Fortschritt bei der Aufklärung der Greifswalder Brandserie

Die Polizei ist bei der Aufklärung der Greifswalder Brandserie einen großen Schritt weitergekommen und hat seit gestern zwei mutmaßliche Täter festgenommen.

Am Mittwoch und Donnerstag nahmen Polizeibeamte zwei in Greifswald wohnhafte Männern im Alter von 19 und 24 Jahren fest. Der ältere der beiden Tatverdächtigen befindet sich bereits in Untersuchungshaft in der JVA Stralund. Der zweite Tatverdächtige soll heute Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Greifswalder Brandserie, Symbolbild
Nach einer Brandstiftung in der Wiesenstraße (Symbolbild: Fleischervorstadt-Blog)

Die beiden Beschuldigten sind bereits wegen verschiedener Delikte wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen polizeibekannt. Ihnen wird nun vorgeworfen, mit unterschiedlicher Tatbeteiligung mehrere Brandstiftungen in Neu Boltenhagen und in Greifswald begangen zu haben. So sollen neben dem Brand des Neu Boltenhagener Vereinshauses der Jugendfeuerwehr auch die Brände der Dachstühle der alten HNO-Klinik und eines Gebäudes der alten Kinderklinik in der Soldmannstraße (Kinderpavillon) am vergangenen Wochenende auf das Konto der beiden mutmaßlichen Täter gehen.

Tatverdächtige waren bei der Freiwilligen Feuerwehr

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Brandstiftung in der Wiesenstraße: Unbekannte entzündeten Sperrmüll

Ein angezündeter Sperrmüllhaufen sorgte an einem Mehrfamilienhaus in der Wiesenstraße für einen erheblichen Sachschaden. Verletzt wurde niemand; die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Brandstiftung Wiesenstraße Greifswald

(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

In der Nacht von Montag auf Dienstag brannte in der Wiesenstraße ein Sperrmüllhaufen. Ein Anwohner bemerkte das Feuer gegen 03.30 Uhr und alarmierte den Notruf. Die schnell eingetroffenen Feuerwehrkräfte konnten eine Ausbreitung des Brandes verhindern. Fünf betroffene Mieter wurden sofort evakuiert. Verletzt wurde niemand.

Durch das Feuer entstand ein Sachschaden von ca. 15.000 Euro an der Fassade des Gebäudes und an der ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogenen Wohnung im ersten Stockwerk. An einem in unmittelbarer Nähe geparkten Golf verursachte die Hitze des Feuers weiterhin einen Lackschaden in Höhe von ca. 2000 Euro. Der Kriminaldauerdienst Anklam hat Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen. 

Spenden und Solidaritätsadressen nach Brandanschlag in Greifswald

Nach dem Brandanschlag auf den Transporter von Michael „Finder“ Steiger (Alternative Liste) erreichten den Betroffenen Solidaritätsadressen, Trost und Spenden in Höhe von etwa 3000 Euro. 

Vor knapp drei Wochen wurde der T4-Bus des Kommunalpolitikers und aktiven Zivilgesellschafters Michael Steiger (Alternative Liste) nachts mit vier Brandsätzen vor dem HKB in der Stralsunder Straße angezündet. Umsichtige Mitbewohnerinnen bemerkten glücklicherweise den Brand und konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Haus, vor dem der Bus geparkt war und in dem 15 Menschen leben, verhindern. Am Vorabend hielt Feine Sahne Fischfilets Landtagswahlkampagne Noch nicht komplett im Arsch in Greifswald und präsentierte ein Konzert der Bands Zugezogen Maskulin und La Pack im Klex.

brandanschlag reaktion

(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Steiger geht davon aus, dass sein Auto, mit dem in den vergangenen Jahren zahlreiche zivilgesellschaftliche Aktionen und Geflüchtete unterstützt werden konnten, gezielt von Neonazis angegriffen wurde. Die Reaktion auf den Brandanschlag war nur folgerichtig: Anstatt das Fahrzeug schnellstmöglich zu reparieren oder zu verschrotten, wurde es zu einem Mahnmal, das an Weltbild und Hintergrund dieses Angriffs erinnerte. Bannern an der Hausfassade rahmten das angezündete Auto ein, während ein an einem Fahrzeugfenster befestigter Zettel den Hintergrund des Brandanschlags beleuchtete.

Via Facebook bedankte sich Steiger für die Welle der Solidarität, die zu ihm herüberschwappte: „Mich haben in den letzten zwei Wochen viele Mails mit Trost und Unterstützung erreicht, es sind über 3000 Euro gespendet worden. Damit haben wir auch für die folgenden Demos und Mahnwachen ein mobiles Soundsystem. Ich möchte mich bei Euch allen herzlich bedanken. Diese Solidarität gibt mir Mut und Energie für unseren weiteren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Lasst uns weiter gegen diesen rechten Scheiß zusammenstehen, aber bitte passt auf Euch auf.“

Für den NPD-Stand am Mühlentor in der vergangenen Woche wurde vier Stunden lang Ruß gekratzt und zwei Reifen gewechselt, dann war das Fahrzeug als Demobus auf einem seiner letzten Einsätze und wurde mit lauter Musik in die Nähe der Neonazis gefahren.

