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Posts Tagged ‘Polizei’

Pizzeria in der Langen Reihe überfallen — Polizei bittet um Mithilfe

Monday, March 17th, 2014

Gestern Abend wurde eine Pizzeria in der Langen Reihe von zwei vermummten Männern überfallen, die die Angestellten mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedrohten und die Herausgabe von Bargeld forderten.

Logo Polizei MV

Nachdem die beiden mutmaßlichen Täter den Inhalt der Kasse, in der sich mehrere hundert Euro befunden haben sollen, an sich genommen haben, flüchteten sie zu Fuß in unbekannte Richtung. Die vier Angestellten wurden bei dem Überfall nicht verletzt. Eingeleitete polizeiliche Fahndungsmaßnahmen blieben bislang ohne Erfolg — nun wird die Bevölkerung um Hinweise, die zur Aufklärung dieser Straftat führen können, gebeten (PI Greifswald, 03834-5400): Wer hat die Tat oder die Täter beobachtet? Wem sind im genannten Tatzeitraum zwei verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Pizzeria aufgefallen?

Bei der betroffenen Pizzeria soll es sich nicht um San Remo, sondern um Smiley’s handeln. Dies ist leider nicht der erste Überfall in der Greifswalder Pizzabranche — erst vor gut einer Woche wurde ein Pizzafahrer in der Wiecker Dorfstraße niedergeschlagen und ausgeraubt.

  • Bewaffneter Raubüberfall in Greifswald (PM Polizei, 17.03.2014)

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Junger Mann auf dem Wall angegriffen — weil er ein Kleid trug

Monday, March 3rd, 2014

Die Serie unerfreulicher Polizeimeldungen über Verbrechen in Greifswald reißt leider nicht ab. Heute wird über einen gewalttätigen Übergriff auf dem Wall berichtet, den man in den USA wohl unter hate crime — also als aufgrund von Hass oder Vorurteilen begangenes Delikt — verbuchen würde.

Polizei MVAm Sonntag, 04:30 Uhr, kam es vor der Mensa und im Bereich des Mühlentores/Wallanlage zu tätlichen Auseinandersetzungen, bei der zwei Frauen (19, 22 Jahre) und zwei Männer (23, 26 Jahre) verletzt wurden. Zuvor hatten drei Männer einen auf dem Heimweg befindlichen 23-jährigen Gast der “Kostüm Party”, der sich als Frau verkleidet hatte, obszön/diskriminierend/sexistisch beschimpft und angegriffen. Dabei tat sich laut Zeugenaussagen ein 25 bis 30 Jahre und ca. 160 cm großer junger Täter hervor, der u. a. versuchte, einem zur Hilfe eilenden jungen 26-jährigen Mann mit einem Schlagring anzugreifen. Der Schlag traf jedoch eine 23-jährige Frau, die zu Boden ging und kurzzeitig bewusstlos wurde. Eine weitere 19-jährige junge Frau erlitt ebenfalls Schlagverletzungen.

Die Polizei konnte die Täter, zu denen bereits sehr gute Zeugenhinweise vorliegen, vor Ort nicht mehr stellen. Ein gerufener Rettungswagen versorgte die Geschädigte am Wall ambulant.

In Deutschland gibt es keinen eigenen Staftatbestand für Hassverbrechen. 2012 scheiterte eine Gesetzesinitiative, die eine Änderung des Strafgesetzbuchs vorsah, um Taten aus menschenverachtenden Motive härter zu bestrafen. Dem Themenfeld Hasskriminalität werden politisch motivierte Straftaten zugeordnet, die sich gegen eine Person aufgrund ihrer politischen Einstellung, Nationalität, Volkszugehörigkeit, Rasse, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Herkunft, sexuellen Orientierung, Behinderung, ihres äußeren Erscheinungsbilds oder ihres gesellschaftlichen Status richten.

  • Polizei ermittelt nach Körperverletzungen (PM Polizei, 03.03.2014)

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Tschetschenische Familie bei Abschiebung aus Greifswald getrennt

Monday, March 3rd, 2014

Gastbeitrag von der Gruppe Defiant 

In den frühen Morgenstunden kam es heute in Greifswald zu einer Abschiebung nach Dublin-II-Verfahren. Gemeinsam mit zwei Mitarbeiter_innen der Ausländerbehörde holten Polizeibeamte eine sichtlich aufgelöste Frau und ihren 15-jährigen Sohn aus dem hiesigen Flüchtlingsheim, um sie, wie eine Woche zuvor den Rest der Familie, nach Polen abzuschieben.

