Gastbeitrag: Aktuelle Infos zum regionalen Badewasser

Ein Gastbeitrag von Daniel Schwandt

Sommer, Sonne, Badezeit. Bei freundlich sommerlichen Temperaturen drängt es auch tief verwurzelte Greifswalder für eine kleine Abkühlung an die Ostsee oder wenigstens an den Ryck.

Was einen am Strand erwartet, weiß man gewöhnlicherweise vom Vortag oder aus langjähriger Erfahrung beim Blick aus dem Fenster. Wer es genauer wissen möchte, ob sich der Weg nach Lubmin, auf die Insel Usedom oder auf die Insel Rügen lohnt, kann vorher einen Blick auf die Internetseiten des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU), des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) oder des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales MV werfen. So stellt das StALU für die Küstenabschnitte der offenen Ostsee Wassertemperatur, Wellenhöhe und Wasserstand dar. Detailinformationen (alle 10 Minuten aktualisierte Werte) gibt es weiterhin für Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, sowie Wellenperiode und -anlaufrichtung.

wasserqualität strand lubmin(Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2012)

Das BSH zeigt stündlich aktualisiert Wassertemperatur sowie Windgeschwindigkeit und -richtung für die westliche Ostsee (bis Polen) an. Für ausgewählte Orte, zum Beispiel Lubmin, Lauterbach, Binz, Kap Arkona, Zinnowitz, werden sogar Vorhersagen für den nächsten Tag angegeben. Über die Badestellen an Ostsee und Bodden sowie im Binnenland informiert das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales MV. Dabei wir auch auf deren Qualität (insbesondere die bakterielle Belastung) eingegangen.

Für die einzelnen Badestellen — zum Beispiel Strandbad Eldena, Ludwigsburg, Lubmin-Teufelsstein, Riemserort und Binz-Prora — wird eine Kurzbeschreibung des Gewässers mit den standorttypischen Wasserqualitätsbeeinträchtigungen sowie den aktuellen Messwerten der letzten Monate gegeben. Im Bewertungszeitraum 2011–2014 hatten alle dort aufgeführten Badestellen in Greifswald und Umgebung eine „gute Qualität“ oder „ausgezeichnete Qualität“. Na dann, viel Spaß beim Baden!

Kunst Offen 2015 im Großraum Greifswald

Zum bereits 21. Mal findet während der Pfingsttage das kunsthandwerkliche Spektakel Kunst Offen statt. An der größten Vernissage Vorpommerns beteiligen sich in diesem Jahr 249 professionelle und nichtprofessionelle Künstler und Künstlerinnen, die die Feiertage nutzen, um ihre Ateliers und Werkstätten zu öffnen und interessierte Gäste zu begrüßen.

Erfahrungsgemäß ist Kunst Offen eine sehr vergnügliche Angelegenheit, die unbedingt dazu einlädt, den einen oder anderen Ausflug in die Region zu unternehmen. Dabei kann man den Kunsthandwerkerinnen über die Schulter gucken, sich an Kaffee und Kuchen laben und regionale Kunst konsumieren. Die Eröffnungsveranstaltung findet am Freitagabend in Wolgast statt; anschließend haben bis auf wenige Ausnahmen die meisten Ateliers und Werkstätten vom 23. bis zum 25. Mai geöffnet.

Kunst Offen 2015(Foto: Fleischervorstadt-Blog, 2010)

Auf der Übersichtskarte von Kunst Offen sind allein im Großraum Greifswald mehr als 30 Anlaufpunkte verzeichnet, die sich bequem und nachhaltig mit dem Fahrrad erreichen lassen. Wer mobiler ist, sollte auch die Ausstellungsorte auf Rügen, Usedom sowie Fischland-Darss-Zingst ins Auge fassen.

Kunst Offen in Greifswald

In der Hansestadt Greifswald beteiligen sich die folgenden Orte und Kunstschaffenden an Kunst Offen: „Kunst Offen 2015 im Großraum Greifswald“ weiterlesen

Zurückgebissen: Waidmänner gestoppt — Welt so gut wie gerettet!

