Problem gelöst: abgestellte Fahrräder am Bahnhof werden jetzt nur noch umgesetzt

Die Stadtverwaltung ist gestern von ihrem Plan abgerückt, die am Bahnhofsvorplatz abgestellten Fahrräder gen Bauhof abtransportieren zu lassen. Sie sollen jetzt stattdessen um wenige Meter in Richtung des neuen Busbahnhofs versetzt werden.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz bereits vor einer Woche beginnen. Leider wurde versäumt, rechtzeitig — also vor den Feiertagen — Hinweisschilder aufzustellen, um mitzuteilen, dass dort wegen des Baubeginns ab dem 2. Januar keine Fahrräder mehr abgestellt werden dürfen. Dieses Versäumnis führte dazu, dass dort vor einer Woche noch etwa 90 Fahrräder standen. Die Stadtverwaltung drohte damit, die verbliebenen Fahrräder zum Bauhof abtransportieren zu lassen, und setzte ein Ultimatum, das eigentlich heute Morgen um 8 Uhr verstreichen sollte.

Bahnhofsvorplatz in Greifswald(Foto:Fleischervorstadt-Blog)

Doch gestern wurde zurückgerudert. Bei einer Bauberatung wurde entschieden, dass die verbliebenen 60 Velos samt Fahrradständer auf die unbebaute Fläche zwischen Bahnhofsvorplatz und neuem Busbahnhof umgesetzt werden sollen. Damit soll einerseits die Baufreiheit gewährleistet werden, andererseits erspart man so den Fahrradbesitzern den weiten Weg zum Bauhof in der Gützkower Landstraße und erklärt die zaghaft aufgekeimte Diskussion, ob der Abtransport der Fahrräder juristisch angreifbar sei oder nicht, für beendet. Manchmal sind die naheliegendsten Lösungen eben doch die besten!

Wird der ermordete Klaus-Dieter Gerecke jetzt endlich staatlich anerkanntes Opfer rechter Gewalt?

Bald vierzehn Jahre sind seit dem grausamen Mord an dem Obdachlosen Klaus-Dieter Gerecke vergangen. Ihm wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in der Gützkower Straße von drei Heranwachsenden regelrecht das Leben aus dem Leib geprügelt, bis er schließlich aufgrund massiver Schädel-, Gesichts- und Rippenverletzungen verstarb. Heute erinnert eine Gedenkplatte an den damals 47-Jährigen, dessen Tod nun möglicherweise vor einer Neueinordnung steht.

Gedenkstein für getöteten Obdachlosen in Greifswald(Foto: Antifaschistische Aktion Greifswald)

Wie die Schweriner Volkszeitung (SVZ) berichtet, wurden bundesweit mehr als 3300 ungeklärte Tötungsdelikte auf Anhaltspunkte für eine mögliche politisch rechte Tatmotivation überprüft. Hinzu kamen 137 aufgelöste Fälle, die aber möglicherweise falsch eingeordnet wurden. Bis zum Frühjahr sollen insgesamt 745 Fälle genauer untersucht werden; die Ergebnisse könnten dann zu neuen Ermittlungen oder Änderungen in der Statistik führen. Laut SVZ beinhalten diese Überprüfungen auch zwölf oder dreizehn Straftaten, die zwischen 1991 und 2011 in Mecklenburg-Vorpommern begangenen wurden — darunter der Mord an Klaus-Dieter Gerecke.

„DA IST DER ASSI, KLATSCH IHN TOT!“  „Wird der ermordete Klaus-Dieter Gerecke jetzt endlich staatlich anerkanntes Opfer rechter Gewalt?“ weiterlesen

Mitfahrzentralen im Einzelnen: Blablacar

Kurz vor den Osterfeiertagen 2013 änderte das Onlineportal Mitfahrgelegenheit.de seine Spielregeln. Neue Nutzungsbedingungen und vor allem die Einführung einer Vermittlungsgebühr sorgten bei den Nutzern für eine bis heute anhaltende Welle der Empörung. Mehrere Unternehmen versuchen seitdem, vom Straucheln des bisherigen Marktführers zu profitieren und die in Bewegung geratenen Kräfteverhältnisse zu ihrem Vorteil zu nutzen. Gleichzeitig wurden mehrere Meta-Suchmaschinen entwickelt, mit denen plattformübergreifend die Daten vieler Anbieter zu einem aussichtsreichen Ergebnis zusammengeführt werden sollen. „Mitfahrzentralen im Einzelnen: Blablacar“ weiterlesen

Stadtverwaltung kündigt Entführungen an — bringt eure Lieblinge in Sicherheit!

