Halbe Mannschaft von Blau-Weiß Greifswald bei schwerem Verkehrsunfall verletzt

Gestern wurde bei einem schweren Verkehrsunfall die Hälfte der Mannschaft des FSV Blau-Weiß Greifswald verletzt; glücklicherweise schwebt keiner der Sportler in Lebensgefahr.

Logo Blau weiss Greifswald

Die Fußballspieler befanden sich mittags auf dem Weg zu einem Testspiel nach Malchin. Etwa 300 Meter vor Kandelin soll einer der beiden Kleinbusse bei schwierigen Straßenverhältnissen von der schneebedeckten Fahrbahn abgekommen und mit hoher Geschwindigkeit frontal gegen einen Baum geprallt sein. Dabei wurden alle acht Insassen verletzt, vier von ihnen schwer. Trotzdem konnten sie das Unfallfahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Sie wurden anschließend mit dem Rettungswagen nach Bartmannshagen und ins Klinikum Greifswald gebracht.

Den verletzten Fußballspielern soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Der Verein bedankt sich bei den schnell eingetroffenen Rettungskräften — vor allem beim ersten Zeugen am Unfallort, der gedankenschnell mit Rat und Tat zur Seite stand — und wünscht den Verletzten schnelle Genesung.

  • 2 schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden und hohem Sachschaden (PM Polizei, 01.02.2014)
  • Fußball wird zur Nebensache (FSV BW Greifswald, 02.02.2014)

Tödlicher Unfall im Greifswalder Schwimmbad

Gestern Abend um etwa 18.30 Uhr verstarb im Greifswalder Schwimmbad ein 47jähriger Mann aus Lengerich.

Nachdem der leblose Badegast im Sportbecken wahrgenommen wurde, befreite ihn ein ausgebildeter Rettungsschwimmer, der sich ebenfalls als Gast im Freizeitbad aufhielt, aus dem Wasser. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen des führenden Schwimmmeisters und des Rettungssschwimmers blieben leider erfolglos. Auch eine anwesende Ärztin unterstützte die Reanimation, doch der alarmierte Notarzt konnte nach seinem Eintreffen nur noch den Tod des Mannes feststellen.

freizeitbad greifswald(Foto: Stadtwerke Greifswald)

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Nach bisherigen Erkenntnissen deuten alle Symptome auf einen Herzinfarkt hin. Die genaue Todesursache wird zur Zeit untersucht.

Die Stadtwerke Greifswald, die das Freizeitbad betreiben, drückten gegenüber den Angehörigen ihr Beileid aus. Unmittelbar nach dem Vorfall wurde der Badebetrieb zwar eingestellt, aber die Schwimmhalle ist seit heute wieder zu den normalen Zeiten geöffnet.

Vernissage: M. Kardinal „SHIMA“

SHIMA lautet der Titel der Ausstellung M. Kardinals, die heute in den privaten Wohn- und Lebensräumen – also gewissermaßen den Kardinalgemächern der Künstlerin – eröffnet wird. Damit wird eine work-in-progress-Installation präsentiert, die sowohl den Atombombenabwurf auf Hiroshima als auch den nuklearen Unfall in Fukushima thematisiert und zusammenbringt.

DIE MÄR VOM GUTEN GODZILLA

Die Schockstarre nach dem Atomunfall hat sich gelöst, die Menschen haben sich schnell an die Informationsflut gewöhnt, Fukushima ist Teil der Realität geworden und schleichend aus dem Fokus der Medien gerückt. Kardinal verknüpft die beiden atomaren Katastrophen, die in den vergangenen knapp siebzig Jahren in Japan stattfanden, mit der Godzilla-Allegorie:

Die kollektive Traumatisierung, ausgelöst durch den Atombombenabwurf auf Hiroshima – die weitläufige Insel –, wird unter anderem durch Gojira ausgedrückt. Gojira ist uns als Godzilla bekannt und gilt als Allegorie des atomaren Traumas. Aber wie mir scheint, handelt es sich dabei nur um ein militärisches atomares Trauma, denn nach 1945 wandten sich die Japaner nicht von jeglicher Form der atomaren Nutzung ab. Als gemeinsamer Konsens galt die Ablehnung der militärischen Nutzung der Atomkraft. Ihre zivile Nutzung wurde jedoch – ungeachtet der verheerenden und sichtbaren Folgen der nuklearen Nutzung und der denkbar ungünstigen, geologischen Bedingungen – gefördert. Dies war ebenfalls ein gemeinsamer Konsens – ein „guter Godzilla“ gewissermaßen, beheimatet auf der Glücksinsel: Fukushima.

ausstellung shima

Der Weg von der Wiege Gojiras zur Glücksinsel ist nicht weit und das ambivalente Verhältnis des Inselstaats zur nuklearen Nutzung bringt kein Glück, auch nicht in Fukushima. Und nun taucht Gojira aus den Tiefen in das Bewusstsein auf. Über Nacht ist die riesige zweidimensionale Echse – die japanische Verkörperung des militärischen nuklearen Traumas – in die dritte Dimension gedrungen, wo sie jetzt die bereits tief verstörte japanische Seele überschattet. Doch diese Traumatisierung wird anders sein: Diesmal erscheint nicht der Godzilla, der den Atomkrieg verkörpert. Diesmal kommt Godzilla im zivilen Gewand daher.