Man kann beruhigt ins Wochenende hinübergleiten, denn die Welt ist durch eine direkte Aktion von Aktivistinnen der internationalen Tierrechtsorganisation Animal Liberation Front (ALF) ein lebenswerterer Ort geworden.

JÄGER: SIE TÖTEN AUS LUST UND VERBREITEN HUNDERTTAUSENDE WAFFEN

animal liberation frontEine unter dem Namen ALF und ELF firmierende Gruppe zerstörte in der Nähe von Greifswald vier Hochsitze, um endlich was gegen die Jäger zu tun. Die Waidmänner seien schlecht für Mensch und Natur, weil sie an der Ausrottung zahlreicher Arten beteiligt wären, aus Lust Tieren ohne Not „unzählbares Leid“ antun würden und verantwortlich für die „Existenz und Verbreitung hunderttausender Waffen“ seien. Seit 2002 hätten mindestens 245 Menschen in Deutschland ihr Leben durch eine Jagdwaffe verloren.

Man könnte nun erwidern, dass die größten Waffenhändler keineswegs die flintengeilen Grünröcke, sondern Regierungen und Rüstungsindustrielle sind. Dass es überall Unfälle gibt — auch im Wald –, aber dass der in Flaschen abgefüllte Jägermeister im gleichen Zeitraum bestimmt mehr Menschen ins Grab geschickt hat. Vielleicht wird man sich dann irgendwann sogar dabei ertappen, wie man die mitunter begründete Tötung bestimmter Tier in Nutzwäldern rechtfertigt.

KLARE KANTEN UND DEUTLICHE ZEICHEN

Bequemer wäre allerdings ein Hinweis auf die weit größeren Tierrechts-Baustellen der Region, wie zum Beispiel die geplante Ferkelzuchtanlage in Alt Tellin, wo vielleicht bald jährlich eine Viertelmillion Schweine „produziert“ werden. Im knapp 15 Kilometer entfernten Ludwigsburg sollen auf einer Fläche von 65 Hektar bis zu 150.000 Hennen im Akkord Eier legen. Gegner des Projekts schätzen den jährlichen Kotausstoß der Tiere, die dort auf viel zu kleinem Raum gehalten werden, auf bis zu 7.500 Tonnen pro Jahr.
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Zurück zu den ALF-Aktivistinnen, die ihre Aktion „allen Gefangenen, die wegen ihrer Liebe zum Blauen Planeten weggeschlossen sind“, widmeten und in ihrem Bekennerinnenschreiben ankündigen, dass dies weder das erste noch das letzte Mal gewesen sei, dass zurückgebissen wurde. Den Tierrechtlerinnen bleibt indes zu wünschen, dass sie ihren Aktivismus dann an anderer Stelle kanalisieren — neu sortiert und womöglich auch durchdacht. Zurück bleibt heute erstmal nur die klare Kante, die den Jägern und allen anderen gezeigt wurde, das deutliche Zeichen, das unüberhörbare Signal. Endlich mal was losgemacht!

Landtagswahlkampf: Hilfe, die Spitzenpolitiker kommen!

Nicht einmal drei Wochen sind es mehr bis zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Inzwischen hat die sogenannte heiße Phase begonnen und man darf nun mehr oder weniger gespannt den Auftritten der Spitzenpolitikerinnen entgegenfiebern, von deren Besuch sich die jeweiligen Parteien einen Impuls für den Wahlkampf vor Ort erhoffen.

GREGOR, CEM UND DIE GESINE 

Die LINKE durfte schon vor zwei Tagen Gesine Lötzsch empfangen und damit die zweite Visite der Wegbereiterin zum Kommunismus binnen zweier Monate veranstalten. Ende August guckt auch Gregor Gysi nochmal vorbei. Bei den GRÜNEN vertraut man auf bewährte Konzepte und freut sich auf  Cem Özdemir, der sich bereits morgen mit der Ludwigsburger Bürgerinititative Huhnfrei trifft. Außerdem schaut Reinhard Bütikofer im August nochmal rein.

