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Posts Tagged ‘Diagonalquerung’

Stadt investiert fast 150.000 Euro in Rad- und Fußwege

Sunday, August 11th, 2013

Die Stadt nimmt endlich zwei Bauprojekte in Angriff, die das Leben von Fußgängern und Radfahrenden in Greifswald zukünftig angenehmer und sicherer machen sollen. Fast 150.000 Euro werden in die Erneuerung des Radwegs in der Anklamer Straße und in die Verbreiterung der Fußgängerfurten an der Europakreuzung investiert. Das Geld kommt  aus dem städtischen Haushalt. (more…)

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Critical Mass lässt Radlerherzen höher schlagen

Tuesday, May 28th, 2013

Knapp 40 Radfahrer verabredeten sich gestern gegen 18 Uhr zu einer sogenannten Critical Mass, und fuhren gemeinsam als „geschlossener Verband“, weil die Straßenverkehrsordnung mindestens 15 Radelnden in dieser Konstellation das Recht einräumt, zu zweit nebeneinander die Fahrbahn zu benutzen.

Die kritische Masse bewegte sich von der Mensa durch die Innenstadt und bildete auf dem Markt einen kreisförmigen Fahrradkorso. Anschließend fuhr sie durch die Fleischervorstadt bis zur Europakreuzung, folgte der Wolgaster Straße bis zum Karl-Liebknecht-Ring und bewegte sich dann über die Anklamer Straße, die Mehring-Straße und die Osnabrücker Straße zurück in die Innenstadt.

Critical Mass in Greifswald

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Von der Critical Mass waren die meisten Teilnehmerinnen hörbar begeistert und freuten sich über einen huckelfreien Straßenbelag unter ihren Reifen. Auch viele motorisierte Individualverkehrsteilnehmer bekundeten mit zustimmendem Gehupe ihre Sympathie für diese Aktion. Aktivisten der Bürgerinitiative Diagonal ist besser nahmen die Fahrraddemo zum Anlass, mit Flyern über das kontroverse Querungsprojekt der Europakreuzung zu informieren.

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Urbanisierungsoffensive: hansemetro Greifswald will die Stadt verbinden

Tuesday, May 7th, 2013

Es weht ein neuer Wind in der festgefahrenen Verkehrsdebatte der Hansestadt Greifswald. Bislang drehte diese sich vornehmlich um die Rivalität zwischen motorisiertem und nichtmotorisiertem Individualverkehr, um einen Busbahnhof, der nicht nur zu teuer, sondern auch viel zu spät fertiggestellt wurde, oder um einen Brückenpoller, der die Stadtkasse mittlerweile einen sechsstelligen Betrag kostete.

MIT DER U5 NOCH SCHNELL ZUM STRAND

Metro

Je hitziger die Diskussionen, desto abenteuerlicher waren die unterirdischen Lösungsvorschläge: statt einer befahrbaren Brücke in Wieck solle man einen Tunnel unter den Ryck bauen und auch der Streit um die Diagonalquerung wäre zu lösen, wenn die Fahrradfahrer unter der Europakreuzung hindurch fahren könnten. Nun bringt ein neuer Debattenbeitrag einen bereits mehrmals geäußerten Vorschlag zurück aufs Tableau — die Errichtung eines kombinierten S- und U-Bahnnetzes in Greifswald, dessen Fehlen ein “ernsthaftes Hindernis für die urbane Entwicklung der Stadt” darstelle.

(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Mit der hansemetro Greifswald liegt jetzt ein nahezu ausgereiftes, bislang streng geheimes Konzept für ein solches Verkehrsnetz vor, mit dem sich die Attraktivität der Hansestadt “astronomisch steigern” lassen soll. Im Zuge dieser Planungen wurde bereits ein mögliches Streckensystem erdacht, das einen Großteil des Greifswalder Stadtgebietes umfasst und darüber hinaus das Umland mit der Hansestadt verbindet.

