Fernsehbericht über Kunstprojekt „Schaufensterschau“

Am 30. September begann in Greifswald das vom Quartiersbüro Fleischervorstadt organisierte Kunstprojekt Schaufensterschau, in dessen Verlauf sich sechs Künstlerinnen und Künstler eine Woche lang mit jeweils einem bis dahin leerstehenden Schaufenster auseinandersetzten.

Der Regionalsender Greifswald TV begleitete die Schaufensterschau von Anfang bis Ende, interviewte sowohl Künstlerinnen als auch Organisatoren und stellt das Projekt in einem wirklich sehenswerten Beitrag vor.

Großprojekt Hochwasser-Sperrwerk Greifswald, es geht voran!

Im Januar 2011 begann nach langer Planung und mehrjährigen Vorarbeiten der Bau des Hochwasser-Sperrwerks in Greifswald. Nach seiner Fertigstellung, die für April 2014 geplant ist, soll es die Hansestadt und vor allem deren Ortsteil Wieck vor hereinströmenden Wassermassen schützen.

Verlagerung des Hochwasserschutzes vom Ryck an den Bodden

Aufgrund der Form des Ostsee-Beckens und der Lage der vorpommerschen Küste sind die Gebiete an der Dänischen Wieck sturmflutgefährdet. In der Vergangenheit hat sich mehrfach erwiesen, dass Greifswald in besonderem Maße von Hochwasser bedroht ist.

sperrwerk wieck greifswald(Abbildung: Wasser und Abfall)

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Portrait über den Greifswalder Biernotruf

Eine clevere Geschäftsidee, ein nächtliches Quasi-Monopol der mobilen Getränkeversorgung, eine Rettung für unseren Durst — der Greifwalder Biernotruf ist hierorts inzwischen zu einer festen Institution geworden.

Das sah der Regionalsender Greifswald TV offenbar ähnlich und produzierte vor kurzem ein Portrait über den Bierhandel auf Rädern, das den Biernotruf-Fahrer Filip Koch eine Nacht lang auf seiner Tour durch Greifswald begleitet. Die inzwischen zweite Sendung über das kleine Unternehmen — die erste strahlte bereits der NDR vor viereinhalb Jahren aus — eröffnet angeheiterte Einblicke in vorpommersche Mund- und Lebenart.

Wurde der Lieferant vor einem Vierteljahr noch wehrhaftes Opfer eines versuchten Raubüberfalls, so lief in dieser Nacht alles wie geschmiert. Ein Mann, ein Wort, ein Biertransport!

Video (07:59)
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Festgehalten: Freestyle-Fußballer Ralf Dörn

Um Ralf Dörn ging es hier schon einmal im Dezember 2010, als der Fußballakrobat zur Sportskanone des Jahres gekürt wurde. Nun hat sich der Regionalsender Greifswald TV des Lederjongleurs angenommen und den siebzehnjährigen Hansestädter portraitiert. Für Dörnianer und Freunde vorpommerscher Mundart ein Ohrenschmaus Galore, erst recht mit angeborener Saxonphontaubheit!

 

Intendantenwechsel: Ein Ensemble verabschiedet sich

Vor gut einer Woche verabschiedeten sich die nichtverlängerten Mitglieder des Ensembles nach der letzten Vorstellung der Koschel-Inszenierung Das Fest von ihrer Spielstätte und vom Greifswalder Publikum. Mit dem Arbeitsbeginn des neuen Intendanten Dirk Löschner endet ihr Engagement am Theater Vorpommern.

TOSENDER BEIFALL ZUR LETZEN EHRE

theater vorpommern greifswaldDer Regionalsender Greifswald TV zeichnet in einem ungewohnt umfangreichen Portrait ihr Wirken nach. Darin sind auch die emotionalen Abschiedsszenen festgehalten, in denen nach der letzten Aufführung ein sichtlich ergriffenes Publikum „ihr“ scheidendes Ensemble — unter anderem  Eva-Maria Blumenrath, Marta Dittrich, Anke Neubauer sowie Grian Duesberg — feierte.

Diese Aufnahmen wurden mit Archivmaterial ergänzt und mit aktuelleren Interviews verwoben, in denen die Schauspieler Katja Klemt, Hannes Rittig und Christian Holm sowie die Dramaturgin Catrin Darr und Schauspieldirektor Matthias Nagatis auf ihre Arbeit in Greifswald zurückblicken, eine Prognose zur Zukunft des Schauspielhauses jedoch vermeiden und über die eigene wenig zu sagen vermögen. Willkommen in der Prekarität!

Bessere Nachrichten als das Beschäftigungsende dieser Menschen gibt es indes für die Freundinnen des TresenLesens: Die seit 2004 im Café Koeppen beheimatete Lesereihe bleibt erhalten und wird unter anderem Namen weitergeführt. Katja Klemt, Hannes Rittig, Christian Holm, Eva-Maria Blumenrath, Marta Dittrich, Anke Neubauer und Grian Duesberg bleiben dann also vorerst doch noch zu erleben sein.
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LÖSCHNER WIRD BRELIEREN

Unterdessen präsentierte das Theater Vorpommern das vom Illustratoren Michael Hahn neuentwickelte Design. Er wird ab der kommenden Spielzeit alle grafischen Arbeiten des Theaters verantworten.

Passend zur thematischen Leitlinie dieser Spielzeit, kein risiko, soll das neue Logo für einen „ebenso anspruchsvollen wie risikobereiten Umgang mit dem schwer zu bändigenden Element Feuer“ stehen. So richtig mag der Funke allerdings nicht überspringen.

kein risiko theater

Das Programm für die kommende Spielzeit steht bereits fest. Die beiden Löschners bringen mehrere Stücke aus Stendal mit — hervorhebenswert dabei der Auftritt des Intendanten selbst, der sich in seiner Rolle als Jaques Brel-Chanteur bereits in Stendal bewährte. Und wer unmittelbar nach der TanZZeiT 2013 mit Bandscheibenvorfall, einem „Abend für Leute mit Haltungsschäden“, aufwartet, beweist wenigstens Humor.

(Abbildungen: Michael Hahn, Theater Vorpommern)

Nach Widerspruch: Milderes Urteil gegen Robin-Wood-Aktivisten

Das Amtsgericht Greifswald verurteilte heute zwei Anti-Atom-Aktivisten wegen Nötigung zu zwei Geldstrafen von insgesamt 1360 Euro. Die beiden Mitglieder der Umweltschutzorganisation Robin Wood ketteten sich während des Castortransports im Dezember 2010 an die Schienen zwischen Greifswald und Lubmin und verzögerten mit der medienwirksamen Aktion den Castor um fast sechs Stunden.

Geringere Geldstrafen und kein Eintrag ins Führungszeugnis

Mit diesem Urteil wurde die Geldstrafe auf fast ein Sechstel der ursprünglich veranschlagten Summe von 3600 Euro pro Angeklagter reduziert. Neu bewertet wurde außerdem der durch die Aktion entstandene Sachschaden, der statt auf 25.000 Euro nur noch auf 250 Euro beziffert wurde. Da nicht ermittelt werden konnte, wer den — offenbar schon lange vor der Ankettaktion ins Gleisbett gebrachten — Betonblock befestigte, wurden die Vorwürfe wegen Sachbeschädigung und Störung öffentlicher Betriebe nicht anerkannt.

(Foto: chris grodotzki, 2010)

Mit diesem Urteil ist keine Eintragung mehr ins polizeiliche Führungszeugnis der Betroffenen verbunden. Die Verhandlung wurde von Unterstützerinnen begleitet, die mit einem öffentlichen Frühstück auf den Prozess aufmerksam machten. Greifswald TV war bei der Verhandlung zugegen und veröffentlichte schon heute Nachmittag einen Beitrag dazu.

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  • Pressemitteilung Urteil im Lubmin-CASTOR-Prozess (blockmin, 11.06.12)