Pop am Wochenende: LumiĂšres Claires – „Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Reworks“

von Ferdinand Fantastilius

Es gibt Menschen, die rechnen die Produktionszeit ihrer Musik in Stunden, manchmal schon nur Minuten. Und es gibt Menschen, die schrauben Wochen, Monate, Jahre an der Entstehung ihrer Kunstwerke. Beiden — egal also, ob funktionalmusikalisch fokussierter Beatbastelei oder sogenannt analoger, inniger EwigtĂŒftelei — liegt das Potential zum Zweifeln und zum Scheitern inne.

Mut zum kreativen Makel, oder: Fehler als Antrieb

Die Patternschrauber schieben Stunde um Stunde an Effektknöpfen und Filterleveln umher, die Leute mit den echten Instrumenten sinnieren, jammen, eruieren und skizzieren nĂ€chtelang am vermeintlich perfekten Song. Und doch will es manchmal nicht gelingen. Irgendwas lĂ€uft krumm und schief, es schnurrt und groovt nicht, man kommt nicht richtig rauf auf den Gaul des genial-elementaren Daueraugenblicks — die eigene Idee, die sich im Kopf als zielfĂŒhrende Vision in Form eines anmutigen Einhorns festgesetzt hat, entpuppt sich als lahmer Esel, mĂŒde stolpernd, sturhufig herumeiernd, nach einer schöpferischen Rast japsend.

Lumieres Claires Susanne Moehring

(Foto: Susanne Möhring, keine CC-Lizenz)

Alle Arten kreativer Odysseen unterliegen letztlich dieser Möglichkeit zum musischen Schiffbruch. Jedoch, dies sind nicht etwa Fehler in irgendeinem System, es ist nichts Falsches daran — es sind die steinernen HĂŒrden, die einen immer irgendwie weitermachen, weiterwuchten, ja manchmal weiterwĂŒten lassen. Und hieraus entstehen sie: die glanzvollen Lichtmomente im Alltag der Irgendwiekunstschaffenden.

Hingabe an das schöne im Scheitern

Mit dem Leuchten und den vermeintlichen Fehlern beschĂ€ftigen sich auch die LumiĂšres Claires. Im Januar 2009 veröffentlichte das lichtvoll benannte Folk-Duo aus Greifswald/Hamburg sein Album Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Die darauf enthaltenen zehn StĂŒcke waren das Resultat mehrer Herbste, die böig ins hiesige Flachland fielen. Die Songs durften ĂŒber Jahre reifen. Man hatte nebenbei schließlich auch andere Dinge zu tun — Studium, Nachtleben, Saufen, maulgusseiserne Hufbeschlagung der eigenen Adoleszenz, all sowas.

In kompletter Eigenregie wurden daheim die wildesten Kabelsalate aufgebaut, um alle Instrumente mit genau diesem Sound aufzunehmen, den die LumiĂšres im Sinn hatten. Hölzern sollte es sein, das oft bemĂŒhte Wort der „Knarzigkeit“ kann man hier ins Feld fĂŒhren. Knarzig im Sinne des GerĂ€usches von arbeitendem Holz, wie das GebĂ€lk der Greifswalder Laubenwohnung, in der die Aufnahmen stattfanden. Fehler – wie sie im Albumnamen, mit der Bitte, sich nicht auf sie zu fokussieren, genannt sind – waren, bei allem Perfektionismus, immer immanent und niemals verschwiegen. Gerade die menschgemachten Verschiebungen, Unreinheiten und minimalen TaktausfĂ€lle sind es doch, die der Musik ihr Leben geben.

lumieres claires kabel

(Foto: Nico Schruhl)

Die LumiĂšres Claires beschĂ€ftigen sich jedoch nicht nur mit Fehlerhaftem beziehungsweise charmantem Stolpern auf musikalischer Ebene – ihre Lieder sind AusdrĂŒcke einer Hingabe an das Schöne im Scheitern, an all die Ungeschicktheiten im Zwischenmenschlichen. Ihre Lieder geben ungesagten und bereuten Worten, zerstreuten KĂŒchentisch-Briefen von der eigenen Ich-Insel, einen musikalischen Umschlag.

Im selbst gefertigten Siebdruck-Cover visualisierte sich das als Sprechblasen, die sich gegenĂŒberstehen, jedoch auch kreuzen, ĂŒberschneiden, ineinander versinken, sich StĂŒcke von Erinnerung in ihrer Dopplung wiederholbar machen – mit allen impliziten Fehlern.