Drei S-Bahnlinien führen über die Stadtgrenzen hinaus und verbinden Greifswald mit den Städten Stralsund, Anklam und Wolgast. Darüber hinaus sorgen sechs U-Bahnlinien für schnelle und unkomplizierte Erreichbarkeit fast aller Stadtgebiete sowie wichtiger Anlaufpunkte. So fährt beispielsweise die U5 über die Stadtrandsiedlung, Schönwalde und Wieck bis nach Wampen (Haltestellen: Naturstrand und Wampen Central), mit der U3 kommt man bis zum Caspar-David-Friedrich-Blick, die U2 hält am Rubenow-Platz und die U4 bringt einen direkt zum Tramperspot in der Gützkower Landstraße.

Metro Greifswald

(Abbildung: hansemetro Greifswald)

BÜRGERBETEILIGUNG, FAHRRADMITNAHME UND RAUCHVERBOT

Die Greifswalder Bürgerschaft stimmte bislang noch nicht über den Bau des Megaprojekts hansemetro ab. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Zweifler davon überzeugt sein werden, dass die Weichen für diese Baumaßnahme gestellt werden müssen, bevor die Schwesterstadt Stralsund auf diese Idee kommt und Greifswald die benötigten Fördermittel wegschnappt. Doch bevor die ersten Rammarbeiten beginnen können, sind noch viele Gespräche zu führen. Zum Beispiel werden die klammen Nachbarstädte und -gemeinden erst noch den Nutzen, den das Greifswalder Verkehrsprojekt für sie haben wird, erkennen müssen, bevor sie sich bereit erklären, ihren finanziellen Anteil daran zu tragen.

Hansemetro logoAuch Axel Hochschild, Dampfross und Fraktionsvorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion, wird man versichern müssen, dass das Mitführen von Fahrrädern in der U-Bahn untersagt wird, damit keine Verkehrsgruppe eine Vorzugsbehandlung erfährt. Hier und da wird auch noch mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege über behutsame Veränderungsmaßnahmen des Stadtgrunds zu verhandeln sein.

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Obwohl die hansemetro Greifswald noch auf dem Wartegleis steht, bemühen sich die Köpfe hinter dem Projekt bereits um die Gunst der Bevölkerung und machen im sozialen Netzwerk Facebook ganz modern auf Bürgerbeteiligung — man hat eben aus Stuttgart 21 gelernt und ist jetzt sehr offen für die Bedürfnisse der späteren Nutzer. Auf diese Weise werden auch schon mal kleine Sonderwünsche — etwa eine Ausnahmeregelung zum generellen Rauchverbot am Eingangstunnel Neuer Campus/Geokeller — in die Planungen integriert. So verwandelt man potentielle Wutbürger in verkehrshungrige Komplizen, damit den feuchten U-Bahn-Träumen der Urbanisierenden nichts mehr im Wege steht.

 (Abbildung: Logo hansemetro Greifswald)

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Diagonalquerung: Verkehrsversuch endet mit positivem Fazit

Tuesday, November 13th, 2012

Der Verkehrsversuch an der Europakreuzung, mit dem die Auswirkungen einer möglichen Diagonalquerung getestet werden sollten, ist nun ausgewertet — das Fazit ist positiv, zumindest für die Befürworter des innovativen Verkehrsprojekts, das seit Jahren für erhitzte Gemüter in Greifswald sorgt.

VERKEHRSABLAUF KANN AUCH MIT EINER SPUR GEWÄHRLEISTET WERDEN 

Vom 2. Juli bis zum 31. August wurde für den Versuch eine der beiden Linksabbiegerspuren vom Hansering in die Wolgaster Straße gesperrt. Dieser Raum würde im Falle einer Umgestaltung der Kreuzung den diagonal abkürzenden Radfahrerinnen als Spur dienen. Kritiker des Projekts befürchteten durch den Wegfall der zweiten Fahrbahn einen Rückstau. Dieses Argument wurde jetzt widerlegt:

Alle Beteiligten konnten auf der Grundlage ihrer Aufzeichnungen nachweisen, dass (abgesehen von singulären Ereignissen wie Unfall im Bereich der Kreuzung, extrem langsam fahrende Lkw- hier die Schausteller zum Fischerfest), alle Kfz, die mit Beginn der Grünphase in der Linksabbiegespur standen, spätestens in der nächsten Grünphase die Kreuzung passieren konnten. In der Beurteilung dieses Ergebnisses bezüglich der Qualität des Verkehrsablaufes am Platz der Freiheit ist festzustellen, dass auch mit einer Linksabbiegespur ein qualitativ guter Verkehrsablauf für den Kfz-Verkehr gewährleistet werden kann.

