Woche des Grundeinkommens in Greifswald

Seit gestern macht der Omnibus für direkte Demokratie auf dem Greifswalder Marktplatz Halt und lädt dort bis Mittwoch dazu ein, sich über das Instrument der unmittelbaren Volksabstimmung zu informieren. Das passt nahtlos in die Woche des Grundeinkommens — das bedingungslose Bürgerinnengeld wurde vor einigen Jahren durch eine Petition der Greifswalder Tagesmutter Susanne Wiest, die mehr als 50.000 Unterstützer für ihr Anliegen fand, bekannt.

Bus für direkte Demokratie(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

In dieser Woche werden in Greifswald mehrere Veranstaltungen zum bedingungslosen Grundeinkommen angeboten. Höhepunkt wird dabei eine Diskussionsveranstaltung sein, die heute Abend um 19.30 Uhr im Theater Vorpommern stattfinden wird. Auf dem Podium werden neben Susanne Wiest — inzwischen auch Direktkandidatin der Piratenpartei bei der bevorstehenden Bundestagswahl — auch Johannes Stüttgen und Götz Werner, Gründer der Drogeriekette dm, sein. Das Thema des öffentlichen Gespräches lautet „Demokratie neu denken – Der neue Arbeitsbegriff und das Grundrecht auf Einkommen“.

Mit der Woche des Grundeinkommens ist weiterhin eine Wanderausstellung assoziiert, die Susanne Wiest und die Greifswalder Ortsgruppe von Attac am Mittwoch im Stadtteiltreff Schwalbe präsentieren werden. Dort wird auf insgesamt 25 Schautafeln über das Grundeinkommen, dessen Anfänge und Zukunftsperspektiven, verschiedene Konzepte und Modelle sowie über ganz reale Umsetzungsbeispiele informiert.

Gehobenes Wohnen: WVG kauft großes Grundstück am Hafen

Für 670.000 Euro wird das derzeit als Parkplatz genutzte Quartier A11 am Hansering an die WVG verkauft. Das beschloss die Greifswalder Bürgerschaft mehrheitlich auf ihrer Sitzung am 13. Mai. Sie überstimmte dabei fünf ihrer Mitglieder, die sich die Veräußerung des Areals anders vorgestellt hätten. „Gehobenes Wohnen: WVG kauft großes Grundstück am Hafen“ weiterlesen

Herausragend: 1:0 für den neuen Superpoller!

Sonnabendmittag, zweiter Spieltag. Der Gegner geht in die Offensive und gelangt durch eine rhythmuswidrige Strategie über die Mittellinie. Kein Abseits. Kurz vor dem Strafraum wird der Angriff jedoch vom zweikampfstarken Neuzugang aus Italien gestoppt, der an seinem ersten Wochenende im neuen Team über sich hinauswuchs. Der standhafte Bursche ist mit 120.000 Euro die bislang teuerste Investition im Greifswald Pollerkader, doch man hofft, dass er endlich Ruhe in die Mannschaft bringen wird.

Autounfall Poller

Unruhig hingegen wird die Autofahrerin gewesen sein, die Sonnabend, am Tag nach der Freigabe der Wiecker Brücke, über den Superpoller fuhr und seine  800 Kilogramm Stahl zu spüren bekam. Die Wucht war so groß, dass die Airbags des Fahrzeugs ausgelöst wurden.

Nach Auskunft der Polizei sei an dem Zusammenstoß nicht der Superpoller schuld gewesen, sondern die Fahrzeugführerin, die zwar einen Chip gehabt, sich aber nicht an den durch die Ampeln vorgegebenen Rhythmus gehalten habe. Der Superpoller hat sich von dem Schreck inzwischen wieder erholt; es geht ihm den Umständen entsprechend gut.

(Foto: sinoconcept.de)

Parkplatz vor dem „Boddenhus“ wird für 83.000 Euro saniert

Wo wir gerade bei diskutablen Baumaßnahmen in Greifswald waren, deren Kosten nur für wenig Kritik sorgen, kann die geplante Sanierung des Parkplatzes vor dem „Boddenhus“ eigentlich nicht unerwähnt bleiben. Am 27. Mai werden dort am Karl-Liebknecht-Ring Bauarbeiten beginnen, deren Kosten sich auf schlappe 83.000 Euro belaufen sollen.

Boddenhus Parkplatz Greifswald(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Wie die Greifswalder Stadtverwaltung mitteilt, ist geplant, dort zunächst die brüchige Betonoberfläche zu entfernen und eine Asphaltschicht aufzutragen. Anschließend sollen die einzelnen Parkbereiche mit einem Betonpflaster versehen werden, ehe dort ein weiterer Parkscheinautomat aufgestellt wird, um den Weg zur nächsten Bezahlstation zu verkürzen.

Die Parkgebühren werden nach der Sanierung, die am 21. Juni abgeschlossen sein soll, nicht steigen; nach wie vor werden für eine Parkdauer von bis zu sechs Stunden dann auch nur 0,50 Euro zu bezahlen sein. Das amortisiert sich schneller als Nachbars Lumpi!

Greifswald hat den Superpoller!

Die Wiecker Brücke wird am Freitag ab 12 Uhr wieder für den sondernutzungsberechtigten Verkehr freigegeben: „Die Bauarbeiten für den Einbau der neuen Polleranlage sind abgeschlossen, die letzten Testläufe waren erfolgreich.“ So kurz und knapp kündigte die Stadtverwaltung heute das Ende der nicht enden wollenden Lokalposse um den PKW-Verkehr auf der denkmalgeschützten Klappbrücke über den Ryck an.

EIN FELS IN DER BRANDUNG DER UNBERECHTIGT PASSIERENDEN „Greifswald hat den Superpoller!“ weiterlesen

Aufgewacht: Stadtverwaltung geht das Müllproblem am Hafen an

Der Museumshafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Lieblingsplatz vieler Greifswalder entwickelt. Die wachsende Popularität des Areals hat allerdings auch ihre Schattenseiten, von denen Notiz nehmen kann, wer sich morgens, nach einem regenfreien Abend, dort umsieht und die zurückgelassenen Müllberge begutachtet.

Mülltonne Museumshafen

Es ist augenscheinlich, dass die beiden fest installierten Abfallbehälter nicht die Kapazitäten haben, um den Müll von hunderten Menschen aufzunehmen. Dieses Problem besteht seit Jahren, doch eine Lösung war bis zur vergangenen Bürgerschaftssitzung am 13. Mai nicht in Sicht. Dort wollte die SPD eine Beschlussvorlage zur Abstimmung bringen, die die Stadtverwaltung dazu auffordert, Maßnahmen gegen die Abfallproblematik zu prüfen und durchzuführen. Nachdem Baudezernent Jörg Hochheim (CDU) mit dem Aufstellen zweier Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 120 Litern eine rasche Lösung versprach, zog die SPD ihren Antrag zurück.

Inzwischen wurden am Museumshafen zwei Müllplätze eingerichtet, in denen Grillasche und Abfall entsorgt werden können; ein dritter Platz entstand in den Credner Anlagen am Tierpark. Die Mülltonnen bleiben dort bis Oktober aufgestellt und werden nun regelmäßig geleert. Ob diese Maßnahmen gegen das Abfallproblem wirksam sind, wird sich in den nächsten Wochen und Monate zeigen.