Montagsdemonstrationen erreichen Greifswald

Nachdem die neue „Friedensbewegung“ vor einer Woche das erste Mal in Rostock demonstrierte, war es nur eine Frage der Zeit, bis die sogenannten Montagsdemonstrationen ihren Weg auch nach Greifswald finden würden. Heute Abend um 19 Uhr ist es soweit — auf dem Marktplatz findet Greifswalds erste Montagsversammlung statt.

KRUDE WORTBEITRÄGE: MANIPULIERTE MEDIEN, CHEMTRAILS UND DIE ROTHSCHILDS

Obwohl die Montagsdemonstrationen seit 1989 hierzulande eigentlich einen ganz guten Ruf genießen und auch ihre erste Neuauflage — die seit 2004 bundesweit gegen die Hartz-IV-Gesetze gerichteten Demonstrationen — gesellschaftliche wie mediale Resonanz fanden, gestaltet sich der Fall bei der neuen „Friedensbewegung“ ungleich schwieriger. Aktivisten dieser neuen „Bewegung“ beklagen, dass ihr Anliegen von den mehrheitlich in amerikanischem Besitz befindlichen deutschen Mainstream-Medien ignoriert werden würde, und forderten ihre Anhänger dazu auf, dieses Problem durch vehementes Auftreten auf den Medienseiten sozialer Netzwerke anzugehen.

AluminiumhutDoch die neue Strömung wird auch heftig kritisiert. Das beginnt bei der dominierenden Rolle, die Jürgen Elsässer (Compact) und Ken Jebsen (KenFM) im Kosmos der neuen Montagsdemos spielen, und setzt sich bei den Inhalten einiger Redebeiträge fort, in denen wahlweise der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED) oder der Familie Rothschild die Schuld an sämtlichen Kriegen der vergangenen 100 Jahre zugeschrieben wurde. „Montagsdemonstrationen erreichen Greifswald“ weiterlesen

Digitale Entscheidungshilfen für die Bundestagswahl 2013

Das Ende eines müden Wahlkampfs ist nahe — nur noch acht Tage sind es bis zur Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Dann wird nicht nur entschieden, welche Koalition Deutschland in den nächsten Jahren regieren wird, sondern auch, welche Kandidatin das Direktmandat im Frauenwahlkreis 15 Vorpommern-Rügen – Vorpommern-Greifswald I erringt.

FRAUENWAHLKREIS 15: WEN WÄHLEN?

Hier wird die amtierende Kanzlerin Angela (CDU) von Kerstin (Die Linke), Claudia (Die Grünen), Sonja (SPD), und Susanne (Piratenpartei) herausgefordert; Gina (FDP) und die beiden Michaelas (NPD und Einzelbewerber) spielen bei diesem Votum höchstens unter ferner liefen eine Rolle. Doch der Weg zur Wahlentscheidung ist steinig. Wem seine beiden Stimmen also anvertrauen? Oder ist es vielleicht doch besser, sich überhaupt nicht erst zum Wahllokal bemühen und dem politischen System eine legitimatorische Absage durch Nichtwahl zu erteilen?

Bundestagswahl 2013(Foto: Tim Reckmann / pixelio.de)

Zumindest für das erste Problem kennt das Internet mittlerweile mehrere Plattformen, die als Werkzeug zur Entscheidungsfindung taugen. Ein solches Projekt ist beispielsweise der von der Bundeszentrale für politische Bildung bereitgestellte Wahl-O-Mat. Um hier ein Ergebnis zu erhalten, positioniert man sich selbst zu 38 politischen Fragen, die vom Strompreis über Rüstungsexporte bis zum Adoptionsrecht für Schwule und Lesben reichen. Anschließend kann das so entwickelte Einstellungsmuster mit den Positionen verschiedener Parteien verglichen werden; anzeigt wird dann, mit welcher Partei die programmatische Übereinstimmung am größten ist. Der Fokus des Wahl-O-Mat liegt dabei klar auf der Zweitstimme — als Entscheidungshilfe für die zu wählende Direktkandidatin taugt er deswegen leider wenig.

