Hedonistischen Internationalen und des IKUWOs miteinander diskutieren.

Über das was eine „gute“ Party ist und ausmacht gibt es wahrscheinlich so viele Meinungen wie Besucher_innen. Veranstalter_innen und Clubs haben eigene Ansprüche an Partys, die sie besuchen und noch mehr an diese, die sie selbst organisieren. Im Spannungsfeld von gewünschter Atmosphäre und Rentabilität entscheidet letzten Endes häufig das Publikum in seiner Anzahl und mit seinem Verhalten über das Klima der Veranstaltung.

Wir wollen auf unseren Partys, Konzerten und Events eine Umgebung schaffen, wo jeder Gast sich wohl fühlt und Spaß haben kann und niemand belästigt oder genervt wird. Viele von uns versuchen darüber hinaus politische Inhalte zu vermitteln, Party und Politik also miteinander zu verbinden.

flyer if i cant dance
Aber ist es überhaupt machbar, eine Party zu veranstalten, wo alle Menschen vergnügt sind? Eines ist klar alle Menschen will kaum eine_r bedienen. Teilweise sind Rassismus, Sexismus und Homophobie diskutierte Ausschlusskriterien. Handfest wird es allerdings oft nur dort wo äußere Merkmale auf Einstellungen schließen lassen, z.B. bei Thor Steinar-Träger_innen. Denn wer darf beurteilen welches Verhalten sexistisch oder rassistisch ist und wer entscheidet über die Konsequenzen? Hier fängt das Problem an. Wie weise ich Gäste auf gesetzte Ansprüche hin und wie ermächtige ich sie zur Handlungsfähigkeit?

Reicht hierfür ein Hinweis auf Flyern oder benötigen wir doch ein Handbuch mit Verhaltensregeln? Können sich Gäste wohlfühlen, denen ständig die Hausordnung vor die Nase gehalten wird. Allerdings können wir anscheinend nicht voraussetzen, dass jede_r eine Party als Wohlfühlraum versteht, der frei von diskriminierenden Verhalten ist. Können wir allen Gästen zutrauen trotz Alkohol und anderen Substanzen bis morgens um 6 Uhr die persönlichen Grenzen anderer zu erkennen und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren? Wie gehen wir mit Menschen um, die diese Wertvorstellung nicht teilen oder (un-)bewusst damit brechen?

Zusätzlich wollen wir uns dem Diskussionspunkt Emanzipation und (verdeckte) Sexismen stellen. Und dabei den Blick richten auf: Technik, die doch wieder nur von Männern betreut wird, Ausschank und Deko, welche vornehmlich von Frauen übernommen wird und Security, die von großen böse drein-blickenden Muskelmänner geleistet wird. Können diese Aufgaben auch ohne die Reproduktion von stereotypen Geschlechterbildern verteilt und erfüllt werden?

Die Veranstaltung ist dreigeteilt: zu Beginn werden die Projekte vorgestellt, deren Vertreterinnen auf dem Podium sitzen, anschließend werden die skizzierten Fragen diskutiert. Nach getaner Reflektion darf dann noch ausgelassen gefeiert werden.

Das Podium wird von folgenden Gruppen besetzt: Spartacus (Club, Potsdam), Do it herself (Partyorga- und Technik-Crew, Leipzig), Drek Kids from the Block (Konzertgruppe, Rostock), Ask gerd_a, (Awareness-Gruppe, Berlin), (Ex-)Homoelektrik (Partyorga, Leipzig), Hedonist_innen (Partyorga, Greifswald), Security (Rostock), Ikuwo (Aussschank, Greifwald), Drugscouts (Drogenumgang, Leipzig).

Der Abend wird vom antisexistischen Bündnis Rostock in Kooperation mit dem IKUWO veranstaltet. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Fakten: 15.10. | 19 Uhr | IKUWO

Gender Bender Action Days: Frauenzimmer, Schweißworkshops und queerer Politrap

In wenigen Tagen beginnen in Greifswald die Gender Bender Action Days. Hinter diesem markigen Label verbirgt sich eine ganze Reihung von Veranstaltungen, die auf unterschiedlichen Ebenen in den Kontext Antisexismus-Queerness-(Post)Feminismus einordnen lassen.

