Ohren auf! Die FĂȘte de la Musique 2017 in Greifswald

Die Fête de la Musique macht seit 35 Jahren weltweit aus stĂ€dtischem Raum offene Kulturorte, wenigstens fĂŒr einen Tag. Zur diesjĂ€hrigen FĂȘte darf man sich in Greifswald auf insgesamt 15 BĂŒhnen gefasst machen. Ein Überblick zur Sommeranbetung.

Zum elften Mal findet am Mittwoch in Greifswald die FĂȘte de la Musique statt. Von Beginn an wurde das ĂŒber die Stadt verteilte Fest federfĂŒhrend vom Verein Greifswald International Students Festival (GrIStuF) organisiert. GrIStuF, das vor allem fĂŒr sein gleichlautendes Festival bekannt ist, stemmt die FĂȘte des la Musique allerdings nicht alleine, sondern stellt die sonnenhungrige Veranstaltung gemeinsam mit vielen Greifswalder Initiativen, Gruppen und Vereinen auf die Beine. Wie jedes Jahr lautet das Credo fĂŒr den lĂ€ngsten Tag des Jahres: „Musik fĂŒr alle“!

FĂȘte de la Musique in Greifswald

FĂȘte de la Musique auf 15 BĂŒhnen

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Festival contre le racisme in Greifswald

Heute beginnt in Greifswald das einwöchige „festival contre le racisme“, eine bundesweit stattfindende Kampagne gegen Rassismus, Xenophobie und AuslĂ€nderfeindlichkeit.

Seit 2003 wird die in Frankreich geborene Kampagne „festival contre le racisme“ jĂ€hrlich auch an deutschen Hochschulen durchgefĂŒhrt, in diesem Jahr zum ersten Mal an der UniversitĂ€t Greifswald. Im Rahmen des Festivals werden verschiedene antirasstische Projekte, VortrĂ€ge und Partys organisiert und gemeinsam mit unterschiedlichen lokalen Initiativen, Vereinen und Hochschulgruppen durchgefĂŒhrt.

festival contre le racismeDie Greifswalder Ausgabe des „festival contre le racisme“ beginnt heute Nachmittag mit einem von elektronischer Musik begleiteten Umzug („Bass ist Muss! ROSA gegen Rassismus!“) durch die Stadt und endet am kommenden Sonntag mit einem LĂ€nderstammtischbrunch im Garten des Stadtteilzentrums Schwalbe. Dazwischen finden unter anderem ein Begegnungstag im Willkommenszentrum Mole, ein Grillen mit den Landtagskandidaten der demokratischen Parteien sowie eine FilmvorfĂŒhrung („Die Kriegerin“) statt.

Besonderes gespannt sein darf man auf drei VortrĂ€ge — zum einen berichten Greifswalder FlĂŒchtlingshelfer von ihrem Engagement in Griechenland im FrĂŒhjahr 2016, zum anderen lĂ€dt der Greifswalder Bildungsverein verquer am Donnerstag zu einem Vortrag ĂŒber Populismus, Rassismus und die neue Rechte in Deutschland ein und schließlich wird der antifaschistische Fotojournalist Sören Kohlhuber am Wochenende ĂŒber seine Arbeit berichten. FĂŒr Musik, Tanz und Zerstreuung wird beim Aktionstag im Klex sowie auf den beiden Partys im Mensaclub gesorgt.

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Wanderausstellung und Gedenkspaziergang fĂŒr NSU-Opfer

Heute Nachmittag lĂ€dt das Bildungsprojekt verquer mit einer Ausstellung und einem Spaziergang zum Gedenken an die Opfer der NSU-Morde ein. Der Gedenkspaziergang beginnt um 14 Uhr an der Mensa am Schießwall und endet um 16 Uhr mit einer Ausstellungseröffnung im Stadtteilzentrum Schwalbe in Schönwalde II.