VERSTOSS GEGEN DIE MENSCHENRECHTE

Bereits am vergangenen Dienstag betraten uniformierte Beamte die sogenannte „Gemeinschaftsunterkunft” in der Spiegelsdorfer Wende, um die hier untergebrachte sechsköpfige tschetschenische Familie abzuschieben. Einer der vier Söhne (15 Jahre) versteckte sich und blieb unauffindbar. Aus nicht nachzuvollziehenden Gründen entschieden die beteiligten Beamten daraufhin die Familie zu trennen und erst einmal Vater und die anwesenden Söhne (10, 10 und 21 Jahre) nach Warschau zu schicken, während der (re)traumatisierten Mutter ein zweiter Abschiebetermin für sich und den verbliebenen Sohn mitgeteilt wurde. „Diese willkürliche Entscheidung stellt in unseren Augen eine klare Verletzung der Menschenrechte dar”, so Katharina Lang, Pressesprecherin der antifaschistischen Gruppe Defiant „und wir verurteilen sie zutiefst!”

Abschiebung von zwei Tschtschenen aus der Gemeinschaftsunterkunft in GreifswaldWie tausende Flüchtlinge floh auch diese Familie aus Angst vor Gewalt und Folter im Zuge der Tschetschenienkriege. Die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet im Menschenrechtsreport Nr. 68 vom „Verschwindenlassen” vermeintlicher Kadyrow-Gegner und ihren Angehörigen, von Folter in Haftanstalten und an geheimen Orten, sowie massiver Verstöße gegen die Frauenrechte als Beispiele „besonders gravierender Menschenrechtsverletzungen”. Auch die UNHCR weißt in einer Stellungnahme vom Januar 2002 (pdf-Dokument, 163 kb) auf „weit verbreitete schwere Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen das humanitäre Recht im Konfliktgebiet” hin. Aus verlässlichen Quellen lägen Berichte über „Folter, Massenexekutionen, willkürliche Inhaftierungen, Verschwindenlassen, Vergewaltigungen, Misshandlungen, weitreichende Zerstörungen und Plünderungen von Eigentum vor”.

Und doch wird kaum ein Asylverfahren für Menschen aus der Russischen Föderation inhaltlich entschieden, da in der Regel die Dublin-II-Verordnung greift, nach welcher Flüchtlinge automatisch in sogenannte sichere Drittstaaten abgeschoben werden, sofern sie dort auf der Flucht zuerst registriert wurden. Statt der Asylgründe wird also nur noch der Reiseweg geprüft, der die meisten Tschetschenen über Polen nach Deutschland führt. (more…)

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Entgleist: Geschäftsführer der CDU-Fraktion verursacht mittelschweren Internetunfall

Friday, January 10th, 2014

Der Geschäftsführer der Greifswalder CDU-Fraktion machte gestern seinem Namen alle Ehre und löste mit einem nächtlichen Facebook-Eintrag eine Woge der Empörung aus, deren fäkale Sturmausläufer sich bis zu Twitter ausbreiteten.

“MAN SOLLTE DENEN DIE HÄNDE ABHACKEN!” (more…)

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33-jährige Frau von Ex-Freund erstochen

Sunday, December 29th, 2013

Am Sonnabendmorgen wurde in Greifswald offenbar eine Frau von ihrem Ex-Freund erstochen. Der mutmaßliche Täter meldete sich über den Notruf der Polizei und soll angegeben haben, seine Freundin im Streit getötet zu haben. Die alarmierten Beamten fanden die 33-jährige Frau daraufhin leblos in ihrer Wohnung.

Polizei Auto(Foto: H.D.Volz / pixelio.de)

Die Polizei begann umgehend mit der Fahndung nach dem Tatverdächtigen, der nach einer Verfolgungsjagd auf der A20 festgenommen werden konnte. Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich um einen 36-jährigen Mann handeln, der auch zuvor schon wegen schwerer Körperverletzung verurteilt worden ist. Er wurde gestern Abend vor den Haftrichter geführt. Gerüchten zufolge hinterlässt die getötete Frau ein Kind.