Gestern Mittag sperrten Angestellte der Firma ASA Bau den Vorplatz des Bahnhofs ab, um mit dessen Umgestaltung zu beginnen. Aus dem düsteren Willkommen, das den ankommenden Bahnreisenden dort schon seit Jahren entgegennovemberte, soll nun ein einladendes Plätzchen werden. Doch dem Beginn der Bauarbeiten stehen mehrere Dutzend abgestellter Fahrräder im Weg.

bahnhofsvorplatz in greifswald(Foto: Fleischervorstadt-Blog)

Die Stadtverwaltung ist darüber alles andere als begeistert. Bausenator Jörg Hochheim forderte die Eigentümerinnen der Fahrräder dazu auf, diese „umgehend, spätestens aber bis zum kommenden Dienstag, von der Baustelle zu entfernen“. Fahrräder, die sich am 7. Januar 2014 um 8 Uhr dort noch befinden, sollen zum Bauhof in der Gützkower Landstraße 70 transportiert werden, wo sie von den Eigentümern abgeholt werden können (Mo-Do 7-16 Uhr, Fr 7-13 Uhr).

GRUNDSTÜCK ODER VERKEHRSRAUM?  „Stadtverwaltung kündigt Entführungen an — bringt eure Lieblinge in Sicherheit!“ weiterlesen

Intern: Fleischervorstadt-Blog gerät in die Kritik

Schon fünf Wochen her und beinahe untergegangen: Der Fleischervorstadt-Blog geriet in die Sprachkritik und wurde von den kommunalen Grünen kräftig in die Zange genommen. Gregor Kochhan bemängelte, dass die Berichterstattung des Blogs im Zusammenhang mit dem Überfall auf die Sparkasse im November diskriminierend und mit dem Pressekodex unvereinbar gewesen sei.

Die Berichterstattung über Kriminalität […] unterliegt gewissen Grenzen. Merkmale, die nichts mit der (mutmaßlichen) Tat zu tun haben, sollten im Bericht nicht auftauchen. Alter, Nationalität oder Ähnliches haben in Artikeln nichts zu suchen, wenn diese Merkmale nicht zur Besonderheit der Tat gehören. Auch die Hervorhebung der Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann laut Pressekodex diskriminierend sein […].

Die mehrfache Verwendung des Wortes “Grün” (grünes Fahrrad, grüne Jacke) halten wir in der Berichterstattung des FVB im Zusammenhang mit der Tatausführung (Fahrrad) für diskriminierend. Sicher sind wir für CO²-Reduzierung und -Vermeidung in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen, von dieser Tat distanzieren wir uns.

ÖKOSPIESSERVERBOTSPARTEI NERVT SATIRISCH

Wahlplakat der Gruenen Montage Banküberfall Und du?

Das Ergebnis solcherlei Textproduktion habe man an Kommentaren bei Facebook ablesen können, in denen von einem “umweltfreundlichen Banküberfall” die Rede gewesen sei. Die Grünen hätten sich fragen lassen müssen, ob sie nicht schon immer „prinzipiell für Umverteilung“ gewesen seien und es sich bei dem Banküberfall nicht um eine „Versöhnung von Ökologie und sozialer Gerechtigkeit“ gehandelt hätte. Weil dann auch noch die Bürgerinitiative für die Diagonalquerung diskreditiert wurde („der Räuber sei quer über die Europakreuzung gefahren“), reichte es den linken Ökospießern: Sie entschieden sich für härtere Methoden und forderten vom Fleischervorstadt-Blog, dass dieser sich an den eigenen Maßstäben in Sachen Political Correctness messen ließe. „Intern: Fleischervorstadt-Blog gerät in die Kritik“ weiterlesen

33-jährige Frau von Ex-Freund erstochen

Am Sonnabendmorgen wurde in Greifswald offenbar eine Frau von ihrem Ex-Freund erstochen. Der mutmaßliche Täter meldete sich über den Notruf der Polizei und soll angegeben haben, seine Freundin im Streit getötet zu haben. Die alarmierten Beamten fanden die 33-jährige Frau daraufhin leblos in ihrer Wohnung.

Polizei Auto(Foto: H.D.Volz / pixelio.de)

Die Polizei begann umgehend mit der Fahndung nach dem Tatverdächtigen, der nach einer Verfolgungsjagd auf der A20 festgenommen werden konnte. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 36-jährigen Mann handeln, der auch zuvor schon wegen schwerer Körperverletzung verurteilt worden ist. Er wurde gestern Abend vor den Haftrichter geführt. Gerüchten zufolge hinterlässt die getötete Frau ein Kind.

  • Tötungsdelikt an einer 33- jährigen Frau (PM Polizei, 28.12.2013)