Gedenkveranstaltung NSU-Opfer Greifswald

„WĂ€hrend des Spaziergangs möchten wir mit kurzen Textlesungen der Opfer rechter Gewalt in Greifswald und der Opfer des NSU gedenken. Uns ist es wichtig auf dieses Thema aufmerksam zu machen, da rechte Gewalt hĂ€ufig von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Wir wollen dazu beitragen das zu Ă€ndern“, so Laura Armborst von verquer, einem Greifswalder Verein, der vor allem im Bereich entwicklungspolitischer Bildung aktiv ist und sich im Rahmen der Interkulturellen Woche mit den Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) beschĂ€ftigt. Das neonazistische Terrornetzwerk hat zwischen den Jahren 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen ermordet.

Die Wanderausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ wurde vom Institut fĂŒr Sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. entwickelt. Sie bleibt bis zum 24. Oktober in der Schwalbe und ist in dieser Zeit von Montag bis Freitag jeweils zwischen 14 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Interessierten Gruppen und Schulklassen bietet verquer auf Nachfrage eine zweistĂŒndige Ausstellungsbegleitungen an.

Fakten: 29.09. | 14 Uhr | Mensa am Schießwall

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Woche des Grundeinkommens in Greifswald

Seit gestern macht der Omnibus fĂŒr direkte Demokratie auf dem Greifswalder Marktplatz Halt und lĂ€dt dort bis Mittwoch dazu ein, sich ĂŒber das Instrument der unmittelbaren Volksabstimmung zu informieren. Das passt nahtlos in die Woche des Grundeinkommens — das bedingungslose BĂŒrgerinnengeld wurde vor einigen Jahren durch eine Petition der Greifswalder Tagesmutter Susanne Wiest, die mehr als 50.000 UnterstĂŒtzer fĂŒr ihr Anliegen fand, bekannt.

Bus fĂŒr direkte Demokratie(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

In dieser Woche werden in Greifswald mehrere Veranstaltungen zum bedingungslosen Grundeinkommen angeboten. Höhepunkt wird dabei eine Diskussionsveranstaltung sein, die heute Abend um 19.30 Uhr im Theater Vorpommern stattfinden wird. Auf dem Podium werden neben Susanne Wiest — inzwischen auch Direktkandidatin der Piratenpartei bei der bevorstehenden Bundestagswahl — auch Johannes StĂŒttgen und Götz Werner, GrĂŒnder der Drogeriekette dm, sein. Das Thema des öffentlichen GesprĂ€ches lautet „Demokratie neu denken – Der neue Arbeitsbegriff und das Grundrecht auf Einkommen“.

Mit der Woche des Grundeinkommens ist weiterhin eine Wanderausstellung assoziiert, die Susanne Wiest und die Greifswalder Ortsgruppe von Attac am Mittwoch im Stadtteiltreff Schwalbe prĂ€sentieren werden. Dort wird auf insgesamt 25 Schautafeln ĂŒber das Grundeinkommen, dessen AnfĂ€nge und Zukunftsperspektiven, verschiedene Konzepte und Modelle sowie ĂŒber ganz reale Umsetzungsbeispiele informiert.

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Drei AuffĂŒhrungen, zwei Veranstaltungsorte, ein Theater

Das Greifswalder Studententheater besteht aus mehreren Gruppen, die parallel an verschiedenen Produktionen arbeiten. Einen Eindruck dieser Vielfalt konnte man zuletzt im Juni 2009 beim von Stuthe organisierten Dein! Festival gewinnen. In dieser Woche werden nun gleich drei unterschiedliche Veranstaltungen des Studententheaters stattfinden, man ist sozusagen allerorten.

Ma ‚ma Ernst!

stuthe-handDie Zeiten von Stuthes Improgruppe Improsant sind offenbar vorĂŒber, denn die — der SpontaneitĂ€t verpflichtete — Gruppe hört jetzt auf den Namen Ma‘ ma ernst! und wird sich den Geboten und Anweisungen des Publikums und ihres Spielleiters ergeben. Raider heißt jetzt Twix, sonst Ă€ndert sich nix..

Wer Impro-Theater mag, wird im IKUWO gut aufgehoben sein, wer es noch nie mochte, sollte den Abend vielleicht besser woanders verbringen.

Fakten: 06.05. | 21 Uhr | IKUWO | 3 EUR

GrĂŒne Gans in der Schwalbe „Drei AuffĂŒhrungen, zwei Veranstaltungsorte, ein Theater“ weiterlesen

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