Pop am Wochenende: Kein Plan

Die Reihe „Pop am Wochenende“ versammelt Greifswalder Musikgeschichte und h√§lt √ľber das klangliche Gegenwartstreiben in der wilden Provinz auf dem Laufenden.

Spätestens seit ihrem Рauch auf dem Lokalkompilat klein stadt GROSS erschienenen Рunglaublich energetischen Song Enemy muss man Kein Plan einfach lieben. kein plan greifswald

Die Greifswalder Band hat sich in gleichbleibender Besetzung in den vergangenen Jahren verdammt gut entwickelt und spielt klassischen Skatepunk amerikanischer Pr√§gung. Vor wenigen Tagen haben Kein Plan neue St√ľcke bei myspace ver√∂ffentlicht, ein neues, zweites Album ist im Entstehen.

Das neue Material kann sich sehen bzw. hören lassen. Es wurde im Rostocker Petemusik-Studio aufgenommen und ist wirklich gut produziert. Hervorhebenswert finde ich den genretypischen Einsatz des kollektiven shoutings. Großartig!

Bereits im April hat die Band das folgende D.I.Y.-Video zu ihrem St√ľck Keep On im Internet ver√∂ffentlicht. Hier bekommt man einen sehr guten Einblick in das Wesen und die Mentalit√§t von Kein Plan.

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Die Novembersendung von Moritz TV

Moritz TV hat endlich die schon lange erschienene November-Sendung bei youtube veröffentlicht. Nach der desaströsen Oktober-Ausgabe konnte es im letzten Monat eigentlich nur besser werden.

studentenfutter moritz tvDie aktuelle Sendung wartet mit einigen wirklich symphatischen Ideen auf, zum Beispiel mit dem Beitrag Studentenfutter, der hoffentlich eine zuk√ľnftige Reihe einleiten wird. Tommi, der kochende Student, demonstriert die Zubereitung von H√§hnchen, Rosenkohl und Wurzelp√ľree und bringt ein wenig Kochshow-Atmosph√§re nach Greifswald.

Anschlie√üend wird der neue Lehrstuhlinhaber f√ľr Kommunikationswissenschaften, Prof. Dr. Donges, von der Chefredakteurin Franziska Vopel interviewt. Zwei Norddeutsche im Gespr√§ch √ľber einen m√∂glichen Masterstudiengang und die Situation am Institut.

[youtube 4U-mqeoW2OA]

Sehr spannend ist auch der Besuch im Druckhaus Panzig, dem Ort, wo das Printmagazin des Moritz gedruckt wird. Hier wird die komplette Produktion vom Dateneingang bis zum Einpacken der fertigen Zeitungen filmisch begleitet und zwar in aller Ausf√ľhrlichkeit.

Dem aufwendigen und guten Bericht folgt eine Zusammenfassung der Release-Wochen von klein stadt GROSS. Die im Oktober erschienene Lokalkompilation vereinte 18 Musiker und Bands mit neun bildenden K√ľnstlern und K√ľnstlerinnen. Moritz TV war bei mehreren Konzerten und der Vernissage von Alle in ‚Äėner Halle zugegen.

Die Sendung endet wie gewohnt charmant mit outtakes ab Minute 08:44 und ist im Vergleich zur letzten wesentlich besser gelungen. Hoffentlich f√ľhrt die TV-Redaktion die vorsichtigen Versuche, auch au√üerhalb der gro√üen Sendungen kurze Beitr√§ge zu ver√∂ffentlichen, fort und bereichert zuk√ľnftig vor allem zeitnah das Greifswalder Stadtgeschehen.

[youtube ApxYSRVU5jg]
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Greifswalder Sampler erobert die INTRO

Die Lokalkompilation klein stadt GROSS hat es jetzt sogar in die INTRO geschafft. Herzlichen Gl√ľckwunsch! Linus Volkmann, Redakteur, Popliterat und S√§nger der Band Bum Khun Cha Youth, bespricht das Kompilat in der aktuellen Ausgabe des Musikmagazines:

die Bahnhofsdurchsage als Intro zielt auf Heimeligkeit und unterschwelligen Horror. Greifswald? Was soll man denn da? Diese Compilation versucht es zu erklären.

Was man hier soll, das verr√§t der Artikel leider nicht. Und auch wenn Volkmann mit Kusshand auf das Album hinweist,  so bleibt der Text doch hinter den Erwartungen zur√ľck, die mit dem Namen des Autoren verbunden werden.

√úber ihre namentliche Erw√§hnung freuen d√ľrfen sich indes die auf der CD vertretenen K√ľnstler Lumi√®res Claires, Salik und Roger Anklam. Eine gro√üe Genugtuung d√ľrfte der Artikel aber vor allem und in erster Linie f√ľr die Projektv√§ter von klein stadt GROSS gewesen sein. Die letzten S√§tze des Beitrags lauten:

Mir eine bessere St√§dte-Compilation vorzustellen, daf√ľr fehlt mir die Fantasie. Danke, DIY! Und Danke auch, Raiffeisenbank Greifswald. Immer diese Widerspr√ľche.

Das Bild zum INTRO-Artikel stammt √ľbrigens vom Wahl-Greifswalder Kevin Neitzel. Dessen Fotos wurden hier schon h√§ufiger erw√§hnt; sein Flickr-Account ist immer einen Besuch wert, wenn es um eindrucksvolle Aufnahmen aus der Hansetstadt geht.

Die gesamte Ausgabe der Intro #178 k√∂nnt ihr hier herunterladen. Der Artikel √ľber klein stadt GROSS befindet sich dort auf Seite 117.