WIE GROSS SIND DIE POLITISCHEN ÜBEREINSTIMMUNGEN MIT DEN DIREKTKANDIDATINNEN? „Digitale Entscheidungshilfen für die Bundestagswahl 2013“ weiterlesen

Woche des Grundeinkommens in Greifswald

Seit gestern macht der Omnibus für direkte Demokratie auf dem Greifswalder Marktplatz Halt und lädt dort bis Mittwoch dazu ein, sich über das Instrument der unmittelbaren Volksabstimmung zu informieren. Das passt nahtlos in die Woche des Grundeinkommens — das bedingungslose Bürgerinnengeld wurde vor einigen Jahren durch eine Petition der Greifswalder Tagesmutter Susanne Wiest, die mehr als 50.000 Unterstützer für ihr Anliegen fand, bekannt.

Bus für direkte Demokratie(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

In dieser Woche werden in Greifswald mehrere Veranstaltungen zum bedingungslosen Grundeinkommen angeboten. Höhepunkt wird dabei eine Diskussionsveranstaltung sein, die heute Abend um 19.30 Uhr im Theater Vorpommern stattfinden wird. Auf dem Podium werden neben Susanne Wiest — inzwischen auch Direktkandidatin der Piratenpartei bei der bevorstehenden Bundestagswahl — auch Johannes Stüttgen und Götz Werner, Gründer der Drogeriekette dm, sein. Das Thema des öffentlichen Gespräches lautet „Demokratie neu denken – Der neue Arbeitsbegriff und das Grundrecht auf Einkommen“.

Mit der Woche des Grundeinkommens ist weiterhin eine Wanderausstellung assoziiert, die Susanne Wiest und die Greifswalder Ortsgruppe von Attac am Mittwoch im Stadtteiltreff Schwalbe präsentieren werden. Dort wird auf insgesamt 25 Schautafeln über das Grundeinkommen, dessen Anfänge und Zukunftsperspektiven, verschiedene Konzepte und Modelle sowie über ganz reale Umsetzungsbeispiele informiert.

Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #34

Der Frühling bricht sich endlich Bahn und auch aus kultureller Perspektive darf ein bildungsoffensives Erwachen festgestellt werden, das das bevorstehende Wochenende mit gerade noch erträglichen Entscheidungsqualen belastet. Eine Übersicht.

Fallada-Reihe: Duesberg liest „Wolf unter Wölfen“

Der Schauspieler Grian Duesberg liest aus Hans Falladas Berlin-Roman Wolf unter Wölfen (1937) und nimmt sein Publikum mit in die wirtschaftskriselnden Zwanziger Jahre der Weimarer Republik, wo gesellschaftlicher Wandel und Inflation zu immensen Verwerfungen führen. Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung der hauseigenen Reihe zum Leben und Werk des 1893 in Greifswald geborenen Schriftstellers Hans Fallada.

Fakten: 18.04. | 20 Uhr | Falladahaus | 3/2 EUR

Vernissage: Gemeinschaftsausstellung „Bleigelb“

In der Polly Faber wird heute Abend eine Gemeinschaftsausstellung der drei Maler Heyko Dobbertin (Hoppenrade), Sven Ochsenreither (Zölkow) und Paul Wendt (Leipzig) eröffnet. Die drei haben sich 2011 zur Künstlergruppe BLEIGELB vereinigt und zeigen gegenständliche figurative Malereien. Die Vernissage wird musikalisch von Hagen Stüdemann begleitet.

Bleigelb

Die Ausstellung bleibt bis zum 27. April und ist dienstags bis sonnabends von 16 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Fakten: 18.04. | 19 Uhr | Polly Faber | frei

Aufgereimt und abgespult: Petry Slam 

Poetry Slams erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und reger Anteilnahme des Publikums. Die Fachschaft der Deutschen Philologie legt dieses Format gemeinsam mit dem Mensaclub ein weiteres Mal auf und organisiert am Freitagabend einen ebensolchen Wettstreit der Schreibenden im kleinen Saal der Mensa.

