Greifswalder Studierende gründen Schwarzmarkt

Mit einer schwimmenden Ausstellung im Museumshafen machte am Wochenende ein Schwarzmarkt für Kunst von sich reden.

Ganz streng genommen war ein Teil der Exponate, die am Wochenende in der „kleinsten schwimmenden Galerie“ ausgestellt wurden, fast dem Unterground zuzuordnen. Ein großzügig bemessener Kubikmeter Rauminhalt im Bauch eines Segelbootes reichte den jungen Künstlern und Studierenden des hiesigen Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI), um auf die unmittelbar zuvor gegründete Internet-Galerie Schwarzmarkt.Online aufmerksam zu machen.

schwarzmarkt online greifswald

Schwarzmarkt in der Lücke des Curriculums

„Greifswalder Studierende gründen Schwarzmarkt“ weiterlesen

Fleischervorstadt-Flohmarkt 2016

Am kommenden Sonntag findet in Greifswald der 8. Fleischervorstadt-Flohmarkt mit neuer Rekordbeteiligung statt.

Die Anmeldefrist ist seit fast zwei Wochen vorüber, trotzdem ist das Interesse, sich mit einem eigenen Stand am Fleischervorstadt-Flohmarkt zu beteiligen, ungebrochen. Inzwischen liegen mehr als 170 Standanmeldungen vor — so viele waren es noch nie in der Geschichte des Flohmarkts, der erstmals vor acht Jahren vom damals noch aktiven Quartiersmanagement Fleischervorstadt initiiert wurde. Das gibt es zwar mittlerweile nicht mehr, doch wird der Flohmarkt inzwischen zum dritten Mal von den sogenannten Fleischervorstadt-Gestalten organisiert. Dahinter stecken Anwohnerinnen des Viertels, die sich ehrenamtlich um eine Weiterführung der Stadtteilarbeit bemühen.
Fleischervorstadt Flohmarkt 2016 „Fleischervorstadt-Flohmarkt 2016“ weiterlesen

Reklame

Anmeldung zum 8. Stadtteilflohmarkt in der Fleischervorstadt hat begonnen

Auch in diesem Jahr findet in der Fleischervorstadt ein Stadtteilflohmarkt statt. Die Anmeldung dafür hat gestern begonnen und ist bis zum 12. Mai möglich.

Am 29. Mai ist es wieder soweit: Aus der Fleischervorstadt wird ein großer Flohmarkt, der sich über das gesamte Viertel ausdehnt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 100 Stände an diesem Spektakel und trotz einiger Veränderungen ist nicht zu erwarten, dass diese Begeisterung abflauen wird.

fleischervorstadt flohmarkt greifswald (Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2015)

„Anmeldung zum 8. Stadtteilflohmarkt in der Fleischervorstadt hat begonnen“ weiterlesen

Kneipeneröffnung: Stahlwerk wird Steinbeck

Das Greifswalder „Stahlwerk“ ist seit Kurzem Geschichte, doch für Fans der Kneipe muss das kein Grund zum Trauern sein, denn am Freitag wird die Nachfolgerin eröffnet.

Nach mehr als 17 Zapfjahren war es das dann auch mit dem Stahlwerk — der Laden ist inzwischen so dicht, wie sein Stammpublikum niemals werden wollte. Die Greifswalder Kneipe hatte ihr Domizil zunächst im sogenannten Westend der Stadt, ehe sie in das Kellergeschoss der Mühlenpassage (ehemals „Tabledancebar Moulin Rouge“ bzw. später „Reddi“) umzog. Mit dem nun erfolgten Ortswechsel in die Steinbecker Straße verändert sich auch der Name des Schanklokals: Aus dem „Stahlwerk“ wird in Anspielung an Lage — und hoffentlich auch an den Autor — das „Steinbeck“.

steinbeck stahlwerk greifswald

(Foto und Montage: Fleischervorstadt-Blog)

Kneipenhistoriker mit ausgewiesener Ortskenntnis dürfte der neue Laden, der sich abermals im Keller befindet, aber hoffentlich keineswegs unterirdisch präsentieren wird, als „Fliegender Schwan“ (ehemals „Roxy“) noch ein Begriff sein. Allen anderen dürfte dieser Namen einfallen, wenn sie vor dem Gebäude stehen. Die Eröffnung des „Steinbeck“ wird am Freitagabend in den neuen Räumlichkeiten stattfinden.

