Vernissage: „Cindy & Bert“

Am Donnerstag findet im Rathaus die Vernissage zur gemeinsamen Ausstellung von Cindy Schmid/swinx und Bertram Schiel statt.

Immer wieder donnerstags zu einer Ausstellungseröffnung in die Rathausgalerie, die morgen Abend von der Doppelausstellung „Cindy & Bert“ gekapert wird — der Wein schmeckt allein eben nur halb so gut. Zu sehen gibt es Bilder und Collagen von Cindy Schmid und Bertram Schiel, die im Rathaus nach all den Jahren zum ersten Mal gemeinsam ausstellen.

cindy und bert greifswald Sie und er, er und sie; zwei Menschen und ein Weg, der sich bislang eher privat als beruflich kreuzte. Dabei braucht ja gerade in der Kunst bekanntlich jeder jeden. Schmid und Schiel wollen mit den Betrachtern, ihren Erwartungen und (Seh-)Gewohnheiten spielen. „Fensterhaft“ sollen Einblicke in die jeweiligen Welten gewährt werden: Ironische Melancholie ist dabei der Nenner beider Künstler, die allzu gerne in der Sonne nach Tränen suchen. Doch während Schmids Collagen dem Betrachter noch hier und da konkrete Hinweise geben, entlässt ihn Bertram Schiel endgültig in den gedanklichen Freiflug.

Die Vernissage „Cindy & Bert“ wird musikalisch von Livesounds aus der Klangschmiede Huey Walkers begleitet, der noch einmal den Habanero spielt und seine sommerlichen Lebensmelodien durch die Rathausflure schicken wird. Ay Ay Chiquita!

Fakten: 23.06. | 18 Uhr | Rathausgalerie

Abrakadabra: Kunstdiebstahl empört Künstlerin

„Natürlich könnte ich mich darüber freuen, dass dich dieses Bild so ergriffen hat, dass du es unbedingt besitzen musstest. Es freut mich aber nicht. Du hast es gestohlen, es hat also keinen Wert für dich. Du solltest dich in Grund und Boden schämen, du Schwein!“

Diese deutlichen Worte brachte die Künstlerin swinx in der Adventszeit auf einen Flyer, mit dem sie sich darüber echauffierte, dass in der ersten Jahreshälfte zwei ihrer Werke aus einer Ausstellung in einer bekannten Greifswalder Kulturkneipe gestohlen wurden.

kunstdiebstahl swinx greifswald Im Begleittext erklärt die Künstlerin, dass in dem Bild Abrakadabra (Abbildung links, 15x30cm) „2 Stunden Vorarbeit, 12 Arbeitsstunden, 3 Trocknungsstunden, eine einmalige, nicht kopierbare Umsetzung und meine Seele“ steckten. Doch nicht nur Abrakadabra verschwand auf wunderliche Weise — aus der Ausstellung wurde auch noch ein zweites Bild gleicher Größe entwendet (Abbildung rechts, 15x30cm).

Künstler beklauen geht gar nicht! Und wer die Kunstschaffenden in der eigenen kleinen Stadt um ihre Werke erleichtert, handelt zudem reichlich kurzsichtig. Mögen die beiden Bilder ihren Betrachtern von nun an mit rügendem Blick gegenüberstehen und an diesen Verrat erinnern, Abrakadabra! Die Künstlerin ist für Informationen zum Verbleib beider Bilder dankbar und freut sich über sachdienliche Hinweise an post[ät]swinxgrafix.de.

Reklame

Vernissage: swinx „Ø“ in der Kulturbar

Heute Abend wird in der Kulturbar eine Langzeitausstellung der Greifswalder Künstlerin Cindy Schmid a.k.a. swinx eröffnet. Die Künstlerin dürfte für viele keine Unbekannte sein, denn wer sich mit offenen Augen durch Greifswald bewegt, wird fast unweigerlich schon einmal irgendwo einer ihrer Collagen begegnet sein.

Bislang war swinx, deren Name wohl noch einige mit ihrem ganzjährigen Kunstprojekt p365 verbinden können, vor allem durch ebendiese Collagen bekannt. In ihrer Ausstellung Ø wird die Künstlerin, die ihre skurilen Bilderwelten inzwischen als Illustratorin auch regelmäßig für Das Magazin erschafft, vor allem neue Mixed-Media-Arbeiten zeigen, in denen Techniken stärker variiert und miteinander verbunden werden. Im Februar werden die zwanzig in Ø ausgestellten Bilder im Rahmen einer Midissage um weitere Werke ergänzt, die derzeit auf einer Ausstellung in Berlin präsentiert werden.

swinx-unnamed468

Den Live-Soundtrack zur Vernissage liefert wie gewohnt das Greifswalder Ambient-Drone-Duo The Splendid Ghetto Pipers. Die Langzeitausstellung in der Kulturbar läuft bis zum 01. Mai 2015.

