Brinke-Prozess: Verfahren gegen Hausbesetzerin eingestellt

Der erste Prozess gegen eine Hausbesetzerin der Brinkstraße 16/17 vor dem Greifswalder Amtsgericht endete, bevor er beginnen konnte. 

Gegen die Zahlung einer geringen Geldauflage wurde gestern das Verfahren wegen Hausfriedensbruch gegen eine der Hausbesetzerinnen eingestellt, die im Herbst 2014 sechs Wochen lang das Gebäudeensemble in der Brinkstraße 16/17 bewohnten, um auf diese Weise gegen die Vernichtung von bezahlbarem Wohn- und Kulturraum zu protestieren und den drohenden Abriss des Gebäudes zu verhindern.

brinke hausbesetzung polizei

Räumung der Brinkstraße 16/17 (Foto: privat)

Besetzerin versteckte sich in Zwischenboden

Als Hauptgrund für die Einstellung dieses und weiterer fünf Verfahren in diesem Zusammenhang benennt eine Unterstützergruppe in einer Pressemitteilung die dürftige Anklage. Die zuständige Staatsanwaltschaft stimmte der Verfahrenseinstellung zu. Obwohl die Verhandlung abgesagt wurde, trafen sich heute Unterstützerinnen der Angeklagten vor dem Amtsgericht und thematisierten die Besetzung und deren Räumung. Dabei wurden auch Erfahrungsberichte der Angeklagten verlesen, in denen die Räumung als Zerstörungsakt beschrieben wurde. Weiterhin wurde von “Beleidigungen durch Polizist_innen und einer Person, die geschlagen wurde”, berichtet. Weiterlesen

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Erster Prozess gegen Hausbesetzerin der Brinkstraße

Sechs Wochen lang besetzten mehrere junge Leute im Herbst 2014 ein Häuserensemble in der Brinkstraße 16/17, ehe sie von einem Großaufgebot der Polizei geräumt wurden. Am Dienstag beginnt vor dem Greifswalder Amtsgericht der erste Prozess gegen eine der Besetzerinnen.  Weiterlesen

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Verdacht der Vergewaltigung im BT 22

Seit der Vergewaltigung einer Partybesucherin in Greifswald sind kaum zwei Monate vergangen, nun ermittelt die Polizei abermals wegen sexualisierter Gewalt im Greifswalder Club BT 22.

Logo Polizei MVWie die Polizei heute mitteilt, wurden die Beamten am Abend des 10.01.2016 darüber informiert, dass sich im Neubrandenburger Klinikum eine 21-jährige Frau befindet, die angibt, in dem Greifswalder Club BT 22 vergewaltigt worden zu sein. Nach Polizeiangaben soll sich die Geschädigte dort in der Nacht vom 09.01.2016 zum 10.01.2016 mit Freunden bei einer Veranstaltung aufgehalten haben. Dort sei sie von zwei männlichen Gästen immer wieder belästigt worden. Trotz der Aufforderung, sie in Ruhe zu lassen, soll sie in einen Raum gezerrt worden sein. Einer der Tatverdächtigen habe dann sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen. Als sie körperlichen Widerstand geleistet habe, ließ der Unbekannte von ihr ab und beide Männer entfernten sich. Die 21-Jährige begab sich dann in Neubrandenburg zum Klinikum, wo sie nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnte. Weiterlesen

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Das Völkchen von Greifswald und sein Anführer

Ein Gastbeitrag von Harry Finckelthaus (Greifswald)

“Greifswald wehrt sich” und “Frieden, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit” nennen sich zwei Bewegungen, die seit Monaten vereint versuchen, in Greifswald eine “Bürgerbewegung” auf die Beine zu stellen. “Wir sind das Volk” rufen sie, aber es klingt dünn. Im Schnitt kommt auch nach einem Vierteljahr Anstrengung auf jeden Polizisten ein “Bewegter”, 120 oder 130. Sie sind weder rechts noch links, sagen sie, erst recht wollen sie keine Nazis sein. Obwohl ihr Anführer keine Gelegenheit auslässt, die Gegendemonstranten als “linksfaschistisch” oder “linksgrün versiffte Chaoten” zu titulieren.

ffdg greifswald

Unter den Gegendemonstranten des Bündnisses “Greifswald für alle” läuft eine Diskussion, man solle niemanden Nazi nennen, der es nicht ist. Wäre es nicht besser, über ihre Inhalte zu reden als über die Frage, wie man sie nennen soll? Diese rein akademische Diskussion über den Namen, Nazi oder nicht, führt nicht weiter. Am Montagabend zogen 120 “Bewegte” (nach Angaben der Polizei) von der Hans-Beimler-Straße zum Theatercafé und dann auf anderem Weg zurück. Ich habe mir angehört, was ihr Anführer Norbert Kühl seinen Anhängern zu sagen hatte.