Poetry Slam Greifswald

Fakten: 19.04. | 20 Uhr | Mensa | 5 EUR

Für Leute mit Haltungsschäden: BandscheibenvorfallBandscheibenvorfall Plakat

Die Premiere zur Theaterkomödie Bandscheibenvorfall ist bereits ausverkauft, doch für die Wiederholung des Abends für „Leute mit Haltungsschäden“ am Folgetag gibt es noch ein paar Karten. Das Stück von Ingrid Lausund wurde von Jonas Hien inszeniert und widmet sich der  von Flexibilitätsansprüchen, Unsicherheit und dem drohenden Stellenverlust geprägten, schönen neuen Arbeitswelt.

„Das Vorzimmer des Chefs. Kretzky (Ronny Winter), Hufschmidt (Jan Bernhardt), Schmitt (Friederike Ziegler), Kruse (Sören Ergang) und Kristensen (Josefine Schönbrodt) warten auf ihre Hinrichtung. Kollegen unter sich – geeint in ihrer Angst um ihren Job, in ihrem Bemühen, alles richtig zu machen, aber auch in ihrer Anstrengung, als Bester dazustehen. Auch ihr Chef scheint kein Interesse an Teamplay zu haben. Im Gegenteil…“

Fakten: 19.04. | 20 Uhr | Theater Vorpommern | 15,50 EUR

Kulturbar: The Rich Webb Band

Der Australier Rich Webb macht Station in Greifswald und hält mit seiner Band in der Kulturbar. Zusammen bewegt sich das als Rich Webb Band firmierende Quartett zwischen Singer/Songwriter und Country, vermischt diesen Sound aber mit unüberhörbaren Rock’n’Roll-Einflüssen.

Fakten: 19.04. | 21 Uhr | Kulturbar

Innenansichten aus Chaotistan: Piratenbraut Astrid Geisler

Piratenbraut

Vom Aufstieg und Fall der Piratenpartei gibt es in diesen Wochen viel zu erzählen, doch zumeist berichten andere über die Selbstdemontage der Bewegung, die seit 2010 die klar strukturierte deutsche Parteienlandschaft aufzubrechen versprach.

Im Koeppenhaus wird am Freitag die taz-Journalistin Astrid Geisler aus ihrem Buch Piratenbraut – Meine Erlebnisse in der wildesten Partei Deutschlands lesen und die politischen Versprechen der Partei einem Praxistest unterziehen. Ihr unterhaltsamer Bericht führt in eine „ebenso nerdige wie chaotische und liebenswerte politische Szene“.

Im Anschluss an die Lesung diskutieren Thomas Behm (Uni Greifswald), Susanne Wiest, Jonathan Dehn (beide Piratenpartei) und Harald Terpe (Die Grünen) mit der Journalistin unter anderem über die Chancen der Partei bei der anstehenden Bundestagswahl und den „Fetisch Transparenz“.

Fakten: 19.04. | 20 Uhr | Koeppen | freier Eintritt

Zur Rolle linker Medien in Krisenzeiten

Noch mehr als über die Piratenpartei wird seit Jahren über die Zukunft des Journalismus diskutiert. Anzeigenrückgang, Onlinejournalimus und Zeitungssterben sind nur einige Stichwörter dieser Debatte, um die es am Freitag im „Politisch-kulturellen Salon“ in der Brasserie Hermann gehen wird.

Dort werden Tom Strohschneider (Chefredakteur Neues Deutschland) und Mignon Schwenke (Die Linke) über die viel beschworene Krise der Medien und deren Rolle in Krisenzeiten diskutieren.

Fakten: 19.04. | 19.30 Uhr | Brasserie Hermann

Workout-Skanking mit Skannibal Schmitt 

Hierzulande ist „Schmitt“ eher Sammelbezeichnung anstatt Merkmal ausdrücklicher Individualität, in Frankreich ist das anders. Die Band Skannibal Schmitt aus dem elsässischen Strasbourg bringt eine Musik-Namen-Schere auf die Bühne und vermischt ohne Rücksicht auf Verluste Ska mit Funk, Hardcore, Jazz, Hip-Hop und Afrobeat.