PROBLEME FÜR GERADEAUSFAHRER 

Der Verkehrsversuch hat aber nicht nur gezeigt, dass für die aus dem Hansering kommenden Linksabbieger eine Spur ausreichend ist, sondern auch ein anderes Problem zu Tage gefördert: bei besonders starkem Verkehrsaufkommen gestaltet sich der Verkehrsfluss geradeaus in Richtung Anklamer Straße als problematisch. Die Untere Verkehrsbehörde beschied deswegen nicht nur den Wegfall der Linksabbiegerspur positiv, sondern empfiehlt außerdem, die Grünphase für Geradeausfahrer bei der künftigen Ampelregelung des Knotenpunktes zu verlängern.

diagonalquerung greifswald

Die Europakreuzung ist einer der meistfrequentierten Verkehrsknotenpunkte in Greifswald, der täglich von mehr als 32.000 Fahrzeugen, 14.000 Radfahrerinnen und tausenden Fußgängern passiert wird.

  • Verkehrsversuch an Europakreuzung zeigt: Umbau der Kreuzung möglich (PM Stadtverwaltung, 13.11.12)
  • Bericht Verkehrsversuch (pdf-Dokument, 23,1 Kb, 13.11.12)

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Hochschilds feuchter Traum wird wahr — der Greifenbrunnen ist in Betrieb

Wednesday, September 5th, 2012

Nicht weniger als 18 Jahre mussten vergehen, bis der Greifenbrunnen im Vorgarten des Theatercafés aufgestellt werden konnte. Die Idee dafür soll zurück bis in die 1980er Jahre reichen, doch der Auftrag wurde erst 1994 erteilt.

TRITT FÜR TRITT!

Beauftragter wurde damals der diplomierte Bildhauer Heinrich Zenichowski, der seit 1972 in Greifswald lebt. Er entwarf den Greifenbrunnen und fertigte die Krone an. Danach folgte eine jahrelange Odyssee der Standortsuche, denn der Brunnen passte nicht mehr in den ursprünglich vorgesehenen Platz vor der Stadtbibliothek und die ins Spiel gebrachten Standortalternativen überzeugten nicht. Schlussendlich einigten sich vor etwa vier Jahren Künstler, Verwaltung und die Greifswalder AG Kunst im öffentlichen Raum — es handelt sich dabei um keine Streetart-Gruppe — auf den Theatervorplatz als zukünftigen Standort.

greifenbrunnen greifswald(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Seit dem 24. August ist das Kunstwerk nun im Vollbetrieb, denn zum Brunnen gehören auch eine Brunnenschale mit einem Durchmesser von 2 Metern und eine Stele aus rotem Granit, der aus Schweden importiert wurde und die bronzene Greifenkrone trägt. Aber das ist noch nicht genug des Guten: um den Brunnen herum sind mehrere Trittplatten in das Pflaster eingelassen, die ebenfalls von Zenichowski gestaltet wurden und mit einem Sensor ausgestattet sind, der bei Betätigung den Wasserfluss auslöst.

Es ist der absolute Wahnsinn: Tritt — Platsch! Tritt — Platsch!

 EINE LOKALPOSSE FINDET IHR ENDE

greifenbrunnen fisch

Axel Hochschild, seines Zeichens Anführer der CDU Greifswald mit Hang zum Populismus, hat sich schon vor Jahren den Kampf für den Greifenbrunnen auf seine Fahne geschrieben. Das ging so weit, dass er 2009 die Öffentlichkeit per Pressemitteilung darüber in Kenntnis setzte, manchmal sogar vom Greifenbrunnen zu träumen. Pragmatische Lösungen mussten gefunden werden und mit der städtischen Projektgesellschaft (PGS) als Grundstückseigentümerin wurde schließlich eine Vereinbarung geschlossen: die Stadt kümmert sich von nun an um den Brunnen.

Bei allem Jubel über die neueste Attraktion an repräsentativer Stelle soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass sich die Kosten für den Brunnen inklusive Wasseranschluss und ausgeklügelter Steuerung auf schlappe 91.000 Euro beliefen. Die Greifenkrone, also das eigentliche Kunstwerk, ist davon wohlgemerkt ausgenommen, denn die wurde bereits nach Fertigstellung bezahlt.

Damit findet eine Lokalposse zwischen  der Verwaltung, der Bürgerschaft und einem Künstler, dessen Arbeit nicht öffentlich ausgestellt und der darüber irgendwann gnatzig wurde, ein Ende. Das ist zwar nicht besonders günstig gewesen, steht aber dafür als steinerner Zeuge einer womöglich traumgelenkten Investitionsfreude fast genau an der Stelle, wo die — mit Verweis auf ihre vermeintlich hohen Kosten bislang verhinderte — Diagonalquerung münden würde.

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Diagonalquerung: Verkehrsversuch wird verlängert

Wednesday, July 18th, 2012

Seit dem 2. Juli wird auf der Europakreuzung ein Verkehrsversuch durchgeführt, um herauszufinden, welchen Einfluss die geplante Diagonalquerung auf den motorisierten Verkehr haben wird. Voraussetzung für das in der Vergangenheit kontrovers diskutierte Projekt ist der Wegfall einer von zwei Linksabbiegerspuren, die aus dem Hansering in die Wolgaster Straße führen. Gegner der Diagonalquerung befürchten, dass es durch diesen Wegfall zum Rückstau des Verkehrs bis zur Einmündung in die Friedrich-Loeffler-Straße kommen wird.

KEIN STAU IN SICHT

Nachdem trotz Panikberichterstattung der Ostsee-Zeitung (“Stau vor der Europakreuzung”) kein wirkliches Verstopfen des Verkehrsflusses beobachtet werden konnte, soll der ursprünglich für einen Monat anberaumte Test nun bis zum 31. August verlängert werden. Dass der Verkehrfluss mit einer Linksabbiegerspur weniger bislang  funktionierte, bestätigt auch Fred Wixforth von der Greifswalder Straßenverkehrsbehörde, der in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung wie folgt zitiert wird: “In den ersten Wochen der Verkehrserprobung hat es keine relevanten Stauerscheinungen gegeben, die bereits jetzt gegen eine Verlängerung des Verkehrsversuches gesprochen hätten”.

diagonalquerung europakreuzung(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Mit der Fortsetzung des Versuchs wird der Kritik Rechnung getragen, dass die Ergebnisse aufgrund des während der Urlaubszeit geringeren Verkehrsaufkommens nicht aussagekräftig seien. Im kommenden Monat wird mit stärkerem Berufsverkehr gerechnet, da in Mecklenburg-Vorpommern am 3. August die Schulferien enden.

HAT SCHRÄG ZUKUNFT?

Die Diagonalquerung soll das legale diagonale Queren der Europakreuzung vom Schuhhagen in Richtung Theater und andersherum mit dem Fahrrad ermöglichen. Das geht in der Regel nicht nur schneller, sondern entlastet auch die Fußgänger- und Radfurten, die zu Stoßzeiten zu wenig Platz bieten, und soll die Zahl der Unfälle mit rechtsabbiegenden PKW verringern.

Das hierzulande einzigartige Verkehrsprojekt ist noch immer Teil des städtischen Radverkehrskonzeptes, nachdem mehrere FDP-Bürgerschaftsabgeordnete im Mai 2012 die entscheidende Sitzung geschwänzt hatten, auf der über einen Antrag der CDU abgestimmt wurde, der die Streichung der Diagonalquerung aus ebenjenem Konzept vorsah.

diagonalquerung greifswald

Unterdessen wollen sich Befürworter der Diagonalquerung zusammenschließen und in einer Bürgerinitiative organisieren. Zu deren Gründung sind morgen Abend alle Interessierten herzlich in den “Roten Salon” der Brasserie Hermann eingeladen. Gemeinsam will man zehn ausschlaggebende Argumente für das Projekt ausarbeiten und gleichzeitig die zehn häufigsten Gegenargumente “schlagkräftig widerlegen” — was auch immer man sich dabei unter Schlagkräftigkeit vorstellen mag.
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Außerdem möchten die Initiatorinnen der BI-Gründung mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen “ein Klima herstellen, das endlich die ‘Wende’ in der Verkehrspolitik ermöglicht: Weg von der prinzipiellen Ausrichtung aller Verkehrsmaßnahmen am Auto, hin zu der Erkenntnis, dass wir alle Verkehrsteilnehmende sind”. Dabei sollen “alle diejenigen (auch und gerade in der Verwaltung der UHGW)” unterstützt werden, “die den für Greifswald anmaßenden Titel ‘Fahrradhauptstadt Deutschlands’ zu einem wirklichen Zustand machen wollen.”