Über die Gegendemonstranten: Weiterlesen

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Asylgegner sammeln unfreiwillig 450 Euro für Flüchtlinge

Am Montagabend fanden in Greifswald mehrere Demonstrationen und Mahnwachen statt, die weitestgehend störungsfrei verliefen. Die rechten Asylgegner sammelten mit ihrem unfreiwilligen Spendenlauf insgesamt 450 Euro für die Greifswalder Flüchtlingshilfe.

Die beiden rechten Gruppierungen FFDG und “Greifswald wehrt sich” veranstalteten am Montagabend eine Demonstration unter dem Motto “Deutschland unser Vaterland”. Bereits ab 18 Uhr versammelten sich etwa 180 Gegendemonstrierende an insgesamt vier Mahnwachen in unmittelbarer Nähe zum FFDG-Treffpunkt, um gegen die Fremdenfeindlichkeit und den Rassismus von der gegenüberliegenden Straßenseite zu protestieren. Auf der größten Mahnwache vor dem DLZ positionierte sich Rektorin Prof. Dr. Weber in einer kurzen, aber eindringlichen Rede gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus — Einstellungen, die mit einem universitären Wissenschaftsstandort unvereinbar seien. Im Laufe des Abends wurden weitere Redebeiträge gehalten, unter anderem von Jörg Kasbohm (Die Linke) und Anne Wolf (Alternative Liste). Dazwischen sorgte Greifsmusic dankbarerweise wieder für ein abwechslungsreiches Live-Programm.

ffdg-gegendemo-rektorin-weber-greifswald600Rektorin Prof. Dr. Weber erklärt Universität und Fremdenfeindlichkeit für unvereinbar (Foto: Fleischervorstadt-Blog)

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Vergewaltigung in Greifswald: mutmaßlicher Täter gefasst

Im Fall der Vergewaltigung einer 28-Jährigen in Greifswald konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter festnehmen und einen schnellen Ermittlungserfolg für sich verbuchen.

Am Montag wurde bekannt, dass am vergangenen Wochenende eine 28-jährige Frau auf dem nächtlichen Nachhauseweg von einem Clubbesuch überfallen und vergewaltigt wurde. Die Polizei konnte heute einen schnellen Ermittlungserfolg vermelden, denn der mutmaßliche Täter wurde inzwischen festgesetzt.

Logo Polizei MVDer Beschuldigte wurde über eine DNA-Analyse identifiziert. Heute Nachmittag wurde der 44-Jährige Mann aus Greifswald, der aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen stammt, durch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Anklam vor seiner Wohnung festgenommen. Er ist bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten und wegen anderer Sexualdelikte vorbestraft. Morgen wird er dem Haftrichter vorgeführt. Die anfangs von der Polizei vermutete Verbindung zur versuchten Entführung einer 29-jährigen Studentin wurde durch den DNA-Vergleich jedoch nicht bestätigt.

  • Treffer in der DNA-Analyse-Datei führt zur Festnahme des Täters (PM Polizei, 13.11.2015)

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Vergewaltigung in Greifswald: Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung

In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag soll im Bereich der Straße Am Gorzberg eine Frau vergewaltigt worden sein. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Logo Polizei MVWie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mitteilt, soll in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag zwischen 04.45 Uhr und 05.30 Uhr im Bereich der Straße Am Gorzberg eine 28-jährige Frau vergewaltigt worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen sei die Geschädigte allein unterwegs gewesen. Zuvor soll sie sich im BT22 aufgehalten haben, von wo aus ihr Nachhauseweg über die Gützkower Landstraße und Am Gorzberg entlang führte. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde sie auf Höhe des Reifenhandels von einer bislang unbekannten Person angegriffen, gewaltsam zu Boden gebracht und geschlagen. Im weiteren Verlauf nahm der unbekannte sexuelle Handlungen an der 28-Jährigen vor, ehe er den Tatort in unbekannte Richtung verließ.

Die Geschädigte trug  durch den Angriff Verletzungen am gesamten Körper davon, konnte aber nach einer ambulanten Behandlung im Klinikum entlassen werden. Sie beschreibt den Täter als 25-30 Jahre alten Mann mit Bart und heiserer Stimme, der schwarze beziehungsweise dunkelgrüne Kleidung sowie schwarze Handschuhe trug. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam ermittelt und bittet die Bevölkerung um Hinweise. Gesucht werden Zeugen, die am 08. November in der Zeit von 04:30 Uhr bis 05:30 Uhr im Bereich Gützkower Landstraße/Am Gorzberg Beobachtungen gemacht haben. Diese mögen sich bittet telefonisch, persönlich oder online melden (Kontaktadressen in der verlinkten PM). Die Ermittler prüfen außerdem einen möglichen Zusammenhang mit der gefährlichen Körperverletzung und versuchten Entführung einer 29-jährigen Studentin im März dieses Jahres in Greifswald.

  • Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung nach einer Vergewaltigung in Greifswald (PM Polizei, 09.11.2015)

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