Das Programm ist eine unglaublich gelungene Komposition aus verschiedenen Workshops, Vorträgen, Filmvorführungen, Parties und Konzerten, die dazu einlädt, das verlängerte Wochenende sinnvoll und horizonterweiternd zu nutzen. Im Folgenden soll der Fahrplan grob skizziert werden, um auf die wichtigsten Veranstaltungen hinzuweisen.

gender bender action days

HIPHOP, HERRSCHAFT, HERRENTAG

Das Kapitel Sexismus und HipHop sollte eigentlich abgearbeitet sein, erfreut sich aber dennoch kontinuierlicher Reanimation – so deprimierend die Ursache dafür auch sein mag. Die Gender Bender Action Days machen mit genau diesem Thema auf und haben mit Sookee auch eine der prominentesten Handlungsreisenden in dieser Sache verpflichten können.

Gemeinsam mit Refpolk vom Berliner HipHop-Quartett Schlagzeiln wird die Rapperin einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und problematischen Aspekte ihrer Subkultur geben und über Männlichkeitsentwürfe und (Hetero-) Sexismus im deutschsprachigen Rap referieren.

Aufbauend auf Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung wird der Zusammenhang von Männlichkeitsentwürfen und (hetero-)sexistischen Images und Performances im deutschsprachigen Rap thematisiert. Hierbei geht der Input vor allem auf sprachliche Mechanismen ein, diskutiert die Verquickung von Gewalt und Sexualisierung und setzt sich mit dem Aspekt der Mehrdeutigkeit auseinander.

sookee greifswaldAnschließend geht es mit einer Start-Up-Party weiter – einem Gegenentwurf zu den alkoholgetriebenen Männlichkeitsexzessen, die sich am Tag der Veranstaltung beobachten lassen werden, denn Donnerstag ist Herrentag!

Vom Podium geht es gewissermaßen wieder auf die Bühne zurück, wo Sookee nach dem Vortrag gemeinsam mit Refpolk auftreten wird und der theoretischen Vorarbeit in Sachen Gender Studies die gelebte Praxis als Politrapperin folgen lässt. Danach geht es mit TAPETE und Crying Wölf genregrenzüberschreitend weiter.

Fakten:
2.6. | 18 Uhr | IKUWO | Eintritt frei (Vortrag)
2.6. | 21 Uhr | IKUWO | 5 EUR + Spende (Party)

SCHELLACK-, STREETART-, SCHWEISSWORKSHOP

Während der vier Aktionstage werden insgesamt fünf Workshops angeboten. Diese richten sich an unterschiedliche  Zielgruppen.  So werden mit Nähen für Jungs bewusst männlich-sozialisierte Zeitgenossen angesprochen, während sowohl der DJane- als auch der Selbstbehauptungsworkshop Frauen, Lesben und Trans-Menschen vorbehalten ist. Die anderen drei Workshops TheorieStreetart und Schweißen sind für alle offen. Den Schallplattenjongleusen der Zukunft wird übrigens DJane HaNNaH zeigen, was sich mit Turntables, Equalizern und ein paar Platten anstellen lässt. Sie ist eine der wenigen sichtbaren DJanes, die in Greifswald leben – minoritärer geht es kaum.

Hier schon mal ein kompakter Programmüberblick, bevor es mit den anderen Veranstaltungen weitergeht:

programm gender bender action daysBIO, BUTLER & BEAUVOIR

Heinz-Jürgen Voß (Dr. phil., Dipl.-Biol.) kehrt mit seinem neuem Buch Geschlecht: Wider die Natürlichkeit nach Greifswald zurück, wo er bereits im vergangenen Jahr einen Vortrag am IZFG hielt und auch bei der interdisziplinären Ringvorlesung Superwoman? Superman? – Visionen vom optimierten Leben referierte.

wider das geschlecht vossVoß, dessen Forschung sich zwischen Biologie und Queer Studies verorten lässt, promovierte an der Universität Bremen mit einem summa cum laude. Seine Dissertation wurde unter dem Titel Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive veröffentlicht.

Zum aktuellen Buch erschien auf dem Blog der Ladyfestgruppe eine Rezension, die in den Voßschen Ideenhorizont einführt.