Den Sampler kaufen:

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Schampus, Rotwein und mundgerechte Häppchen

Gegens√§tzlicher k√∂nnten die Orte nicht sein, zu denen am morgigen 19. November geladen wird, denn der Umsonstladen und die Volksbank sind Antipoden unseres Verwertungs- und Geldsystems. Beiden ist jedoch ihre R√ľckkopplung auf lokale Strukturen gemein.

Geburtstagsspektakel mit Holly und Puschkin

Der Umsonstladen wird morgen seinen f√ľnften Geburtstag feiern. Dass die Pilgerst√§tte hiesiger Konsumkritiker und Sparf√ľchse nach wie vor existiert, ist gelebte Realit√§t wider einer kapitalistischen Logik, denn hier funktioniert der G√ľteraustausch ohne Bargeld und Kreditkarte. In einer Selbstdarstellung der Gruppe hei√üt es:

umsonstladen greifswald„In einem Umsonstladen k√∂nnen Gegenst√§nde abgegeben werden, deren Besitzer sie nicht mehr brauchen, jedoch f√ľr andere von Nutzen sein k√∂nnen. Bei diesem „Austausch“ sind soziale und gesellschaftliche Bedingungen nebens√§chlich, so dass Arbeitende und Arbeitslose, Kinder und Rentner, Studenten und Sch√ľler zu den Nutzern des Ladens geh√∂ren.“

Es werden ab 10 Uhr Kaffee und Kuchen versprochen, zum St√∂bern im Bestand und Mitbringen von Dingen wird dabei ausdr√ľcklich aufgerufen. Um 15.30 Uhr wird ein Kinderprogramm mit dem Zauberer Holly beginnen. Puschkinfreunde sollten sp√§testens um 18 Uhr im Umsonstladen auftauchen, wenn Pi-C das M√§rchen vom Zaren Saltan des russischen Dichters rezitieren wird. Auf der fr√ľhabendlichen Getr√§nkekarte wird statt Tschai Schampus stehen; man verweist damit subtil auf klein stadt GROSS und schickt sich an, Kreise zu schlie√üen.

Fakten: 19.11.| ab 10 Uhr | Umsonstladen (Wolgaster Str.2) | Eintritt frei

Kunstraum Bank

Das gegenteilige Bek√∂stigungskonzept wird morgen ab 18 Uhr in der Volks- und Raiffeisenbank Greifswald praktiziert. Dort wird explizit kein Champagner serviert, denn den gibt’s ja woanders.

Die beiden am Booklet des Lokalkompilats klein stadt GROSS beteiligten K√ľnstler Katja Anke und Enrico Pense laden zur Vernissage von wei√ümalen ein. F√ľr Pense wird es die vierte Vernissage innerhalb der vergangenen f√ľnf Wochen werden — ein schwindelerregender Output. Die Malereien und Zeichnungen werden bis zum 08. Januar 2010 in den Gesch√§ftsr√§umen der Bank zu sehen sein. Nico Schruhl, einer der K√∂pfe von klein stadt GROSS, wird die Ausstellung um 18.30 Uhr mit einer Laudatio er√∂ffnen.

Fakten: 19.11. | 18 Uhr | Volksbank (Steinbeckerstr. 26)

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Erste Internationale Tortenakademie

tortenakademie greifswaldLaien und Experten der Tortenproduktion sind dazu aufgerufen, noch heute ihr Backwerk zu beginnen und das Ergebnis in der Alten B√§ckerei abzugeben, wo eine S√ľ√üwarenausstellung stattfinden wird. Am Sonntag ab 10 Uhr werden die vom Publikum und den B√§ckern begutachteten Torten pr√§miert und es wird zu einer gemeinsamen Verkostung eingeladen.

Am Ende von klein stadt GROSS Torte satt!

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Kultur im Schaufenster

Wie angek√ľndigt, fand am gestrigen Abend die vorletzte KSG-Veranstaltung statt. Im Antiquariat Rose gab das schlagwerkunterst√ľtzte Akkordeon-Quartett „Die Strandtasten“ ein Konzert. Eine ungew√∂hnliche Formation mit ungew√∂hnlichen St√ľcken an einem ebenfalls eher un√ľblichen Veranstaltungsort.

Knapp 30 G√§ste √ľberf√ľllten das Antiquariat und sorgten f√ľr wohlige Behaglichkeit. Die Strandtasten gl√§nzten durch trocknen Humor und eine gewisse Kauzigkeit. Gegen Ende lie√ü sich Gastgeber Rose sogar zu einem Tanz hinrei√üen.

Anschließend gab es Gelegenheit, in der Galerie Vierquadratmeter Werke des KSG-Kunstkommandos anzusehen. Die Bilder werden dort noch bis zum 28. Oktober ausgestellt sein.

Gem√ľtlicher gestaltete sich der zweite Teil des Abends, denn Lars Templin hatte neben seiner Gitarre auch eine ganze Menge Gundermann im Gep√§ck. Und so wurde es heimelig und beinahe ein wenig b√ľrgerbewegt, als er – im Schaufenster sitzend – die alten Zeilen sang.

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Die Atmosph√§re des gestrigen Abends war einzigartig und unterstrich ein weiteres Mal den Facettenreichtum der KSG-Ver√∂ffentlichungsfeierlichkeiten. Kultur in Ladenlokalen verspr√ľht au√üerdem einen sehr eigenwilligen Charme, nicht nur bei Rose, auch in der Alten B√§ckerei. Das Beispiel sollte Schule machen, denn es gibt ja noch mehr L√§den in der Stadt!

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