Heute Abend Meinecke-Mitschnitte auf 98eins

Wie jeden Donnerstag wird heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr auf radio 98eins die ZONIC-Radioshow ausgestrahlt. Das Format hat sich inzwischen durch den Weggang Alexander Pehlemanns in zwei Divisionen gespalten und seit geraumer Zeit hört man in Greifswald die Nordversion aus dem ZONIC-Hauptquartier, aufbereitet und moderiert von Martin Hiller.

zomicIn der heutigen Sendung werden Mitschnitte der Lesung von Thomas Meinecke über den Äther gejagt. Der Popliterat und der eigenen Einschätzung nach feministische Autor Meinecke las am 13. Januar aus seinem Roman Jungfrau und begeisterte ein interessiertes Publikum.

Vorabausschnitt der Sendung

Nach der Lesung legte Meinecke im Café Koeppen Jazz von Jutta Hipp und Mary Lou Williams auf. Beide Musikerinnen spielen auch in seinem Roman eine Rolle und Stücke von ihnen werden heute Abend auch unter den Worten des Popliteraten auftauchen.

Thomas Meinecke live

Auf seinem Blog geht Martin Hiller nochmal dezidiert auf Jungfrau ein und stellt dem Fleischervorstadt-Blog freundlicherweise vorab einen dreiminütigen Ausschnitt der Lesung zur Verfügung.

Ausschnitt der Meinecke-Lesung

(ein Klick auf den Link sollte ein flashbasiertes Abspielprogramm öffnen)

Hier geht es zum Livestream von radio 98eins, wo von 20 bis 22 Uhr die ganze Sendung zu hören sein wird.

Nordmagazin über Grauzonen-Konzert im KLEX *update*

Im heutigen Nordmagazin, das um 19.30 Uhr beginnen wird, geht es um das Greifswalder Jugendzentrum KLEX. Das Umfeld des Clubs wurde hier schon vor etwa vier Wochen für die Organisation eines Konzertes mit der Grauzonen-Band Gerbenok kritisiert. Nun scheint der Fall größere Kreise zu ziehen.

NDR ÜBER RECHTSOFFENES BOOKING IN GREIFSWALD

Der Ankündigungstext des NDR ist reißerisch und schießt an der Realität vorbei:

In einem Greifswalder Jugendzentrum haben – wie erst jetzt bekannt wurde – Rechtsextremisten ein Konzert veranstaltet. nordmagazinNach Recherchen von NDR 1 Radio MV spielten im Jugendhaus Klex zwei Neonazi Bands aus Vorpommern. Das Jugendzentrum hatte die Räume an einen dem Jugendzentrum gut bekannten Mann privat vermietet. Der Betreiber des Hauses, der Stadtjugendring, hat inzwischen alle privaten Veranstaltungen im Jugendzentrum untersagt. (NDR)

Tatsächlich haben nicht Rechtsextremisten ein Konzert veranstaltet, sondern wurden vielmehr rechtsoffene Bands gebucht. Dieses Detail läßt zwar alle Beteiligten in einem anderen Licht stehen, ändert aber trotzdem nichts daran, wer die Bühnen des Jugendhauses bespielen durfte. Man darf gespannt sein, ob der Beitrag mehr zu bieten hat als müde Dementis und mit Hintergrundinformationen zum hochaktuellen Thema aufwarten kann.

Vielleicht kann die plötzliche und wenig schmeichelhafte Öffentlichkeit auch ein Impuls für die Verantwortlichen im KLEX sein, kritisch die eigenen Positionen im Haus zu reflektieren.

HEIMATBÜNDLER AUF DER BÜHNE? „Nordmagazin über Grauzonen-Konzert im KLEX *update*“ weiterlesen

Polnische Filmkunst in der Medienwerkstatt

Die Veranstaltungsreihe filmPOLSKA M-V hat begonnen und vor uns steht damit die dritte Woche des polnischen Films. In vierzehn verschiedenen Städten Mecklenburg Vorpommerns werden sowohl polnisches Gegenwartskino als auch zwei Retrospektiven auf das Werk Krzysztof Kieślowskis (Drei Farben) angeboten.

DER FILMAMATEUR

film polska mvDie Greifswalder Spielstätte des polnischen Filmfestivals ist die Medienwerkstatt des Caspar-David-Friedrich-Institutes, wo es heute und morgen Vorführungen geben wird. In Amator (PL 1979, OmU) experimentiert Kieślowski mit einer Mischung aus fiktiven und dokumentarischen Elementen, um dem sozialistischen Alltag so nahe wie möglich zu kommen. Sein erster internationaler Erfolg ist eine hinreißend-schelmenhafte Parabel über Nutzen und Nachteil des Films für das Leben. Der Vorführung schließt sich ein Filmgespräch mit Kornel Miglus vom Polnischen Institut Berlin an. „Polnische Filmkunst in der Medienwerkstatt“ weiterlesen

We remember Café Quarks! #1: Die alte Website

In genau neun Tagen jährt sich zum zehnten Mal die Räumung des ehemaligen AJZ/Café Quarks am Karl-Marx-Platz. Das Haus mit der denkmalgeschützten Fassade stand seitdem leer, bis es ganz überraschend am 26. November des Vorjahres abgerissen wurde.

schriftzug quarksEin Überblick über die Geschichte des Hauses und ein Video des Abrisses sind einen Tag später auf dem Fleischervorstadt-Blog erschienen. Kurz darauf fand vor den Ruinen des einstigen Kulturtempels eine Art Gedenkveranstaltung statt. Auch diese Zusammenkunft wurde hier dokumentiert.