War schon da: Gesine Lötzsch (DIE LINKE)

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KAFFEE, KUCHEN UND „UNS ERWIN“

Die Sozialdemokraten setzen dagegen ganz auf ihr amtierendes Personal: Gemeinsam mit Sozialsenator Ulf Dembski wird morgen Manuela Schwesig (Ministerin für Soziales und Gesundheit in MV, stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende) im St. Spiritus bei einem Bürgerforum zugegen sein. Montag zuvor servierte die SPD am Fischmarkt Kaffee und Kuchen  — das ließ sich auch Ministerpräsident Erwin Sellering nicht nehmen und rief zum Bürgertalk.

Im Wettbewerb um Politprominenz kann die FDP eine Veranstaltung mit Wirtschaftsminister Philip Rösler ins Feld führen — der frühere Bundeswehr-Stabsarzt wird am 19. August in Greifswald sein. Die CDU trumpft wie in den Vorjahren mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die nur fünf Tage später auf dem Marktplatz auftreten wird.

Alle sind sie da, alle kommse lang – die heiße Phase hat begonnen!

Greifswalder „Geburt der Romantik“ im Kulturjournal

Im Kulturjournal des NDR wurde gestern ein Beitrag über die Ausstellung Die Geburt der Romantik gesendet. Im Pommerschen Landesmuseum sind seit Ende August und bis zum 21. November im Rahmen einer Sonderausstellung etwa 30 Gemälde und 80 Grafiken unter anderem aus der Nationalgalerie Oslo und der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien zu sehen.

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Aufgrund der Empfindlichkeit der Kunstwerke ist nach Angaben des Pommerschen Landesmuseums die Ausstellung in den nächsten Jahrzehnten nicht wiederholbar. Runge, Friedrich, Klinkowström; Wolgast, Greifswald, Ludwigsburg – gewissermaßen die neue alte Boddenständigkeit.

Im lobenden Beitrag des Kulturjournals werden Angehörige der drei Maler bei ihrem Ausstellungsbesuch begleitet und interviewt, während grob in die Thematik eingeführt wird.

Fakten: bis 21.11. | 10-18 Uhr (Mo geschl.) | Landesmuseum | 7 (erm. 5,50) EUR

Festgehalten: Dänische Wieck vom Eis bedeckt

Der Winter dauert an und beschert uns noch immer frostige Temperaturen. Inzwischen bedeckt eine geschlossene Eisdecke ddie Dänische Wieck, nur hin und wieder unterbrochen von den löchrigen Spuren erfolgshungriger Eisangler. Sogar Motorradspuren fanden sich auf dem Weg von Ludwigsburg nach Wieck.

Wieck

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Die Überquerung der Dänischen Wieck gestaltet sich derzeit unkompliziert, sehr viele Spaziergänger – viele von ihnen mit Kamera – liefen heute über das Eis. Am Rande der Bucht formten sich die gefrorenen Wassermassen zu einer eigenartigen Landschaft, die eine hervorragende Kulisse für die Montage arktischer Szenarien bietet. Dieses eindrucksvolle Naturschauspiel bietet sich hier nicht sehr häufig der Betrachtung feil und sollte unbedingt miterlebt werden.

ÜBERQUERUNG DES BODDENS ALS SPORTIVE HERAUSFORDERUNG

boddenschwimmenDer Weg zu Fuß ist aber nur eine von vielen unterschiedlichen Arten der Boddenquerung. Im Sommer liegt es nahe, die gleiche Strecke schwimmend zu absolvieren. Zu diesem Zweck eignet sich die Teilnahme am jährlich stattfindenden Boddenschwimmen. Hier kann man im strampelnden Rudel und flankiert von potentiellen Rettern seine Grenzen ertasten.

Und dann gibt es natürlich noch verschiedene Vehikel, auf denen eine Überfahrt gewagt werden kann, zum Beispiele Tret- und Faltboote, Kanus, Luftmatrazen, LKW-Reifen, Surfbretter und mehr; die Kreativität kennt hierbei keine Grenzen. Die Sicherung der körperlichen Unversehrtheit ist dabei natürlich eigenverantwortlich zu erledigen und sollte oberste Priorität haben.

Eine Wanderung von der Wiecker Mole nach Ludwigsburg nimmt etwa 45 Minuten in Anspruch.

(Bild: boddenschwimmen.de)

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