Fakten: 15.01. | 19 Uhr | Steinbeck (Steinbecker Str. 17)

Abgespeichert: AfD kriegt Hausverbot

Dem Kreisverband der AfD wurde im „Alten Speicher“ ein Hausverbot ausgesprochen — die Rechtspopulisten müssen nun nach einer neuen Schenke suchen. 

In einer Pressemitteilung drückte der AfD-Kreisverband Vorpommern-Greifswald am Freitag sein Bedauern darüber aus, dass der Betreiber des Hotels und Restaurants „Alter Speicher“ der Partei ein Hausverbot ausgesprochen habe. Nach zwei Jahren mit zahlreichen Stammtischen und einer Wahlfeier sähe sich der Kreisverband nun dazu gezwungen, ein anderes Lokal aufzusuchen.

alter speicher greifswald afd

(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Auf Wunsch des Beitreibers stellte der Kreisverband außerdem klar, dass zwischen dem „Alten Speicher“ und der AfD „keinerlei Verflechtungen“ bestünden und das Lokal zufällig als Ort regelmäßiger Runden ausgewählt wurde. Im „Alten Speicher“ haben bislang die offenen Mitgliedertreffen der hiesigen Anhänger der Alternative für Deutschland stattgefunden.

Umsonstladen sucht nach neuem Namen

Der Greifswalder Umsonstladen sucht nach einem neuen Namen und möchte damit stärker an den konsumkritischen Grundgedanken des Projekts erinnern.

Das ehrenamtlich arbeitende Team des Umsonstladens in der Wolgaster Straße 85 hat seit Beginn des Projekts vor mehr als zehn Jahren mit Vorurteilen zu kämpfen. Dazu gehört beispielsweise die falsche Annahme, dass die Nutzung dieses Angebots an einen bestimmten finanziellen oder sozioökonomischen Status gebunden sei. Der Verein, der auf seiner Homepage den sozialen Charakter des Projekts benennt, aber auch deutlich betont, dass ökologische und konsumkritische Aspekte bei der Vereinsarbeit im Vordergrund stünden, möchte nun durch eine Namensänderung in dieser Frage mehr Klarheit schaffen und bittet daher um die Einsendung passabler Vorschläge.

umsonstladen greifswald (Foto: Umsonstladen Greifswald)

Die Vereinsmitglieder wollen in den nächsten Wochen auf einer Mitgliederversammlung den neuen Namen beschließen. Mit einer Umbenennung würde das Projekt zumindest sprachlich den relativ etablierten Umsonstladen-Kosmos verlassen — eine Änderung des derzeitigen Konzeptes ist nicht mit der Namensänderung verbunden. Dass diese Veränderung am Ende dabei helfen wird, die angesprochenen Vorurteile abzubauen, ist allerdings kaum zu erwarten.

Der Umsonstladen bietet seit 2004 in Greifswald einen Raum an, in dem nutzbare Gegenstände abgegeben oder mitgenommen werden können und so ihren Besitzer wechseln. Die Idee dahinter zielt darauf ab, die Lebensdauer von Gebrauchsgegenständen zu verlängern und Müll zu vermeiden. In dem Verein sind zur Zeit zwölf Mitglieder aktiv, die sich um die Ladendienste und die Organisation des Umsonstladens kümmern.

Namensvorschläge können im Laden oder hier eingebracht werden: