Vernissage: „Große Formate I“

Was macht große Bilder aus? Wie wirken große Formate auf den Betrachter? Die Ausstellung Große Formate I geht diesen Fragen nach und untersucht das Verhältnis von erweitertem Bildraum und künstlerischen Ausdrucksweisen sowie deren Wahrnehmung durch körperlich einbezogene Betrachter. 

Große Formate 1, Neue Greifen Galerie

Matthias Wegehaupt „Flut“ (Ausschnitt)

Ausgestellt werden Arbeiten von den etablierten Greifswalder Kunstschaffenden Nils Dicaz, Uta Jeran, Wolfgang Tietze, Eugen Kunkel und Matthias Wegehaupt, die mit der Neuen Greifen Galerie assoziiert sind. Sie setzen sich in ihren Arbeiten immer wieder mit der spannungsvollen Beziehung von Form und Format gestalteter Bilder auseinander. Alle Künstlerinnen arbeiten mit verschiedenen Techniken und zeigen in der Ausstellung Arbeiten, die nur für diese Exposition entwickelt wurden.

Die Werke werden bis zum 18. Juli in der Neuen Greifen Galerie ausgestellt.

Fakten: 10.06. | 15 Uhr | Neue Greifen Galerie

Gehacktes: Türkische Hacker übernehmen Webseite der Uni Greifswald

Während der Pfingsttage wurde das Karriereportal der Universität Greifswald von türkischen Hackern übernommen. Danach wurden Gäste der Seite von türkischer Musik und einem Begrüßungsbild erwartet.

Wer am Pfingstsonntag das Karriereportal der Universität Greifswald besuchen wollte, wird sich gewundert haben. Nach dem Laden der Adresse erschienen dort keineswegs wie gewohnt die inserierten Stellenausschreibungen. Statt der Jobbörse wurde ein Standbild mit türkischen Botschaften eingeblendet, dazu gab es gleichsam ungefragt die passende musikalische Untermalung.

Uni Greifswald gehacked(Screenshot)

Schlimm: Ayyıldız Tim behinderten über die Pfingstfeiertage die Karrierechancen zahlreicher Studierender

„Gehacktes: Türkische Hacker übernehmen Webseite der Uni Greifswald“ weiterlesen

Reklame

Arena der Alltagsakrobaten — Susanne Kreckel feiert am Theater Vorpommern eine „Show des Scheiterns“

Eine Theaterkritik von Florian Leiffheidt

In einer Zeit, in der Fernsehprogramme Paare anhand ihrer nackten Körper zu verkuppeln suchen, in der es Filme braucht, um auf die Gefahren von überperfektionierten Vorstellungen hinzuweisen — in so einer Zeit erscheint die jüngste Inszenierung von Susanne Kreckel am Theater Vorpommern wie nahezu perfekt gesetzt.

MACHTkörper oder „Die Show des Scheiterns!“, eine Inszenierung, welche am vergangenen Freitag auf der Bühne des ausverkauften Rubenowsaals Premiere feierte, entstand in einer Arbeit Kreckels mit einem Team aus theaterinteressierten Bürger*innen Greifswalds, ein Umstand, welcher sich als Glücksfall erweisen sollte. Jung neben alt, heimisch neben zugezogen, Abiturientin neben Wissenschaftler — so viel sei zu der Konstellation der Darstellenden gesagt.

MACHTKörper Theater Vorpommern

Sie alle präsentieren ihre Geschichten von bzw. Erlebnisse mit ihren Körpern und allen erdenklichen Widrigkeiten, die durch gesellschaftliche Vorstellungen von Optimierung, Schönheits- und Gesundheitswahn entstehen können. Es werden zeitgleich jene Probleme verhandelt, welche der Körper seinen Besitzenden zu bescheren im Stande ist. Und, so viel steht fest, es ist ein Fest, diesem Zirkus der Alltagsakrobaten, diesem Panoptikum physischer wie psychischer Problemfälle zuzusehen. Hereinspaziert in die Manege der (vermeintlich) Missgebildeten!

Zwischen Alltagsbanalität und Intellekt

„Arena der Alltagsakrobaten — Susanne Kreckel feiert am Theater Vorpommern eine „Show des Scheiterns““ weiterlesen

Vorstellung der Expertise „Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern“

Heute Abend wird im Koeppenhaus die Expertise „Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern“ von Mitautorin Dr. Heike Radvan vorgestellt.

Die Expertise „Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern“ ist die erste umfangreiche Studie zu diesem Thema für das Bundesland. Sie wurde im Dezember 2016 vom Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Der Verein arbeitet seit 2008 aus geschlechterreflektierender Perspektive zu Fragen demokratischer Kultur und Teilhabe sowie gegen Rechtsextremismus.

Homo- und Transfeindlichkeit in MV

„Vorstellung der Expertise „Homo- und Trans*feindlichkeit in Mecklenburg-Vorpommern““ weiterlesen

Unterwegs mit dem „Unternehmen Natur“ im Lassaner Winkel

Versteckte Waldseen, eine Kormorankolonie zum Ausgleich und jagende Seeadler —  das Greifswalder „Unternehmen Natur“ zeigt die vorpommersche Provinz von ihrer schönsten Seite.

Raus in die Natur sollte es am ersten warmen Tag dieses Jahres gehen. Ein Jahr, das den Frühling wie gewohnt übersprang und fast nahtlos in den Sommer kippt. Doch eine Sollbruchstelle dieses Wandels zeichnete sich schon mehrere Wochen vor dem gegenwärtigen Stimmungshoch ab und genau dieses erste Aprilwochenende war anvisiert, um zusammen mit dem „Unternehmen Natur“ den Lassaner Winkel zu erkunden.

Landrover Defender Unternehmen Natur

Das „Unternehmen Natur“ bietet keine gewöhnlichen ungewöhnlichen Jeep-Safaris (Foto: Florian Schröder)

Keine Angst vor dem Hinterland!

Lassaner Winkel, das ist für die, die es nicht besser wissen, die Küstenregion zwischen Anklam und Wolgast, geprägt durch flache Grundmoränen- und hügelige Endmoränenlandschaften. Sanfte Erhebungen, dichte Wälder und viele Tiere. Eine großartige Aussicht. „Unterwegs mit dem „Unternehmen Natur“ im Lassaner Winkel“ weiterlesen

Zwischen Äpfeln, Appetithäppchen und menschlichen Abgründen — Hannes Hametner verabschiedet sich mit Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ vom Theater Vorpommern

Eine Theaterkritik von Florian Leiffheidt

Was kann es Schöneres geben, als Freunde zu einem gemütlichen gemeinsamen Abend einzuladen? Was kann es Schöneres geben, als bei gutem Essen und erlesenem Wein über wichtige wie alltägliche Themen zu diskutieren? Und was kann es Schlimmeres geben, wenn ein so vorhergesehener Abend vollends aus dem Ruder gerät? Diesen Fragen spürt Hannes Hametner in seiner Inszenierung des Schauspiels „Drei Mal Leben“ von Yasmina Reza auf ebenso eindrucksvolle wie leichtfüßig-unterhaltsame Art und Weise nach.

"Drei Mal Leben" am Theater Vorpommern

Aus Kommunikation wird Kampf

„Zwischen Äpfeln, Appetithäppchen und menschlichen Abgründen — Hannes Hametner verabschiedet sich mit Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ vom Theater Vorpommern“ weiterlesen