  • Tötungsdelikt an einer 33- jährigen Frau (PM Polizei, 28.12.2013)

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Nach Angriff auf Hausprojekt in Greifswald: Anklage gegen NPD-Kommunalpolitiker Daniel Ohm wegen schweren Landfriedensbruchs

Tuesday, December 17th, 2013

In der Nacht vom 14. zum 15. August erreichte die Polizei ein Notruf. Vor einem Wohnprojekt in der Grimmer Straße hatten sich 15 bis 20 Personen versammelt, die die Bewohner dazu aufforderten, herauszukommen. Die Männer, die der rechten Szene zugeordnet wurden, waren teilweise vermummt und mit Schlagstöcken bewaffnet — NPD-Wahlkampf 2013 in Greifswald.

Daniel Usedom NPD-Vertreter UsedomNachdem die Neonazis eine Scheibe des Hauseingangs zerstört hatten, entfernten sie sich in drei Kleintransportern, die später im Zuge einer weiträumigen Polizeifahndung kontrolliert wurden. Unter den Insassen dieser Fahrzeuge befanden sich vier Politiker der NPD: Tino Müller (stellvertretender Vorsitzender der NPD-Landtagsfraktion), dessen Bruder Marko (NPD-Landesvorstand), Norman Runge (Mitglied des Kreistags des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte) sowie Daniel Ohm (NPD-Stadtvertreter der Stadt Usedom).

Die Staatsanwaltschaft Stralsund begann, gegen die vier Rechtsextremisten wegen „schweren Landfriedensbruchs“ zu ermitteln; hierfür wurde durch den Landtag auch die Immunität von Tino Müller aufgehoben. Doch die Ermittlungen gegen das Landtagsmitglied wurden eingestellt — als einziger aus der Gruppe sei Daniel Ohm aus Usedom zweifelsfrei identifiziert worden. Der 30-Jährige wird jetzt wegen schweren Landfriedensbruchs angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Rechtsextremisten laut Strafgesetzbuch eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Wann der Prozess gegen Ohm beginnen wird, ist noch unbekannt. Derzeit sitzt er nicht nur in der Kommunalvertretung der Stadt Usedom, sondern ist auch Angestellter der NPD-Fraktion in Schwerin und hat unkontrollierten Zugang zum Schweriner Landtag.

  • Drei Neonazis beschäftigen die Gerichte (Nordkurier, 17.12.2013)
  • Anklage gegen NPD-Politiker Daniel Ohm (NDR, 16.12.2013)
  • NPD-Kommunalpolitiker Ohm wegen schweren Landfriedensbruchs angeklagt (Endstation Rechts, 16.12.2013)
  • Drohkulisse und Sammelwahn: Die NPD startet in den Wahlkampf (Fleischervorstadt-Blog, 15.08.2013)

(Foto: Kombinat Fortschritt)

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Weihnachtsmarktbesucher mit Messer angegriffen und schwer verletzt

Monday, December 9th, 2013

Nach dem Besuch des Greifswalder Weihnachtsmarkts wurde am Freitagabend ein 34-jähriger Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Er musste mit Stichverletzungen ins Klinikum eingeliefert und operiert werden.

Polizei MVWie die Polizei mitteilt, habe sich der Geschädigte gegen 21 Uhr auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt befunden. Er habe dort zuvor mehrere Tassen Glühwein getrunken, ehe er wenig später von mehreren Personen zum Weiterfeiern eingeladen wurde, sich aber dafür entschied, alsbald den Heimweg nach Schönwalde I anzutreten. An der Europakreuzung soll er dann dem Täter — mutmaßlich einem Mann aus dieser Gruppe — wiederbegegnet sein, der ihn kurz angesprochen und dann mit einem Messer angegriffen haben soll. Der Geschädigte, bei dem später ein Atemalkoholwert von 1,95 Promille gemessen wurde, verlor daraufhin sein Bewusstsein. Nachdem er sein Zuhause erreicht hatte, bemerkte er eine blutende Wunde am Bauch. Der herbeigerufene Notarzt sorgte für einen Transport ins Klinikum, wo weitere Stichverletzungen festgestellt wurden.

Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Dass jedoch keine Personenbeschreibung des Messerstechers vorliege, verkompliziere die Suche nach dem Verdächtigen. Die Ermittler bitten deswegen um Hinweise (03971 251-1424) aufmerksamer Bürgerinnen, die die Gruppe, mit der der Täter in Zusammenhang stehen soll, am Freitagabend zwischen 19 Uhr und 21 Uhr gesehen haben oder die Angaben zu dem Angriff an der Europakreuzung machen können.

  • Gefährliche Körperverletzung nach Weihnachtsmarktbesuch (PM Polizei, 07.12.2013)

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