Anzeige
immowelt - Immobilienportal

Salmonellenalarm in Greifswald: Jetzt geht es um die Wurst

January 25th, 2012

Greifswald hat nun auch eine Art Lebensmittelskandal: darin geht es um die Knoblauchmettwurst, die vom hiesigen Fleischereibetrieb Greifen-Fleisch produziert wird. Am Montag wurden in diesem Produkt Salmonellen festgestellt, eine Rückrufaktion wurde inzwischen begonnen.

45 WÜRSTE SIND NOCH IM UMLAUF 

Insgesamt 700 Kilogramm verdächtige Wurstwaren sollen laut Ostsee-Zeitung zurückgeordert worden sein. Die belastete Knoblauchmettwurst stand bei Real, Marktkauf und dem schwarz-gelben Netto zum Verkauf. Von den Salmonellen sind nach Auskunft des Unternehmens die 250-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 22. und 26. Februar, sowie die 125-Gramm-Packungen mit dem MHD 20. und 21. Februar 2012 betroffen. Trotz des Rückrufs fehlen laut Ostsee-Zeitung noch immer 45 Würste, die bereits verkauft wurden.

knoblauchwurst greifenfleisch(Foto: Greifen-Fleisch)

Bislang konnte die genaue Art der Salmonellen noch nicht bestimmt werden. “Die Untersuchungsergebnisse aus dem Labor werden in einer knappen Woche erwartet”, erklärte Walter Kienast, Geschäftsführer von Greifen-Fleisch.

INFEKTION MUSS BEHANDELT WERDEN 

Aus gesundheitlichen Gründen wird dringend vom Verzehr der mit Salmonellen befallenen Lebensmittel gewarnt. Eine Salmonellen-Infektion (Salmonellose)  fühlt sich für Erkrankte ähnlich wie eine schwere Magen-Darm-Grippe an, die von Übelkeit mit Erbrechen, Durchfällen und Fieber begleitet wird. Sie muss behandelt und vom Arzt auch beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.

greifen-fleisch(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Die Firma Greifen-Fleisch wurde 2011 vom Testzentrum Lebensmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit dem Preis der Besten in Gold ausgezeichnet. Dieses Qualitätszertifikat steht für eine langjährige, hohe und nachhaltige Qualitätsproduktion. In den Jahren 2009 und 2010 empfing das Unternehmen insgesamt mehr als 110.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Verwandte Beiträge:

  1. Jetzt beim Uni-Laden bewerben!
  2. Bioläden und Gemüseabo in Greifswald *update*
  3. Absahnen #2: Fanartikel aus Greifswald
  4. Biernotruf Greifswald
  5. Fanartikel aus Greifswald #2
  6. Made in Greifswald: Der Bite Away
  7. Filialschließungen — Schlecker-Krise erreicht Greifswald

Hansestadt Greifswald weiter auf Wachstumskurs

January 23rd, 2012

Die Statistikstelle der Hansestadt Greifswald hat vor wenigen Tagen die aktuellen Bevölkerungsdaten für das zurückliegende Jahr 2011 veröffentlicht. Sie belegen das ungebrochene Wachstum der Stadt um 379 Personen auf nunmehr exakt 60.822 Einwohner, die zum 31. Dezember 2011 hier gemeldet waren. Davon unterhalten 6240 Personen ihren Nebenwohnsitz in Greifswald.

Dieser Anstieg ist allerdings nicht darauf zurückzuführen, dass in Greifswald jährlich mehr Menschen geboren werden als sterben — im Gegenteil. Abgesehen von den Jahren 2001 und 2007 ist für Greifswald seit Jahren ein sogenannter Gestorbenüberschuss feststellbar, die Hansestadt liegt damit im landesweiten Trend.