Der Titel ihres Albums deutet es schon an: ihre Musik ist „Frucht von gesunder Bescheidenheit und nĂ€hrenden Selbstzweifeln“, wie es in einer Rezension heißt, die unter dem Titel Fehler richtig machen in der Kulturzeitschrift PNG – Persona Non Grata erschien. Die LumiĂšres Claires sind Leuchtende und keine Blender.

Fehler richtig reinterpretieren

Nico Schruhl und Christin Schalko feiern die Fehler eben, wie sie fallen. In der Liedfolge des Originals werden die zehn StĂŒcke des Albums nun, drei Jahre spĂ€ter, als Neuinterpretationen auf dem Album Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Reworks veröffentlicht.

lumieres claires reworks remix cover

Elf KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler aus der ganzen Welt — von Greifswald ĂŒber Frankreich bis Japan — formen das Ausgangsmaterial hier zu eigenen Versionen um. Der Übertrag der verhuschten Folk-meets-Indieschlurf-StĂŒcke der LumiĂšres Claires in neue Kontexte und KlĂ€nge gelingt: Es gibt klassische Remixe im Alle-Viere-to-the-Dancefloor-Style, aber auch klassische Coverversionen im Songformat. Die Palette prĂ€sentiert sich in vielfĂ€ltiger Streuung und geht weit ĂŒber Handwerkstechno und Remix-Auftragsarbeit hinaus. Das umtriebige DJ-Duo Verschnibbt und ZugenĂ€ht eröffnet (nicht als DJs, sondern als Remixende) den Reigen der Reworks.

Ihr I förbigĂ„ende Remix ist eine smoothfluffige Kontemplation in Sachen Afterhour-Housemusik. Wie tausend tiefe TrĂ€nen tĂ€nzeln die Vocalsamples von Nico Schruhl und Christin Schalko auf warmen SynthesizerklĂ€ngen. Der Beat ist unaufdringlich aber treibend, wie das Knistern und Rascheln der auf einem ausgedehnten Strandspaziergang gesammelten Steine in der Hosentasche. Shiika aus dem japanischen Nagano spielte eine eigens komponierte Version am Piano ein. Ihre ebenso verhaltene wie verhallte Lofi-Variante von When You Rest changiert irgendwo zwischen dem Gemaunze von Coco Rosie und der abgrĂŒndigen Theatralik einer Soap&Skin. Wie die gespensterhaften Schatten nĂ€chtlicher Blumen vor dem Fenster weht ihre Stimme ĂŒber die flattrig-tröpfelnde Klaviergrundierung.

Lumieres Claires Remix

(Foto: LumiĂšres Claires)

Huey Walker, selbst auch seit Jahren um klangliche, psychedelisch-ambiente Spleenigkeiten im Selbstvertrieb kreisend, nimmt in seinem Hummingbird Rework von Ellipsoid den Liednamen beim Wort und entfaltet in einer Spieldauer von achtzehneinhalb Minuten ein teils elliptisches, teils episches Konstrukt, das sich zwischen selbstverschluckenden StörgerĂ€uschen und tropikalischem Rhodes-meets-Acid-Sweeps-Geklöppel bewegt. Steffen Hoffmann alias Milky Bear zaubert mit Theremin-Sounds und knisternden Nano-Percussions einen mĂ€rchenhaften Schimmer, der in den treibenden Gitarrengrooves des Refrains zu strahlendem Frickelfeuerwerk kulminiert. Mit robotoiden Vocodervocals und retrofizierten SynthesizerflĂ€chen oszilliert sein Remix von Time Exposures irgendwo zwischen den losen Koordinaten Kraftwerk, Syd Matters und Kate Bush. Mit jedem Hören entspinnt sich dieses Juwel eines Remixes etwas mehr.

Vocodergrooves und Bleeps’n’Clonks

ALEXIS morpht das StĂŒck #5 in seiner Version zu einem 8Bit-Bleeps’n’Clonks-Stampfer. Aufgedrehtes Bitcrush-Gestolper trifft auf den Drive der Chemical Brothers und wohlsortiertes Circuit-Bent-Chaos. Hier wird aus den Hosentaschenkieselsteinen eine schroff anbrandende Gerölllawine. Leonard Las Vegas — selbst einige Jahre in Greifswald solo und bei Jet Pilot tĂ€tig —  knĂŒpft, obwohl er völlig andere musikalische Mittel verwendet, den spröden Drive weiter und interpretiert Declamatory Anthem in der fĂŒr ihn typischen Indiecore-Variante. In seinem mit dem John Lennon Talent Award gekrönten Projekt vereint er blissful Shoegaze-Psychedelik von Bands wie My Bloody Valentine und Spacemen 3 mit dem zuweilen mathematischen Akkuratheits-Rock und der Arrangierfreudigkeit von Kollegen wie The Mars Volta.