Fakten: 3.6. | 20.30 Uhr | IKUWO

DOKU, DISKO & DISKURS

Die Abschlussparty findet dann schließlich am Sonnabend mit dem Genderbender-Glitzergeballer statt. Hier diktieren S.U.P.A. und Frau_bruch das Tanzprogramm und vielleicht ja auch noch die eine oder andere neuentdeckte DJane von morgen. Zur 90ies-Chart-Art-Partey darf geglänzt werden – takelt auf, Folks!

Fakten: 4.6. | 22 Uhr | IKUWO | 3 EUR + Spende

Am nächsten Tag erfolgt die Erdung im brunchenden Kollektiv, ehe die Gender Bender Action Days mit der Vorführung des Dokumentarfilms Frauenzimmer ihr verdientes Ende finden werden.

cover frauenzimmer„Der Film von Saara Aila Waasner dokumentiert auf charmante Weise den selbstgewählten Lebensentwurf dreier Damen, die sich erst im Alter für die Tätigkeit im ältesten Gewerbe der Welt entschieden. Der 2010 auf der Berlinale vorgestellte Dokumentarfilm legt dabei keinen Wert auf voyeuristische Bedürfnisbefriedigung, sondern thematisiert neben sexueller Selbstbestimmung und Emanzipation auch ganz grundlegende Themen, den Alltag und das Älter-Werden.

Der Filmvorführung wird sich ein Gespräch mit einer der Protagonistinnen anschließen. Ein Trailer von Frauenzimmer ist hier ansehbar.

Fakten: 5.6. | 20.30 Uhr | IKUWO | Spende

Die Gender Bender Action Days bieten ein wohlausgewähltes Programm an, das offensichtlich mit viel Liebe konzipiert wurde und Bewegung dorthin bringt, wo die inzwischen eingedöste Ladyfest-Gruppe stehengeblieben ist. Es ist unbedingt anzuraten, sich einen Moment Zeit zu nehmen und auf dem Gender-Bender-Blog die Beschreibungen der Einzelveranstaltungen zu studieren, um nichts zu verpassen.

Bend your gender – be a genderbender!

Studientag zum Thema Antidiskriminierung

Am Wochenende veranstaltet der Arbeitskreis Kritischer Jurist_innen (AKJ) in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien (IZfG) und mit Unterstützung des Fachschaftsrats Jura sowie des Rektorats einen Mobilen Studiengang zur feministischen Rechtswissenschaft mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierung.  diskriminierung disability

Der Studientag beginnt morgens um 9.30 Uhr und dauert inklusive Mittagspause bis 18 Uhr an. Im Laufe des Tages werden nacheinander drei verschiedene Workshops ablaufen, die von Doris Liebscher (Antidiskriminierungsbüro Sachsen) und Lena Foljanty (Referendarin am Landgericht Frankfurt-am-Main) geleitet werden. Zu Beginn wird ein Privilegientest durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine Methode, die an dieser Stelle wärmstens empfohlen sei und die Denkanstöße austeilt.

(Bild: Antidiskriminierungsbüro Sachsen)

DISKRIMINIERUNG AUS RECHTLICHER SICHT

Die drei großen Themenkomplexe, denen sich die einzelnen Workshops annähern sollen, werden mit den folgenden Fragen angerissen:

  • Was ist Diskriminierung? Was ist Rassismus? Zur ambivalenten Rolle des Rechts.
  • Die Frau mit dem Kopftuch. Eine amerikanische Debatte.
  • Mit Recht gegen rassistische Diskriminierung?

Der Mobile Studiengang zur Feministischen Rechtswissenschaft setzt keine spezifischen Kenntnisse voraus und richtet sich vor allem an die Greifswalder Studierendenschaft, für die die Teilnahme glücklicherweise kostenlos ist. Um an einem der Workshops teilzunehmen, wird um eine formlose Anmeldung via E-Mail (akj-greifswald [at] systemausfall.org) gebeten. Der Faltflyer steht außerdem als pdf-Dokument bereit.

Herzlichen Glückwunsch – 100 Jahre Frauentag

Genossinnen! Arbeitende Frauen und Mädchen! Der 19. März ist euer Tag. Er gilt eurem Recht!