GREIFSWALDER KOMMUNALPOLITIK WIRD DEM ALTER IHRER BEVÖLKERUNG NICHT GERECHT

Dass trotz dieses negativen Wachstums die Zahl der Einwohnerinnen steigen konnte, liegt an den Wanderungsgewinnen. So zogen 2011 insgesamt 379 Personen mehr nach Greifswald, als die Stadt verließen. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Studierenden um 196 Immatrikulierte auf insgesamt 12.452 Studierende. In den vergangenen 17 Jahren ist damit ihr Anteil an der gemeldeten Greifswalder Bevölkerung von 7,7% (1995) auf 20,47% (2011) gestiegen und hat sich somit beinahe verdreifacht.

bevoelkerungsentwicklung greifswald

Der dauerhaften Frischzellenkur durch die Universität und dem sich daraus ergebenden demographischen Standortvorteil Greifswalds steht bis heute leider keine Kommunalpolitik gegenüber, die diesen Jungbrunnen für sich zu erschließen weiß. Maßnahmen und Entscheidungen der Stadtverwaltung werden dem jungen Durchschnittsalter der Stadt nicht gerecht. Diese Malaise betrifft  fast alle Verwaltungsbereiche vom Wohnen über Kultur bis zum Verkehr.

ANKLAM: TREND ZUR SELBSTAUFLÖSUNG VORLÄUFIG GESTOPPT

Ein Blick ins vorpommersche Umland verdeutlicht einmal mehr die Schrumpfung auf Raten, von der die meisten Städte und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns betroffen sind. Während die Bevölkerung in Greifswald seit 2005 wieder wächst, verlieren benachbarte Städte wie Stralsund, Wolgast oder Demmin seit der Wende kontinuierlich Einwohner.

bevölkerungsentwicklung ostvorpommern

Überraschenderweise verzeichnete die Peenestadt Anklam, die zwischen 1990 und 2009 mehr als ein Drittel ihrer Einwohnerinnen einbüßte, im Jahr 2010 erstmals wieder ein  Bevölkerungswachstum und setzte damit dem Trend zur Selbstauflösung ein vorläufiges Ende. Diese Entwicklung ist umso bemerkenswerter, weil das relative Wachstum Anklams zwischen 2009 und 2010 etwa dreimal so hoch war wie in Greifswald — ganz ohne Universität.

*Update* 25.01.

Das angenommene Bevölkerungswachstum relativiert sich durch die Tatsache, dass inzwischen der Ort Pelsin eingemeindet wurde und seine Einwohner nun Anklam zugerechnet werden. Im Kommentarbereich ist eine Schätzung zu finden, nach der Anklam im vergangen Jahr ungefähr 90 Einwohner verloren hätte.

_________________

Die aktuellen Bevölkerungszahlen des Statistischen Landesamtes werden leider erst später veröffentlicht, so dass bisher nur bis 2010 vorliegen. Dort werden auch nur die Einwohner erfasst, die mit ihrem Hauptwohnsitz gemeldet sind. Am Beispiel Greifswald wird allerdings deutlich, wie beträchlich der Anteil nebenwohnsitzlich gemeldeter Bürgerinnen sein kann.

Leider gibt es hierzu keine verwandten Beiträge

Fernsehbericht zu den Problemen der Musikfabrik

January 20th, 2012

Der Lokalsender Greifswald TV veröffentlichte heute einen sehenswerten Beitrag über die Musikfabrik und die dort notwendigen Sanierungsarbeiten.

Video (05:56)

Verwandte Beiträge:

  1. GTV-Beitrag über “klein stadt GROSS” ausgekoppelt
  2. Krach bei GTV
  3. Wir wiecheln uns vorwärts!
  4. Kartographie des Wandels
  5. Greifswald TV über die 3. Internationale Tortenakademie
  6. Über die Greifswalder Medienlandschaft und die Parteien im Netz
  7. Frank und frei: Disziplinierungsmaßnahme innerhalb der Greifswalder CDU-Fraktion

Das Unwort des Jahres 2011

January 20th, 2012

Die Gesellschaft für deutsche Sprache macht seit 21 Jahren auf Begriffe der öffentlichen Kommunikation aufmerksam, die gegen das Prinzip der Menschenwürde oder das Prinzip der Demokratie verstoßen, die einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder irreführend sind. Um zu sprachkritischer Reflexion aufzufordern, kürt sie jährlich ein Unwort.