Die Einladung zur BI-Gründung wurde unter anderem von  Dr. Ulrich Rose (Die Grünen) weitergeleitet, der in seiner E-Mail jedoch betont, dass die Bürgerinitiative parteiunabhängig arbeiten soll.

Fakten: 19.07. | 19 Uhr | Roter Salon (Brasserie Hermann)

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Abstimmungspanne in der Bürgerschaft: Diagonalquerung bleibt auf der Agenda

Monday, May 21st, 2012

“Die Vision lebt” titelte die Ostsee-Zeitung am vergangenen Mittwoch, als sie darüber berichtete, wie die von CDU, FDP und Bürgerliste eingebrachte Beschlussvorlage zur Streichung der Diagonalquerung aus dem städtischen Radverkehrsplan von einer knappen Mehrheit der Greifswalder Bürgerschaft abgelehnt wurde.

axel hochschild

Zu den Lebensrettern des Verkehrsprojekts gehören zweifelsohne mehrere Bürgerschaftsmitglieder der FDP, ohne deren Abwesenheit es verdammt eng geworden wäre mit der Querung. Die wird nun zwar noch immer nicht gebaut, aber bleibt zumindest weiterhin Bestandteil des städtischen Mobilitätskonzepts. Die CDU, allen voran ihr Fraktionschef Hochschild, wird sich bei den liberalen Mandatsträgern für deren Fehlen bedankt haben.

 (Foto: Filmstill GTV)

100.00 EURO IN FUNKTIONIERENDE TECHNIK INVESTIERT — QUERUNG ZU TEUER?

Die polarisierend geführte Debatte über die Diagonalquerung geht damit in die nächste Runde, die Argumente bleiben die gleichen: Zu teuer sei der Bau und überhaupt, man sollte mit einer Baumaßnahme keine Bevölkerungsgruppe einseitig bevorteilen. Axel Hochschilds wutroten Kopf kann man indes bis Stralsund sehen, dabei sollte der Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft mit dem Sparkurs im eigenen Haus beginnen. Dort investierte man gerade rund 100.000 Euro in die seit fast 15 Jahren funktionierende — von mehreren Millionen Autofahrern problemlos genutzte — Abfertigungstechnik, um damit den Service für die motorisierten Kunden zu verbessern.

Über Kosten sollen bitte auch in Zukunft nicht diejenigen klagen, die sich jetzt allen Ernstes für eine Untertunnelung des Rycks aussprechen, um der andauernden Poller-Problematik zu begegnen.

rycktunnel ostsee-zeitung umfrage

Wer glaubt, dass solche Vorschläge schildbürgerhaft seien und nicht mal hierorts Unterstützung finden, sollte mal einen Blick auf das Ergebnis einer nichtrepräsentativen Online-Umfrage der Ostsee-Zeitung werfen und die Stirn runzeln: Sind da tatsächlich 53% der mehr als 800 Umfrageteilnehmenden dafür, dass die Stadt die einst gehegten Pläne zur Untertunnelung des Flusses wiederaufnimmt?

Bis auf weiteres wird das Thema Diagonalquerung wohl erstmal ruhen, doch in der Auseinandersetzung ging es ja nur am Rande ums Fahrradfahren. Ein Bürgerschaftsbeschluss ist eben nur ein Bürgerschaftsbeschluss ist eben nur ein Bürgerschaftsbeschluss.

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  • Möglicherweise kurze Wartezeiten an den Schranken, eventuell auch mal etwas Zeit zum Reden… (pbg, 14.05.12)
  • Bürgerschaft spricht sich knapp für Diagonalquerung aus (webMoritz, 15.05.12)
  • Diagonalquerung: Die Vision lebt (OZ, 16.05.12)
  • Ende gut, nichts entschieden (Grüne Vorpommern-Greifswald, 16.05.12)
  • Bürgerschaft – Diagonalquerung bleibt im Radverkehrsplan (GTV, Video)


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