(Clara Zetkin, 1911))

Der auf den Vorschlag der deutschen Sozialistin Clara Zetkin hin eingeführte Internationale Frauentag jährt sich am heutigen Tag zum einhundersten Mal, ignoriert man die terminlichen Verschiebungen in der ersten Dekade dieses Feiertags. Damals genoss der Kampf für das aktive und passive Wahlrecht von Frauen oberste Prioriät.

VOM WAHLRECHT ZUM PAY GAP: VERÄNDERTE PROBLEMLAGEN

100 jahre frauentag
(Bild: europarl.at)

Heute, einhundert Jahre später, geht es in Deutschland nicht mehr darum, dieses Recht zu erstreiten. Die Forderungen sind andere geworden, greifen tiefgehender ins ökonomische System ein – die Quotendiskussionen der vergangenen Wochen sprechen Bände.

Denn der vor allem in den neuen Bundesländern populäre Gedenktag, der in den alten hingegen tendenziell ungefeiert bleibt, bringt neue Forderungen und Begrifflichkeiten aufs Tableau, wie zum Beispiel den gender pay gap, mit dem die geschlechtsspezifische, ungleiche Entlohnung gleicher Arbeit verschlagwortet wird.

INTERNATIONALER FEIERTAG FÜR WELTWEITEN KAMPF GEGEN UNTERDRÜCKUNG UND UNGLEICHHEIT

Der Weltfrauentag ist ein internationaler Termin und weltweit gehen Frauen an diesem Tag auf die Straße, um für ihre Rechte und gegen Unterdrückung zu demonstrieren. Wichtige Themen der vergangenen Jahre waren dabei unter anderem geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung und Ausbeutung, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderheirat,  Strafverfolgung nichtheterosexueller Lebensweisen, fehlende Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen und mangelnde Chancengleichheit sowie natürlich häusliche und sexualisierte Gewalt gegen Frauen.

Der 8. März ist mittlerweile in Angola, Armenien, Aserbaidschan, Burkina Faso, Eritrea, Georgien, Guinea-Bissau, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Laos, Madagaskar, Moldawien, in der Mongolei, in Nepal, Russland, Sambia, Serbien, Tadschikistan, Turkmenistan, Uganda, in der Ukraine, in Usbekistan, Vietnam, Weißrussland und Zypern ein gesetzlicher Feiertag. In China haben Frauen am heutigen Nachmittag arbeitsfrei (wikipedia).

GRÜNE JUNGEND GREIFSWALD FORDERT QUOTE

Die Grüne Jugend Greifswald teilt via Pressemitteilung von einer Aktion mit, die heute vor dem Pommerschen Landesmuseum stattfinden und auf den geringen Frauenanteil in Führungspositionen aufmerksam machen soll:

„Nach wie vor sind die Vorstandsposten der größten 200 Unternehmen Deutschlands nahezu ausschließlich mit Männern besetzt. Frauen nahmen 2010 nur 3,2 Prozent der Vorstandssitze ein. Diesen geringen Anteilswert unterschreiten die größten 100 Unternehmen und die DAX30-Unternehmen mit 2,2 Prozent sogar noch. Dies, obwohl sich die Unternehmen bereits 2001 auf freiwilliger Basis zu einer Stärkung des Anteils von Frauen in Führungspositionen verpflichtet haben. (Quelle: DIW)

Ähnlich sieht es in der Wissenschaft aus. Obwohl der Frauenanteil bei Studierenden und Promovierenden seit Jahren über 50% liegt, ist auch in Greifswald nur ein verschwindend geringer Teil der Professorenstellen von Frauen besetzt.“

Fakten: 8.3. | 17 Uhr | Platz vor dem Pommerschen Landesmuseum

BUTTER BEI DIE FISCHE!

Vor einem Jahr forderte die aus den alten Bundesländern stammende Vorzeigefeministin Alice Schwarzer, die seit geraumer Zeit auch für die BILD kolumniert, in einem Gastartikel für die Frankfurter Rundschau: „Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März! Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer“ (Frankfurter Rundschau, 8.3.2010).

Nicht alles, was ihrer Feder entspringt, muss bedingungslos abgenickt werden. In diesem Sinn ist der Frauenbewegung für heute alles erdenklich Gute zu wünschen. Für morgen bedeutet das allerdings in Anknüpfung an Schwarzer auch wieder Butter bei die Fische!

Einen lesenswerten historischen Überblick gibt es bei der Mädchenmannschaft.