Fête de la Musique in Greifswald

Morgen ist der längste Tag des Jahres, an dem seit mehreren Jahren inzwischen auch in Greifswald die Fête de la Musique an verschiedenen Orten in der Stadt stattfindet.

Das Konzept der seit 34 Jahren gefeierten Fête de la Musique muss nicht mehr erklärt werden und wird vom Motto “Umsonst und Draußen” zumindest aus Sicht des Publikums sehr gut beschrieben. Morgen ist es wieder an der Zeit, den längsten Tag des Jahres mit Musik, Sonne und kühlen Getränken in Greifswald zu verleben. Dafür bieten sich insgesamt neun Bühnen an, angefangen von der Kinderfête auf dem Hof des Jugendzentrums Klex bis zur Hauptbühne im Straze-Garten, auf denen zahlreiche Künstlerinnen und Musiker für beste Unterhaltung sorgen werden.

fete de la musique greifswald Die Greifswalder Fête de la Musique im Überblick

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Postrock aus Südschweden: Final Days Society (SWE)

Final Days Society präsentieren im IKUWO pünktlich zum Nordischen Klang orchestrale Klanglandschaften im Stile von Bands wie Explosions in the Sky oder Sigur Ros.

final days society

Das Quartett Final Days Society aus dem südschwedischen Växjö spielt hochmelodiösen Postrock mit großzügigen Reminiszenzen an Sigur Rós, Explosions in the Sky oder EF. Die mit Schlagzeug, Gitarren, Keyboard, Bass und Gesang relativ klassisch instrumentierte Postrock-Band, die seit 2006 in leicht variierender Besetzung zusammenspielt und ihr aktuelles Album Icebreaker (2015) im Gepäck hat, präsentiert orchestrale Soundlandschaften, verträumt-entrückte Vocals und abrupte Gitarrenbeben in landestypischer Klanggewalt, die niemanden unberührt zurücklassen werden.

Fakten: 07.05. | 21 Uhr | IKUWO  5 EUR

Swing, swing, swing — Django Lassi im IKUWO

Django Lassi swingen sich mit Anspielungen auf den Jazz Manouche, Django Reinhardt und wild poetische Balkanmusik seit zehn Jahren quer durch Europa. Heute Abend mischt die Band das IKUWO auf.

Die in Berlin lebende Band Django Lassi dürfte vielen Greifswaldern noch von der Eröffnung des Stadtimpuls-Festivals im diesjährigen Sommer in bester Erinnerung sein. Songs, Arrangements und Rhythmen zeugen von einer beeindruckenden Weltgereistheit, die die Band in ihrer Musik zu einem lebendigen Sound auf hohem technischen Niveau vereint.

django lassi berlinMit ihrer Musik wussten Django Lassi in den vergangenen Jahren sowohl auf großen Jazz-Festivals als auch auf alternativen Veranstaltungen wie dem Fusion-Festival zu begeistern. Das israelisch-ivorisch-amerikanisch-deutsche Sextett, das heute Abend leider nur zu fünft auftreten wird, verspricht stets tanzbaren Gypsy-Swing, der den IKUWO-Saal zum Beben bringen wird. Im Anschluss geht es mit einer Aftershowparty weiter durch die Nacht. Eine warme Empfehlung für alle, denen Swing, Jazz und Balkan in die Beine geht.

Fakten: 04.12. | 20.30 Uhr | IKUWO | 6 EUR

Verfassungsschutzbericht 2014: Bitte mehr Zivilcourage, aber weniger Protest!

Im aktuellen Verfassungsschutzbericht zieht das Landesministerium für Inneres und Sport Bilanz über staatsgefährdende Umtriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Ein konkreter Bezug zur Hansestadt Greifswald lässt sich darin nicht nur über ein Neonazi-Konzert herstellen, sondern auch über eine Hausbesetzung und zwei mehr oder minder hiesige Bands. 

Die Publikation, die über die wesentlichen Entwicklungen im Bereich des Rechts-, Links- und Ausländerextremismus sowie den islamistischen Extremismus in Mecklenburg-Vorpommern informieren will, fasst die “vielfältigen Gefährdungen” der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zusammen, die “oft nur durch den Verfassungsschutz und unter Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel erkannt werden”. Wie Minister Caffier in einer dazugehörigen Pressemitteilung erklärte, würde die Behörde dadurch zu einem “unverzichtbaren Instrument des demokratischen Rechtsstaates für den Schutz der Bevölkerung“. Doch an Güte und Verlässlichkeit des Berichts bestehen auch in diesem Jahr Zweifel.

verfassungsschutzbericht mv 2014  (Titelbild der Publikation: „Die wehrhafte Demokratie“, Manfred Diekmann, 2009)

“Der Staat allein kann die vielschichtigen Probleme bei der Rechtsextremismusbekämpfung nicht lösen.” (Lorenz Caffier)

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Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #44

Eine Rubrik aus dem Tiefschlaf reißen, abbilden, was noch so läuft. Kleinstadtsuffis den Weg zur nächsten Schänke weisen, sich über Gentechnik mokieren. Unter repressiven Verstimmungen leiden. In die Oper mit Einführung gehen und was Greifswald an diesem Wochenende noch so hergibt.

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Aufgelöstes Neonazi-Konzert: mutmaßliche Verbindungen zum Netzwerk “Blood and Honour”

Wie die Potsdamer Neueste Nachrichten (PPN) heute berichteten, handelt es sich bei dem Veranstalter des am Freitagnacht aufgelösten Neonazi-Konzertes um den Kommunalpolitiker Robert Wolinski (NPD) aus Velten (Oberhavel/Brandenburg). Der 26-Jährige soll in der rechtsextremen Musikszene des Raums Berlin/Brandenburg eine “zentrale Rolle” spielen und in der Vergangenheit mehrere Konzerte in Oranienburg und Finowfurt organisiert sowie in Mecklenburg-Vorpommern angemeldet haben.

robert wolinski marcus g.
Robert Wolinski (l.) im Gespräch mit Marcus G. (r.)

Robert Wolinski, gegen den zuletzt wegen mutmaßlicher Rädelsführerschaft bei einem Neonazi-Fackelmarsch zu Ehren des verstorbenen NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke in Hennigsdorf (Oberhavel) ein Verfahren wegen Volksverhetzung eröffnet wurde, fungierte einem Bericht des Nordkurier zufolge schon im Juni 2013 für ein Konzert in Pasewalk als Anmelder. Er hat offenbar auch direkte Kontakte zum Greifswalder Neonazikader Marcus G., wie Fotos einer NPD-Demonstration in Berlin-Schöneweide nahelegen, die im November 2013 entstanden sind.

(Foto: Christian Jäger, 2013)

NEONAZI-KONZERT WURDE VON REGIONALEN KADERN UNTERSTÜTZT  “Aufgelöstes Neonazi-Konzert: mutmaßliche Verbindungen zum Netzwerk “Blood and Honour”” weiterlesen