WOCHE DER KULTURELLEN FREIRÄUME

remember cafe quarksAnlässlich des Räumungsjubiläums werden in unmittelbarer Zukunft einige Veranstaltungen unter dem Label We remember Café Quarks! stattfinden, die subkulturelle Einblicke und Ausblicke ermöglichen sollen. Vom 30.01. bis zum 06.02. wird eine Woche der kulturellen Freiräume zwischen Gedenken und Zukunftsvision offeriert.

Auf die verschiedenen Parties, Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen wird hier in den kommenden Tagen noch explizit eingegangen werden. Einen kurzen Überblick auf das, was uns erwartet, bietet der aktuelle IKUWO-Flyer.

AUSSTELLUNG SUBKULTURELLER LIEBHABERSTÜCKE „We remember Café Quarks! #1: Die alte Website“ weiterlesen

Festgehalten: Dänische Wieck vom Eis bedeckt

Der Winter dauert an und beschert uns noch immer frostige Temperaturen. Inzwischen bedeckt eine geschlossene Eisdecke ddie Dänische Wieck, nur hin und wieder unterbrochen von den löchrigen Spuren erfolgshungriger Eisangler. Sogar Motorradspuren fanden sich auf dem Weg von Ludwigsburg nach Wieck.

Die Überquerung der Dänischen Wieck gestaltet sich derzeit unkompliziert, sehr viele Spaziergänger – viele von ihnen mit Kamera – liefen heute über das Eis. Am Rande der Bucht formten sich die gefrorenen Wassermassen zu einer eigenartigen Landschaft, die eine hervorragende Kulisse für die Montage arktischer Szenarien bietet. Dieses eindrucksvolle Naturschauspiel bietet sich hier nicht sehr häufig der Betrachtung feil und sollte unbedingt miterlebt werden.

Überquerung des Boddens als sportive Herausforderung

Der Weg zu Fuß ist aber nur eine von vielen unterschiedlichen Arten der Boddenquerung. Im Sommer liegt es nahe, die gleiche Strecke schwimmend zu absolvieren. Zu diesem Zweck eignet sich die Teilnahme am jährlich stattfindenden Boddenschwimmen. Hier kann man im strampelnden Rudel und flankiert von potentiellen Rettern seine Grenzen ertasten.

Boddenschwimmen

Und dann gibt es natürlich noch verschiedene Vehikel, auf denen eine Überfahrt gewagt werden kann, zum Beispiele Tret- und Faltboote, Kanus, Luftmatrazen, LKW-Reifen, Surfbretter und mehr; die Kreativität kennt hierbei keine Grenzen. Die Sicherung der körperlichen Unversehrtheit ist dabei natürlich eigenverantwortlich zu erledigen und sollte oberste Priorität haben.

Eine Wanderung von der Wiecker Mole nach Ludwigsburg nimmt etwa 45 Minuten in Anspruch.

(Bild: boddenschwimmen.de)

Greifswald im ARD-Brennpunkt

Wir haben es wieder einmal geschafft, Medien mit bundesweiter Reichweite zu erobern und den Leuchturm des Nordens von seiner Schokoladenseite zu präsentieren.

Nachdem ganz Vorpommern in den späten Neunzigern zur national befreiten Zone stigmatisiert wurde, arbeitete sich im Spätsommer 2008 Spendenexperte Schelsky an der medialen Präsenz der Hansestadt ab. Danach sorgte noch der Haus- und Hofjournalismus der Ostsee-Zeitung für einen Artikel im Dossier der ZEIT, bis es dank Arndt wieder geglückt ist, uns endlich erneut bundesweit in den wichtigsten Medien darzustellen, beziehungsweise dargestellt zu werden.

GREIFSWALDER VON DER ARGE IN DIE OBDACHLOSIGKEIT SANKTIONIERT

brennpunkt

Im Brennpunkt der ARD vom 13. Januar dieses Jahres geht es um die Auswirkungen der Sozialreform Hartz IV. Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld erzählen dabei von ihren Erfahrungen mit der wohl unbeliebtesten Behörde Deutschlands. Daneben kommen Anwälte der Betroffenen zu Wort und es gibt Stellungnahmen und Interviews mit Heinrich Alt (Vorstand Bundesarbeitsargentur) und Prof. Stefan Sell (Arbeitsmarktexperte FH Remagen).

Hervorhebenswert ist der im Beitrag ebenfalls behandelte Fall des Greifswalders Wolfgang Dinse. Der Mann wurde von der ARGE Greifswald quasi in die Obdachlosigkeit sanktioniert. Erich Bartels, der Geschäftsführer der Greifswalder ARGE, äußert sich zum Fall Dinse in erschreckender Wortkargheit, deutlicher werden da schon der Leiter des hiesigen Obdachlosenheimes, Michael Krüger, und die Anwältin Dinses, Katharina Appelt.

ZWEIFELHAFTE AUSZEICHNUNG „VERBOGENER PARAGRAF“

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