Skannibal Schmitt

Technisch versiert, aber dennoch auf höchstem Energielevel operierend, sind Skannibal Schmitt ein Garant für verbrannte Kalorien beim abendlichen Workout-Skanking!

Fakten: 20.04. | 20 Uhr | IKUWO | 6 EUR

Zweite Chance: Tanzzeit

Wer am vergangenen Wochenende keine Premierenkarte für die TanZZeit am Theater Vorpommern abgekriegt hat, kann den Besuch der beiden zeitgenössischen Choreographien von Yaron Shamir (ISR) sowie von Katarzyna Gdaniec (PL) und Marco Cantalupo (ITA) am Sonnabend nachholen.

Bei der TanZZeiT arbeiten Mitglieder des hiesigen Tanzensembles mit freien Choreographen zusammen: “In Verbindung mit interdisziplinären Arbeitstechniken und Videoinstallationen entsteht eine choreographische Variante der Konzeptkunst. Praxis und Theorie, Kunst, Wissenschaft und Forschung, sowie Thai Chi, Capoeira, Hip-Hop, Break Dance und Körperwahrnehmungstechniken prägen den zeitgenössischen Tanz in all seinen Variationen.”

Fakten: 20.04. | 19.30 Uhr | Theater Vorpommern | 15,50 EUR

Elektrowumms: Extase#1

Eine neue Veranstaltungsreihe verspricht Elektro-Steppern eine sanfte Reise in den Sonntagmorgen. Unter dem salbungsvollen und besonders originellen Namen Extase wird in den Caspar-Keller zu „elektronischer Musik vom Feinsten“ eingeladen.

Mit dabei sind Couchgag & Blank Kit (Couchgag’s Couchcast), Mr. Mykel, Retha, Klangkonsum und Rico Gleitmann.

Fakten: 20.04. | 23 Uhr | Café Caspar | 5 EUR

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Der voranstehende Foto-Ausschnitt zeigt die Schuhe der Sängerin Diana Diamond bei einem Konzert ihrer Band Mobylettes im Oktober 2011 im IKUWO. Das Originalfoto wurde von Jan Metschorin aufgenommen.

Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #27

Es ist das Chaos in den Köpfen / das uns heut Nacht zusammenbringt / In fremden Zungen, fremden Sprachen / we will turn daemons into kings / Man sieht, womit wir also brachen / It’s every song that each man sings / Wir werden kommen, jeden Dienstag / auf einen Schluck vom Elixier*

kurze wege lange nächteTote Tiere auf heißen Öfen, lauwarmes Bier im Dauerdurchfluss — von den wenigen Konstanten studentischer Feierei kann man sich dieses Wochenende ein differenziertes Bild machen: drei große Veranstaltungen dieser Art werden an diesem Wochenende stattfinden, außerdem ein Goa-Open-Air im Museumshafen, eine Strandsause vom Forellenfriedhof und eine Swingparty im IKUWO. Daneben läuft der Bundeskongress kritischer Jurastudierender, eine Demo gegen das Handelsabkommen ACTA und das TresenLesen — leider zum vorerst letzten Mal. Eine Übersicht. „Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #27“ weiterlesen

Susanne Wiest kann Kanzlerin!

Was macht eigentlich Susanne Wiest? Man darf beruhigt sein: Die Greifswalderin, deren Petition vor knapp vier Jahren die Idee des bedingunglosen Grundeinkommens (BGE) bundesweit bekannt machte, ist noch immer unterwegs in Sachen Umverteilung.