Die Vernissage wird von einem DJ musikalisch flankiert, über eine kleine Hausbar kann die Versorgung mit Getränken abgewickelt werden. Die Ausstellung wird in dieser Form vorerst nur am heutigen Abend zu sehen sein.

Fakten: 15.04. | 20 Uhr | Böhmke

Offener Brief zur Sicherheit der Atommeiler in Deutschland und der AKW-Laufzeitverlängerung

Da heute Abend seitens der Bundesregierung ein Treffen zur Situation in Japan geplant ist, halte ich es für wichtig, deutlich zu machen, wo ich stehe. Wenn es dir genauso geht, dann verwende doch den hier angehängte Brief, schreibe ihn um und schicke ihn deinerseits an die unten genannten Adressen. Sehr effektiv und deutlich sind auch Faxe (dazu gibt es supereinfache Web-to-Fax-Dienste wie zum Beispiel pamfax.de).

Ein Gastbeitrag von Stan

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, sehr geehrter Herr Außenminister Westerwelle, sehr geehrter Herr Umweltminister Röttgen,

Ich schreibe Ihnen unter dem Eindruck der aktuellen Geschehnisse in Japan und der nuklearen Katastrophe, die sich dort ihren Weg bahnt. Da glücklicherweise die Medien aktiv über die Geschehnisse berichten, ist offensichtlich, wie dramatisch sich die Lage dort zuspitzt und wie wenig der Mensch trotz aller Risikokalkulationen wirklich Herr der Lage ist.

Die japanischen AKWs gelten als eine der sichersten Anlagen weltweit und erfüllen seit sehr vielen Jahren strenge Sicherheitskriterien – Maßstäbe, die von Wissenschaftlern unter dem Aspekt der größten anzunehmenden Unfälle und der Verkettung von dramatischen Situationen aufgestellt wurden. Diese Standards sind in ihrer Intention, sich auf das Schlimmste vorzubereiten, zu respektieren und stehen in ihrer Professionalität in keinem Verhältnis zur veralteten Technik oder dem schlecht ausgebildeten Personal, die für die Katastrophe in Tschernobyl verantwortlich waren. „Offener Brief zur Sicherheit der Atommeiler in Deutschland und der AKW-Laufzeitverlängerung“ weiterlesen

Hochschild überfährt Passantin

Manchmal sorgt die Greifswalder Ostsee-Zeitung doch noch für Überraschungen. Heute zierte CDU-Chefpopulist Axel Hochschild die erste Seite des Lokalteils. Laut Angaben der OZ habe der Vorsitzende der Greifswalder CDU-Fraktion in der Bürgerschaft am 28. Januar eine 64jährige Frau überfahren.

unfall-hochschildDer Zustand der Frau sei inzwischen stabil, ihre schweren Kopfverletzungen wird sie hoffentlich gut überstehen. Die Schuldfrage sei noch unklar. Axel Hochschild hätte sich seit dem Unfall aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und blieb sogar beim Neujahrsempfang der CDU in der Stadthalle fern.

Das Layout der ersten Greifswalder Lokalseite ist dagegen etwas verunglückt und unfreiwillig komisch, denn unter dem Artikel über Hochschilds Unfall wird ein zweiter mit Fahrerflucht: Zeugen erkannten Verursacher überschrieben.
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Spektakulärer Stunt unter Drogeneinfluss

Die Polizeidirektion Anklam veröffentlichte heute eine der spektakulärsten Pressemitteilungen seit Wochen. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, regelmäßig die kurzen Berichte zu lesen, und festgestellt, dass die trockene Art mancher Texte einer gewissen Humoristik nicht entbehrt.

Heute wurde über einen Unfall berichtet, der sich in den Morgenstunden des vergangenen Sonnabends zugetragen hat. Ein junger Mann fuhr durch eine Baustelle und vollführte unter dem Einfluss verschiedener Rauschmittel einen spektakulären Stunt, bei dem er sich  schwer verletzte. Sein gemietetes Gefährt ging in Flammen auf und brannte aus. Der Unfallfahrer gab gegenüber den Beamten zu verstehen, es sei „ein Abenteuer, ohne Führerschein und unter Alkohol zu fahren.“

„Die Feuerwehr und Polizei traf am Samstagmorgen, kurz nach 06:30 Uhr, auf der Baustelle an der B 105 bei Mesekenhagen ein. Da lag doch tatsächlich ein fast neuer Opel Astra brennend in einer vier Meter tiefen Baugrube. Vom Fahrer und der Fahrbahn keine Spur, denn die endete ca. 17 m davor mit einem 1 m hohen Sandberg. „Spektakulärer Stunt unter Drogeneinfluss“ weiterlesen