GANZE BEVÖLKERUNGSGRUPPEN WERDEN AUF EIN IMBISSGERICHT REDUZIERT

Zum Unwort des Jahres 2011 wurde der Bgriff “Döner-Morde” gekürt, mit dem Polizei und Medien die von der rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) verübten Morde bezeichneten. In ihrer Begründung erklärte die Jury:

unwort des jahres

Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde: Die Unterstellung, die Motive der Morde seien im kriminellen Milieu von Schutzgeld- und/oder Drogengeschäften zu suchen, wurde mit dieser Bezeichnung gestützt. Damit hat Döner-Mord(e) über Jahre hinweg die Wahrnehmung vieler Menschen und gesellschaftlicher Institutionen in verhängnisvoller Weise beeinflusst.

Im Jahre 2011 ist der rassistische Tenor des Ausdrucks in vollem Umfang deutlich geworden: Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie werden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer selbst in höchstem Maße diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert werden.

Weitere Unworte des Jahres 2011 sind “marktkonforme Demokratie” und “Gutmensch”. “Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationaler Diskussion gehören.”

JURY-MITGLIEDER AUS  GREIFSWALD 

Die Jury der Aktion Unwort des Jahres besteht aus dem  Journalisten Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau) und den vier Sprachwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Nina Janich,  Prof. Dr. Martin Wengeler, Dr. Kersten Sven Roth, Prof. Dr. Jürgen Schiewe — die beiden letztgenannten Mitglieder lehrten beziehungsweise lehren übrigens an der Universität Greifswald. Diesen fünf Juroren steht außerdem eine sechste, jährlich wechselnde Person zur Seite. Dieses Jahr war das Dr. Heiner Geißler.

Das Unwort des Jahres 2010 lautete “alternativlos”. Für das begonnene Jahr können bis zum 31.12.2012 jederzeit Vorschläge eingereicht werden. Die hierfür notwendige E-Mailadresse ist auf der Internetseite der Aktion zu finden.

_________________

Verwandte Beiträge:

  1. Unwort des Jahres in Zukunft mit Greifswalder Prägung
  2. Kurzstipendien zur Teilnahme am Greifswalder Ukrainicum 2011
  3. Insomnale 2011: Soliparty und Anmeldungsbeginn
  4. Analyse zur StuPa-Wahl 2011
  5. Insomnale 2011 kurz vor der Eröffnung – Ein Streifzug in den Ameisenstaat
  6. Greifswalder Studierende votieren – Nichtwahlempfehlungen 2011
  7. Vom StuPa, Thor Steinar und der Revolution im Supermarkt

Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #19

January 19th, 2012

Wie sie die Straßen langgehen / so selbstverständlich und schön / cool in der Gegend rumstehen / wenn man sie sieht, kann man schon neidisch werden / die Jungen so athletisch und männlich / und auch die Mädchen sehen phantastisch aus / manche meinen, sie wären vielleicht etwas dämlich / doch wer so denkt, kennt sich mit Jungsein nicht aus / die Jugend von heute / die Zukunft von morgen / mit ihren Freunden in der Innenstadt / beim Bummeln und Shoppen wie ihre Alten / nur andere Klamotten und mehr Taschengeld.*

kurze wege lange naechte

Die alten Punk-Opis von Rasta Knast beehren das Klex, im IKUWO präsentiert die polnische Big-Band Mitch & Mitch ihren Soundtrack zum urbanen Western, die Kiste lädt zum audiolithen Indie-Fetz und in der Kabutze wird gleich zwei Tage lang gerockt. (Hier weiterlesen…) »

Verwandte Beiträge:

  1. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #10
  2. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #13
  3. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #4
  4. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #2
  5. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick
  6. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #17
  7. Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #16

Vorstellungsvorträge der Bewerberinnen auf neue Juniorprofessur für Politikwissenschaft mit Genderforschung

January 18th, 2012

Nach zähem Ringen soll am Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft (IPK) der Universität Greifswald eine Juniorprofessur für Politikwissenschaft mit Genderforschung  installiert werden.