Spendenaufruf nach Brandstiftung in Greifswald

In der vergangenen Nacht zündeten Unbekannte den VW-Bus eines Kommunalpolitikers in Greifswald an. 

Am frühen Freitagmorgen wurde auf das Fahrzeug des Kommunalpolitikers Michael Steiger (Alternative Liste) ein Brandanschlag verübt. Glücklicherweise bemerkte eine Anwohnerin den Brand und verständigte gegen 2 Uhr die Polizei. Als die Feuerwehr eintraf, standen die Hinterreifen des VW-Bus, der sich vor einem Wohnhaus in der Stralsunder Straße stand, in Flammen. Das Feuer konnte gelöscht werden, bevor es auf das Gebäude übergriff, jedoch entstand durch den Brand ein erheblicher Schaden am Unterbau des Fahrzeugs.

brandanschlag auto greifswald

(Foto: Privat)

Die Alternative Liste äußerte sich in einer kurzen Stellungnahme entsetzt und vermutet, dass der VW-Bus gezielt angezündet wurde und der Angriff explizit an den politisch aktiven Steiger adressiert war, der sein Auto in der Vergangenheit häufig zur Nutzung für zivilgesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung stellte. Steigers Mitstreitende wollen sich von der Brandstiftung durch mutmaßliche Rechtsextremisten nicht einschüchtern lassen und verbreiten einen Spendenaufruf des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Greifswald für alle“.

Unterdessen ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachtes der Brandstiftung und bittet Zeugen, die das Fahrzeug oder verdächtige Personen in der Stralsunder Straße gesehen haben, sich mit dem Polizeihauptrevier Greifswald unter der Rufnummer 03834 540-0 in Verbindung zu setzen.

  • Fahrzeugbrand in Greifswald (PM Polizei, 22.07.2016)

Feuer in der Bahnhofstraße: Brandstiftung?

In der Nacht von Freitag zu Sonnabend brannte es gegen 0:30 Uhr im Keller eines Wohnhauses in der Bahnhofstraße. Das Feuer machte die im Treppenhaus installierten Rauchmelder heulen und zwei Bewohner wurden auf den Brand aufmerksam. Diese informierten die übrigen Hausbewohner und alarmierten die zuständigen Rettungskräfte.

Die Freiwillige Feuerwehr löschte schließlich den Brand, bei dem laut Polizei ein Sachschaden von 7000 Euro entstanden sein soll. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen schwerer Brandstiftung.

brand greifswald(Foto: privat)

Medien verbreiten falsche Agenturmeldungen   

Mehrere Presseagenturen haben derweil die Erklärung der Polizei weiterverbreitet, nach der „die unbekannten Täter […] diverse ältere, im Kellerbereich abgestellte Möbel zusammenstellten und diese dann entzündeten“. Das Feuer sei dann auf die im Keller verlegten Kabel übergesprungen, was die starke Rauchentwicklung verursacht habe.

Wieviele Täter genau an der mutmaßlichen Brandstiftung beteiligt waren, oder ob das Feuer — wenn überhaupt —  nicht auch von einer Einzelperson gelegt wurde, ist derzeit nicht bekannt. Nach Informationen eines Hausbewohners hätten die angeblich zusammengestellten Couchen und Tische „schon ewig“ in dem Keller herumgestanden und wären Freitagnacht nicht angezündet worden. Nordkurier und Ostsee-Zeitung übernahmen die dpa-Meldung in ihren Online-Ausgaben und vermeldeten beide die Schwere Brandstiftung in Greifswald.

Es  dürfte vor allem am umsichtigen Handeln der Hausbewohner, die sowohl Feuerwehr als auch die betroffenen Nachbarn rasch informierten, gelegen haben, dass der Kellerbrand so glimpflich ausging. Dass solche Brände auch tödlich enden können, zeigte sich bedauerlicherweise im März 2011, als eine 19-jährige Frau an den Folgen einer durch einen Kellerbrand verursachten Rauchvergiftung starb.

In Flammen: Gartenlaube in Rauch aufgelöst

Den Neubrandenburger Polizeinotruf  erreichte heute Nacht um 00:19 Uhr eine Meldung über einen Brand in der Verlängerten Scharnhorststraße. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, brannte eine Laube in den Gartensparten jenseits der Gleise lichterloh. Im brennenden Objekt hielten sich zum Zeitpunkt des Feuers keine Personen auf.

Feueralarm gegen Mitternacht

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(Foto: 17vier)

Laut Polizei besteht Verdacht auf Brandstiftung. Bislang konnten weder der Geschädigte noch die Höhe des Sachschadens ermittelt werden. Das Kriminalkommissariat hat sich der Sache angenommen.