DIE 10 UHR SHOW

Vor Monaten unternahm sie den Versuch, parallel in mehrere Parteien einzutreten, um die Idee des BGE weiterzuverbreiten. Eine Doppelmitgliedschaft war jedoch allein bei der Piratenpartei möglich, über deren Werk und Werkzeug sie sich angetan äußerte. Ihr jüngster Streich bringt Susanne Wiest ins Fernsehen, denn sie hat es ins Finale der Politainment-Show Ich kann Kanzler! geschafft.

susanne wiest kann kanzlerin(Screenshot zdf.de)

Dieses Format gab es hierzulande schon einmal 2009, für die Wiederauflage in diesem Jahr bewarben sich mehr als 1000 Kandidaten, aus denen die Jury fünfzehn Bewerberinnen für die Vorrunde auswählte. Die Jury, das sind  Oliver Welke (heute-Show), die Moderatorin Maybrit Illner und der Politikberater Michael Spreng.

Vier der fünfzehn Kandidatinnen schafften es anschließend ins Finale, die fünfte wurde mittels eines Online-Votums nach dreiwöchigem „Wahlkampf“ aus den verbliebenen elf Teilnehmenden ausgesucht: Susanne Wiest („Bedingungsloses Grundeinkommen von Allen für Alle“), die mit Abstand die meisten Stimmen auf sich vereinigte und nun beim Kanzler-Casting dabei ist. Was tut man nicht alles für die Sache des Guten?

HARMONIE IST EINE STRATEGIE

Auf ihrem Blog berichtet Susanne Wiest über die zahlreichen Termine, die sie inzwischen absolviert. Das tut sie sehr direkt und es kommt bei ihren Lesern sehr gut an. In harmonischem Wohlfühlsound widerspricht Wiest auch gewohnt bescheiden der Meinung, dass sie sich „durchgesetzt“ hätte und öffnet voller Bürgerbeteilligung die Arme:

„Ich nenne es ja Wahlbewerbung und durchgesetzt habe ich mich auch nicht […] Grundeinkommen und ich und wir alle haben eine Onlineabstimmung gewonnen. Frei, eigenverantwortlich und zusammen. Ich freue mich.“

Ich kann Kanzler! erscheint ausschließlich online, nur das Finale wird am 1. Mai im TV gezeigt. Letzte Woche kam ein Fernsehteam, um ein kurzes  Portrait für die Sendung zu produzieren. Die „klassische Homestory“ habe sie abgelehnt — die Aufnahmen entstanden statt in ihrer Wohnung und bei der Arbeit an der Ostsee, im Utkiek und in einem Blumenladen.

STÜRMT DAS SCHLOSS! 

Am ersten Mai wird Susanne Wiest gegen die vier anderen Finalisten Hans Bulach, Allison Jones, Leslie Pumm und Berthold Wagner antreten. In der Show soll sich dann entscheiden, wer mit rhetorischen Fähigkeiten, politischem Wissen und klaren inhaltlichen Positionen zu überzeugen weiß — wer eben Kanzler könnte und wie das dann aussehen soll.

Susanne Wiest hat sich für die Teilnahme an der Sendung beworben, um die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens so weit wie möglich zu streuen. Ob und wie ihr das gelingt, wird sich zeigen; dass sie nicht zuletzt wegen ihres Charismas viele Menschen begeistern und motivieren kann, bewiesen unzählige ihrer Auftritte für das  Grundeinkommen.

Die erhoffte Breitenwirkung ist bislang allerdings noch überschaubar: um in der Online-Wahl gegen die anderen zehn verbliebenen Kandidaten zu gewinnen, reichten ihr schon 1462 Stimmen. So richtig massenmedial wird es also nur am Dienstag und kurz darauf in den Medienseiten und Feuilletons. Gestürmt wird das Schloss also  nicht — ist ja auch alles nur Fernsehen und das hält genau davon ab.

Fakten: 01.05. | 22.15 Uhr | ZDF
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  • mehr über den Wettbewerb und die anderen Kandidatinnen auf kanzler.zdf.de
  • Blog von Susanne Wiest
  • Im Gespräch mit Susanne Wiest (Fleischervorstadt-Blog, 24.09.2009)