Fakten: 03.11. | 20 Uhr | Kulturbar (Lange Str. 93)

Vernissage: Kunst im Block

Seit April bespielen Kunstschaffende insgesamt zehn Wohnungen in einem leergezogenen Aufgang in der Makarenkostraße und bringen im Rahmen eines vom Quartiersbüro Schönwalde II initiierten Zwischennutzungsprojektes bis Ende Juni eine für diesen Ort ungewohnte Dosis Kultur in das Plattenbauviertel. Ende Juni endet Kunst im Block, doch bis dahin werden noch mehr als zehn Veranstaltungen in der Makarenkostraße stattfinden.

Kunst im Block FlyerHeute Abend wird zunächst zur großen Vernissage eingeladen, bei der ab 18 Uhr in Augenschein genommen werden kann, was die beteiligten Künstler und Künstlerinnen (Anne Amelang, Christoph Both-Asmus, Astrid Brünner, Urs Bumke, Martin Holz, Felix Lies, Eugen Kunkel, Emma Meyer, Jay Neumann, Johanna Nikulski-Dirks, Lena Lapschina, Enrico Pense, Marc Oliver Rühle, Cindy Schmid, Franziska Stolzenau, Pauline Stopp, Iris Vitzthum und Studierenden der Medien- und Informatikschule) in ihren Ateliers geschaffen haben.

Die Ausstellungseröffnung wird von einer Performance zu den Achtziger Jahren begleitet, die das Greifswalder Studententheater und das polnische Teatr Brama unter der Regie von Katja Klemt und Daniel Jacewicz erarbeitet haben. Weiterhin darf mit einem Auftritt der SynthiBros und zwei Vorträgen von Tilman Meynig und Christoph Both-Asmus (Wildnis & menschliche Entwicklung, Treewalker) gerechnet werden. Das komplette Juni-Programm ist auf dem Projektblog von Kunst im Block abrufbar.

Einen oberflächlichen Eindruck von Kunst im Block gewinnt man im folgenden Fernsehbeitrag von Greifswald TV.

Fakten: 13.06. | ab 18 Uhr | Makarenkostr. 43

Vernissage: Cindy Schmid vs. Urs Bumke „Anleitung für Liebesbriefe“

Was dabei herauskommt, wenn zwei der umtriebigsten Künstler dieser Stadt ihre Köpfe, Arme und Beine zusammenstecken und sich an- und füreinander abarbeiten, kann ab heute Abend im Greifswalder Amtsgericht in Augenschein genommen werden.

Anleitung für Liebesbriefe von Urs Bumke und Cindy Schmidt(Foto: Cindy Schmidt & Urs Bumke)

Die Kollaboration von Cindy Schmid (swinx) und Urs Bumke (James Itt) führt nicht nur zwei ganz große Talente zusammen, sondern vereint auch die grundverschiedenen Techniken, derer sich beide sonst bedienen. Oder um es mit den Worten der Künstlerinnen noch präziser auszudrücken: „die gerächte strafe, blumen hin oder her. mach das fenster zu, sagte das hemd zur hose und sprang in den fahrstuhl.“

Zur Vernissage wird das Greifswalder Ambient-Duo The Splendid Ghetto Pipers auftreten und mit flächigen Tranquilisierungsschüben für den musikalischen Rahmen sorgen.

Fakten: 13.09. | 20 Uhr (Vernissage) | Amtsgericht

Festgehalten: A Drone in the Dark

Im Rahmen der Ausstellung P365 spielte am Freitag das Greifswalder Psycho-Drone-Duett The Splendid Ghetto Pipers ein Taschenlampenkonzert.

Die Ausstellungsräume bei Polly Faber blieben dunkel — einzig das Publikum, das an diesem Abend zahlreich erschienen ist und angetan durch die Nebelschwaden taperte, setzte mit den mitgeführten Taschenlampen der Dunkelheit ein Schimmern entgegen. Dazu die Musik, die behutsam durch den Raum reverbt, bis irgendwann auch das letzte Delay sein tieffrequentes Finale gefunden hat — ein einmaliger Abend!

Das Licht aus, den Schalter um!