Man merkt: das Reworks-Projekt der LumiĂšres Claires kennt keine stilistischen Scheuklappen und sprengt Genre-Grenzen. Schon bei den StĂŒcken des zugrunde liegenden Albums fanden sich elektronisch-experimentelle Spielereien und schroff-schiefschrötige Gitarrenskulpturen, die den folkmusikalischen Grundtenor weit ĂŒber Schneidersitz und Lagerfeuer hinaustranszendierten.

Neuaufladungen und Urbarmachungen

Ebenso wie das Artwork zum Original-Album enstanden auch das Cover und das Booklet zur Reworks-Compilation in herzig-schnippeliger Handarbeit, wie der obige, eigens angefertigte Videotrailer — samt Reinhörproben in alle StĂŒcke — anschaulich darlegt. Die Ästhetik des steingrauen Cardboard-Covers wurde fĂŒr das vorliegende Remix-Album wieder aufgegriffen und prĂ€sentiert sich nun als weiß-auf-schwarze Grafik-Inversion des Originals. Und darum geht es doch bei Remixes, Reworks und Coverversionen — kurz: Reinterpretationen. Es geht um die kreative Neu- und Umdeutung, um die Weiterdenkung und Ausdehnung, um clever variierte Wiederholung von Bestehendem, um Aufladung und Urbarmachung kreativer Spannungsfelder und SoundĂ€cker.

Lumieres Claires Greifswald

(Foto: Nico Schruhl)

Julie Corot setzt mit ihrer zarten Piano-Version von Strolling With Billy Pilgrim einen kontemplativen Mittelpunkt in den 12 StĂŒcken des Albums. In ihrer herzigen Klavierminiatur beweist sie einmal mehr, dass man oft nicht mehr braucht als zwei HĂ€nde, ein Klavier und ein Herz aus Melodien, um wirklich berĂŒhrende Musik zu schaffen. Ihre beispielsweise an Yann Tiersen denken lassende Version evoziert ein Kopfkonfetti aus Assoziationen, Farben und Bildern von naiver Schönheit, wie sie Michel Gondry in seinen frĂŒhen Filmen zu erwecken wusste. Aus den geröllernen Steinen werden hier BlĂ€tter aus Herbstgold.

Summende Sweeps und gewiefte Spleenigkeiten

Der Bekeschus Shuffle Edit von I’m So Boring And You’re So 
 reaktiviert die stampfenden Shuffle-Beats, die Kompakt aus Köln vor einigen Jahren mit ihren Schaffelfieber-Kompilationen en vogue machten. Sander Bekeschus entwickelt mit minimalem Samplingeinsatz einen ebenso schleppenden wie einfangenden Groove, der zugleich nach vorn zu stampfen und in seinen warmen SubbĂ€ssen zu verweilen scheint. Summende Female-Vocal-Einsprengsel wuseln sich im hochfrequenten, durch orientalisch anmutende Klangmuster mĂ€andernden, Teil des Tracks. Membrana Tympani arbeitet sich mit runtergepitchten Vocalfetzen durch eine Genregrenzen negierende Interpretation. Seine M.on.T.age von To Adelphos vereint die spröde Energetik von Dubstep, den scheppernden Stampf von Industrialbeats mit spacigen Stereo-Sweeps und den gewieften Spleenigkeiten eines Producers, der sich bis zum letzten Drehknauf an seinen Synthesizern und in seinen Plugins auskennt. Heulende Dubsirenen, Offbeat-Akkorde und schier unendliche Richtungswechsel verleihen dem Werk eine spektrale Vielschichtigkeit, die Schubladisierung schwierig und unnötig erscheinen lĂ€sst. Trotzdem ein AnnĂ€herungsversuch: als hĂ€tte Skrillex (Dubstep) die EinstĂŒrzenden Neubauten (Industrial) mit Air und Portishead (Space-Sweeps meet Melancho-Downtempo-Wumms) geremixt.