Die Berufungskommission, zu der neben dem studentischen Senator Erik von Malottki auch die Philosophin Dr. Barbara Muraca und der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Detlef Jahn gehören, lädt zu den Vorstellungsvorträgen der vier Stellenaspirantinnen ein. In den darauf folgenden Diskussionen kann man erfahren, wie eng die Berührungen mit den Gender Studies tatsächlich sind und mit wie viel Geschlechterforschung dort zu rechnen ist.

hauptgebäude universität greifswald(Foto: grenzfrequenz via Flickr)

KOOPERATION MIT DEM IZfG WIRD ERWARTET

Auf die Ansiedlung dieser Juniorprofessur am IPK wird von einigen Kritikern, die sich schon lange mit der Einrichtung einer Gender-Professur in Greifswald beschäftigen, mit der Befürchtung reagiert, dass die eingerichtete Stelle vorwiegend politikwissenschaftlicher Natur sei und mit Geschlechterforschung relativ wenig zu tun habe.

In der Stellenausschreibung wurden nicht nur sehr gute Kenntnisse quantitativer Sozialforschung gefordert, sondern auch die Bereitschaft zur Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterstudien (IZfG).

  • Dr. Dorian Woods (Universität Tübingen)
    Rekalibrierung und der Wandel des Staates – Erklärungsansätze mit Genderperspektive
    19.01. | 08 Uhr
  • Dr. des. Anne Jenichen (Universität Bremen)
    Frauenrechtspolitischer Wandel in internationalisierten Nachkriegskontexten
    19.01. | 09.45 Uhr
  • Dr. Heike Brabandt (Universität Bremen)
    Gender und Internationale Normen: Der Umgang mit geschlechtsspezifisch Verfolgten in Großbritannien und Deutschland
    19.01. | 11.30 Uhr
  • Dr. Eva Maria Hinterhuber (Fernuniversität Hagen)
    Engendering Civil Society. Deliberative Governance, Zivilgesellschaft und Geschlecht
    19.01. | 14.30 Uhr

Die Vorträge sind öffentlich und können von allen Interessierten besucht werden. Sie finden im Konferenzraum im Hauptgebäude der Universität (Domstraße 11, Eingang 2) statt.

Verwandte Beiträge:

  1. Wissenschaftliche Hilfskraft am IZFG gesucht
  2. IZFG-Ringvorlesung: Recht und Geschlecht
  3. Stellenausschreibung: Stipendienprogrammatiker an der Pressestelle gesucht
  4. Uni-Wahlen: Die Auflösung der Altherrendiktatur?
  5. Greifswald goes ZDF
  6. Podiumsdiskussion: Bürgerjournalisten, sterbende Redaktionen und andere Zankäpfel
  7. Jetzt beim Uni-Laden bewerben!

Tödlicher Unfall im Greifswalder Schwimmbad

January 18th, 2012

Gestern Abend um etwa 18.30 Uhr verstarb im Greifswalder Schwimmbad ein 47jähriger Mann aus Lengerich.

Nachdem der leblose Badegast im Sportbecken wahrgenommen wurde, befreite ihn ein ausgebildeter Rettungsschwimmer, der sich ebenfalls als Gast im Freizeitbad aufhielt, aus dem Wasser. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen des führenden Schwimmmeisters und des Rettungssschwimmers blieben leider erfolglos. Auch eine anwesende Ärztin unterstützte die Reanimation, doch der alarmierte Notarzt konnte nach seinem Eintreffen nur noch den Tod des Mannes feststellen.

freizeitbad greifswald(Foto: Stadtwerke Greifswald)

Nach bisherigen Erkenntnissen deuten alle Symptome auf einen Herzinfarkt hin. Die genaue Todesursache wird zur Zeit untersucht.

Die Stadtwerke Greifswald, die das Freizeitbad betreiben, drückten gegenüber den Angehörigen ihr Beileid aus. Unmittelbar nach dem Vorfall wurde der Badebetrieb zwar eingestellt, aber die Schwimmhalle ist seit heute wieder zu den normalen Zeiten geöffnet.

Verwandte Beiträge:

  1. Hochwasser in Greifswald


Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deBloggeramt.de