Wie tickende Wanduhren in fremden Herbergen

Nasko Georgiev aus dem französischen Lyon erweist sich unter seinem Alias Waterblip mit seinem StĂŒck Walk On By (Waterblip Remix) als ebenso frickelfreudiger Produzentenfuchs. Moogy Arpeggio-Linien geben seiner Version einen Cosmic-Disco-Appeal, elegant wechselnd zwischen Dur- und Moll-Harmonien, die das weiche Kissenbett fĂŒr die an Björk erinnernden Gesangssamples bilden. Philipp Priebe, seit vielen Jahren in Greifswald als Musiker und DJ nicht nur im elektronischen Metier tĂ€tig, nimmt sich des bisher unveröffentlichten StĂŒcks Dive an und versetzt die beiden Gesangsparts von Christin und Nico in seinem „How Does It Feel Edit“ in einen hypnotischen Stereo-Kreisel.

Sein radikal entschlacktes House-Skelett nimmt die Hörenden auf hölzernen Claps’n’Ticks mit, in einen creepy-unterkĂŒhlten (H)albtraum, der in der Ferne auf warmem Synthesizerschimmern ein indifferentes Leuchten erahnen lĂ€sst. In seinem untergrĂŒndigen Gloom und Glanz entwickelt der Track eine klaustrophobe Anziehungskraft, wie das Ticken einer Wanduhr in einer fremdartigen Herberge.

Bei aller DĂŒsternis scheint hier aber auch Priebes Liebe zu den elektromusikalischen Romantizismen hindurch, wie sie die Patternvettern im Geiste, Lawrence, Efdemin, Carsten Jost und nicht zuletzt Christian Löffler zu entfalten wissen. Im August 2012 erschien Priebes EP Things Look Much Bigger On The Knees bei LunaTheCat Records.

Rekonstruktionsarbeiten am Licht

Den Abschluss der randvoll gefĂŒllten CD bildet ein eigenes StĂŒck der LumiĂšres Claires. Die Originalversion von Dive hatte es damals nicht auf das Album geschafft. Mit etwas zeitlichem Abstand und einer neuen Mischung durch Membrana Tympani (der auch das vorliegende Remix-Album masterte) entwickelte Nico Schruhl das StĂŒck nun zu neuer Reife und liefert im Mittelteil die einfangendste Endlos-Bridge seit Langem. Regelrecht hippiesk umspielen sich Sitar, Chöre und Gitarrenpickings ĂŒber einem sich in kosmische Weiten walzernden Grundbass. Auch hier wurde nicht an Tiefenverliebtheit im Arrangement gespart – Tempowechsel, Andeutungen von schĂŒrfenden Feedbacks und am Ende sogar eine Ray-Manzarek-Orgel schummeln sich in den Track, um zum Schluss wieder in der sich ins Ohr schleifenden Leitmelodie der Gitarre zu landen.

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Dieser gelungene Albumcloser lĂ€sst an den scheinbar mĂŒhelos hingeworfenen, rohdiamantenen Freistil-Psychedelikpop des mittleren John Frusciante denken. Man möchte sofort wieder bei StĂŒck eins beginnen! Über die Stadtgrenzen hinaus wirkt die Small-Town-Superfolk-Band LumiĂšres Claires mit diesem Reworks-Album fĂŒr kreative Vernetzung und letztlich die Verwirklichung eines lange gediehenen, lichtumstrahlten Klangtraums. Als Bonus liegt dem limitierten Gesamtpaket das Original-Album bei. Das Booklet mit ausfĂŒhrlichen Liner-Notes gibt Einblicke in die Zusammenarbeit mit den Musikern und KĂŒnstlerinnen. Stefanie HĂŒbners Malereien und Grafiken im Inneren des CD-Heftes zeigen ortlos anmutende, zugleich in sich ruhende, rastende, auf inneren und Ă€ußeren Reisen sich befindende Gestalten — eine wahrlich adĂ€quate bildhafte Beistellung zum Kosmos der still bis funkelnd leuchtenden Reinterpretationen.

  • LumiĂšres Claires bei bandcamp (Bestellungen der CD- und Digitial-Version möglich)
  • Musiktrip unter Freunden (Moritz-Magazin #98, 05/2012, S. 34 ff. (pdf-Dokument, 7,12 MB)

Please Don’t Focus On My Mistakes. Please Don’t Focus On My Mistakes. Reworks erscheint am 29. September 2012.

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